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Cern gelingt erstmaliger Transport von Antimaterie

HANDOUT - Illustration des projektierten neuen Teilchenbeschleunigers "Future Circular Collider" (FCC) am Cern bei Genf. Das Cern hat am Montag, 31. Maerz 2025 die Machbarkeitsstudie fuer da ...
Der am Dienstag durchgeführte Test auf dem Gelände des Kernforschungszentrums soll beweisen, dass die Antiteilchen sicher befördert werden können.Bild: keystone

Historischer Meilenstein: Am Cern gelingt der erstmalige Transport von Antimaterie

Am Cern in Genf ist ein historischer Meilenstein geglückt: Erstmals weltweit wurde Antimaterie auf einem LKW transportiert.
24.03.2026, 14:1624.03.2026, 14:17

Die Antimaterie hat den Transport überstanden, wie das Cern am Dienstagnachmittag bestätigte. 92 Antiprotonen sind demnach über das Gelände des Cern transportiert worden.

«Es ist eine bemerkenswerte Leistung», schrieb das Cern in einer Mitteilung. Denn der Transport sei äusserst heikel. Antimaterie ist das Gegenstück zur Materie. Kommen Materie und Antimaterie in Kontakt, vernichten sie sich gegenseitig in Lichtblitzen.

Keine Gefahr

Angesichts dieser «äusserst geringen Anzahl» an Antiprotonen bestehe keine Gefahr für die Umgebung, hiess es vom Cern auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Für den Transport haben Forschende einen rund eine Tonne schweren Spezialcontainer entwickelt. In dieser sogenannten Penning-Falle schwebten die Teilchen in einem Hoch-Vakuum bei minus 268 Grad.

Hätte die Falle während des Transports versagt, hätte die freigesetzte Energie nach Angaben des Cern etwa ein Millionstel eines Joules betragen - etwa so viel wie das Drücken einer Tastaturtaste benötigt.

Weltweit einzige «Antimateriefabrik»

Der Transport am Dienstag war laut dem Cern ein Test. Das Ziel bestehe darin, Antiprotonen zu anderen europäischen Laboren zu transportieren, wo hochpräzise Messungen der Eigenschaften von Antiprotonen durchgeführt werden könnten.

Das Cern ist derzeit nach eigenen Angaben der einzige Ort weltweit, an dem Antiprotonen produziert werden. Die Messungen können am Cern selbst aber nicht mit der gewünschten Präzision durchgeführt werden, weil die Maschinen und Ausrüstungen in der «Antimateriefabrik» magnetische Fluktuationen erzeugen. Diese Fluktuationen sind zwar sehr klein, aber sie beeinträchtigen die präzisen Messungen der Eigenschaften von Antiprotonen. (sda)

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