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PFAS fast flächedeckend in Schweizer Böden vorhanden

PFAS fast flächendeckend in Schweizer Böden vorhanden

Die sogenannten Ewigkeitschemikalien (PFAS) kommen in Schweizer Böden fast flächendeckend vor, wie eine neue Auswertung von über 1000 Messungen zeigt.
17.03.2026, 01:0017.03.2026, 05:15

Besonders hohe Belastungen finden sich auf Flächen, auf denen vermutlich Löschschaum oder Klärschlamm zum Einsatz kam.

Flower meadow and alpine pasture with panoramic Swiss mountain view, MAMF03947
Die Ewigkeitschemikalien PFAS sind fast flächedeckend in Schweizer Böden vorhanden.Bild: IMAGO / Westend61

Für diese Übersicht trugen Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) und der ETH Zürich im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) 1070 PFAS-Bodenmessungen zusammen und werteten sie aus, wie die ZHAW am Dienstag in einer Medienmitteilung schreibt. Die Messungen stammen aus kantonalen Untersuchungen und der Nationalen Bodenbeobachtung.

Diese Auswertung zeigt, dass PFAS in über 99 Prozent der Bodenproben nachweisbar sind. Flächen auf denen vermutlich Löschschaum oder Klärschlamm verwendet wurde, wiesen erhöhte PFAS-Konzentrationen auf.

«Bedenkliche» Resultate

Der mittlere PFAS-Gehalt liegt laut der Medienmitteilung bei 2,4 Mikrogramm pro Kilogramm und damit über dem Median von 1,4 Mikrogramm pro Kilogramm der ZHAW-Studie aus dem Jahr 2022.

Der Grund dafür wird methodisch erklärt. Während die Studie von 2022 nur die Grundbelastung der Schweizer Böden erfasste, berücksichtigt die neue Auswertung zusätzlich Messungen aus kantonalen Untersuchungen zu Siedlungs- und Verdachtsflächen.

Die Ergebnisse stellten eine «wesentliche Erweiterung zum Wissensstand über die Belastungssituation in Schweizer Böden dar», schreibt die ZHAW. «Wir sind über die Resultate nicht überrascht, erachten sie aber als bedenklich», wird ZHAW-Experte Basilius Thalmann zitiert.

Bei PFAS handelt es sich um eine Gruppe von mehreren tausend synthetischen Chemikalien. PFAS sind fett-, schmutz- und wasserabweisend und werden seit Jahrzehnten in Produkten wie Textilien, Lebensmittelverpackungen oder Feuerlöschmitteln eingesetzt. Sie sind aber kaum abbaubar und reichern sich deshalb in der Natur und in Organismen an. (hkl/sda)

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