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So verhinderst du, dass der Magen-Darm-Virus die ganze WG / Familie flachlegt 

24.10.2018, 12:2725.10.2018, 07:06

Immer wieder im Herbst: Kinder wechseln in die Krippe, in den Kindergarten oder die Schule, WG-Kollegen beginnen mit dem Studium. Von dort bringen sie nicht nur neue Freunde und Schimpfwörter nach Hause, sondern auch gerne Mal den einen oder anderen Magen-Darm-Infekt. 

Die Horror-Nacht im Puls-Überblick:

Die Pulsfrequenz des watson-Redaktors während seines mutmasslichen Noro-Virus-Trips vom Wochenende. Die Ausschläge zeigen die Phasen der Entleerung von 24.00 Uhr bis zum Höhepunkt um 05.00 Uhr. Interessant: Je weniger Material ausgeworfen werden konnte, desto höher der Puls. Die Ausschläge ab 05:00-Uhr sind Hilfeleistungen für die Tochter, die nun, angesteckt vom Bruder oder vom Vater, ihrerseits den Höllenritt begann.   
Die Pulsfrequenz des watson-Redaktors während seines mutmasslichen Noro-Virus-Trips vom Wochenende. Die Ausschläge zeigen die Phasen der Entleerung von 24.00 Uhr bis zum Höhepunkt um 05.00 Uhr. Interessant: Je weniger Material ausgeworfen werden konnte, desto höher der Puls. Die Ausschläge ab 05:00-Uhr sind Hilfeleistungen für die Tochter, die nun, angesteckt vom Bruder oder vom Vater, ihrerseits den Höllenritt begann.   

Magen-Darm-Infekte, oftmals von Viren verursacht, sind hoch ansteckend. Im Falle des Redaktors traf es drei der vier Familienmitglieder in kürzester Zeit – der jüngste Spross hatte gar zweimal das Vergnügen.

Das muss nicht sein. Mit einem etwas rigoroseren Massnahmenkatalog hätte sich wohl einiges vermeiden lassen. Damit euch eine ähnliche Horrornacht erspart bleibt, folgen hier nun Tipps und Tricks, wie sich Ansteckungen auch innerhalb der Familie oder der WG vermeiden liessen. 

Benutze deine eigenen Handtücher

Wir haben uns bei der Bebilderung für die sanfte Variante entschieden und präsentieren Toiletten, bei denen man sich fast schon einen Magendarm-Virus herbeisehnt.
Wir haben uns bei der Bebilderung für die sanfte Variante entschieden und präsentieren Toiletten, bei denen man sich fast schon einen Magendarm-Virus herbeisehnt.

Laut dem Robert-Koch-Institut reichen bereits kleinste Mengen von 10-100 Viruspartikeln, um an einem Magen-Darm-Infekt zu erkranken. Teilen sich kranke und gesunde Menschen dasselbe Handtuch – zum Beispiel um sich nach dem Händewaschen zu trocknen – führt dies zu einem erhöhten Risiko einer Ansteckung.

Kranke sollten keine Mahlzeiten zubereiten

Magen-Darm-Viren sind in der Regel Schmierinfektionen. Kleinste Spuren von Erbrochenem oder auch Stuhlreste müssen irgendwie in den Mund. Der direkte Weg über Esswaren sollte deshalb tunlichst vermieden werden.

Benutze dein eigenes Bad

Wenn immer möglich sollte ein Bad für Erkrankte und ein Bad für Gesunde reserviert werden. Gerade beim Erbrechen entstehen virushaltige Tröpfchen, die sich im gesamten Bad verteilen können und so über den Kontakt mit den Händen zu neuen Krankheitsfällen führen können. 

Trage eine Atemmaske, wenn sich in der Nähe jemand erbricht

Wer seinem Kind, Freund oder Partner in den schlimmsten Stunden beistehen will, sollte das nur mit Atemmaske tun. Die bereits erwähnten virushaltigen Tröpfchen reichen, um aus einem Helfer einen Patienten zu machen. Und die Tropfen verbreiten sich bei schwallartigem Erbrechen in alle Richtungen.

Reinige dein Bad regelmässig

Auf jeden Fall empfiehlt sich eine hochfrequente Reinigung des Bades. Verdünntes Javelwasser (0,1%) eignet sich dabei besonders.

Wasche deine Hände ...

  • ... mindestens 20 Sekunden. Besser 30.
  • ... immer mit Wasser und Seife. Zusätzliche Desinfektionsmittel sollten das Attribut «viruzid» tragen – also auch zum Beispiel gegen den Noro-Virus verwendet werden können.
  • ... auch zwischen deinen Fingern.
  • ... immer nach dem Benutzen des Bads.
  • ... vor dem Rauchen.

Nimm Abstand zu deinen Familienangehörigen / WG-Kollegen

Wer erkrankt, darf sich ruhig eine Auszeit nehmen. Sich ins Zimmer zurückziehen und Netflix leergucken. Er darf nicht nur, er sollte sogar.

Die 48-Stunden-Regel

Erst wer 48 Stunden beschwerdefrei ist (Durchfall oder Erbrechen), darf sich wieder unter die Leute mischen. Auf gute Hygiene sollte trotzdem geachtet werden, weil Untersuchungen zeigten, dass zum Beispiel das Noro- Virus auch 7–14 Tage, in Ausnahmefällen aber auch noch über Wochen, über den Stuhl ausgeschieden werden kann.

Quellen:

«Uri-Trottoir» schützt die Hausecken vor Pinklern

Video: srf
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