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Hat dir deine Grossmutter erzählt, dass Rüebli gut für die Augen sind? Eine Lüge! 10 Mythen und deren Auflösung

Dass man vom Fernsehschauen keine viereckigen Augen bekommt und dass schielende Augen nicht bleiben, weiss doch jedes Kind. Aber wie ist das mit dem Mythos Fingerknacken, oder mit den Salmonellen im rohen Teig? Was ist wahr und was ist Humbug?

Noëmi Laux
Noëmi Laux



Jaja, du wirst die folgenden Sätze bestimmt auch schon von deiner Oma gehört haben. Aber hey – nach diesem Artikel kannst du mit Fachwissen kontern!

«Fingerknacken macht Rheuma.»

Das ist wohl einer der gängigsten Mythen, der von einer Generation zur nächsten weitergegeben wird – ohne hinterfragt zu werden.

Aber das ist Quatsch. Das Knackgeräusch bereitet vielen Menschen zwar Gänsehaut, anatomisch gesehen ist es aber völlig harmlos. Zahlreiche Studien wurden durchgeführt, die beweisen, dass Fingerknacken weder Rheuma, noch Arthrose verursacht.

Trotzdem solltest du's mit dem Knacken nicht übertreiben. Erstens zum Wohle der Mitmenschen, und zweitens kann die Gelenkigkeit der Finger längerfristig dadurch beeinträchtigt werden.

«Lesen im Dunkeln ist schlecht für die Augen.»

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Nope, auch diese weit verbreitete Annahme ist falsch. Das Lesen ist bei schlechtem Licht anstrengender, wodurch das Auge schneller müde wird und kurzfristig die Sehkraft abnimmt. Schädlich ist das aber nur für deine Stimmung am nächsten Tag, weil zu wenig Schlaf.

«Wer seinen Kopf oft anstösst, verliert Gehirnzellen.»

Grundsätzlich ist es richtig, dass eine Menge Hirnzellen draufgehen, wenn du deinen Kopf gegen eine Wand haust. Allerdings verlieren wir am Tag sowieso rund 90'000 Hirnzellen, was das Kopf-an-die-Wand-schlagen ein bisschen relativiert. Du wirst also nicht unbedingt dümmer, wenn du ab und zu mal eine Kopfnuss verteilst ... (Betonung auf ab und zu).

Ausserdem: Wenn du dir mit Alkohol regelmässig die Kante gibst, sterben deutlich mehr Hirnzellen und vor allem wird bei übermässigem Alkoholkonsum die Übertragung wichtiger Botenstoffe im Hirn gestört. Blöd, hä?

«Karotten sind gut für die Augen.»

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Diesen Mythos lassen wir als «Halb-Wahrheit» durchgehen: Karotten enthalten eine Menge Vitamin A, was gebraucht wird, um die normale Zellstruktur der Hornhaut aufrecht zu erhalten. Mit dem Sehvermögen direkt hat das aber nichts zu tun.

Tja, liebe Brillenträger: Ihr könnt also noch so viele Karotten essen, die Brille werdet ihr deshalb nicht los.

«Roher Teig gibt Salmonellen.»

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Dieser Mythos lässt sich nicht mit richtig oder falsch beantworten. Ja, rein theoretisch besteht das Risiko, dass sich Würmer oder Salmonellen bilden, wenn man rohen Teig isst (Vorausgesetzt der Teig enthält Eier).

Die Wahrscheinlichkeit, dass du solch ein verdorbenes Ei erwischst, du eine genug grosse Menge vom Teig zu dir nimmst UND dass es die Würmer überhaupt schaffen, in deinem Bauch zu überleben, ist, naja ... eher gering.

Aber: Bei empfindlichen Mägen und Kindern sollte schon mehr Vorsicht geboten werden. Da haben's die Mistviecher alias Salmonellen deutlich einfacher ihr Unheil anzurichten.

«Ein Hornissen-Stich tötet ein Kind, sieben ein Pferd.»

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Reine Angstmacherei. Ein Hornissenstich ist genau gleich gefährlich, wie der einer Biene oder Wespe. Demnach wären 200 bis 300 Stiche nötig, um überhaupt eine toxische Wirkung herbeizuführen.

Aber auch hier gilt: Keine Regel ohne Ausnahme – bei Allergikern und Kleinkindern kann schon ein einziger Stich ziemlich böse enden ...

«Abends ist man kleiner als morgens.»

Das lassen wir zur Abwechslung einwandfrei so stehen. Grund dafür sind die Bandscheiben, welche die Wirbelsäule elastisch halten. In der Nacht saugen sich diese mit Flüssigkeit voll. Tagsüber geben sie diese zum einen durch Belastung, zum anderen über die Schwerkraft, wieder ab. So wird die Wirbelsäule zusammengedrückt und dadurch kürzer.

«Kaffee raubt dem Körper mehr Flüssigkeit, als er ihm gibt.»

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FALSCH. Ganz im Gegenteil sogar: Kaffee besteht fast zu 100 Prozent aus Wasser und wirkt sich daher positiv auf den Wasserhaushalt aus.

In der Tat müssen Hardcore-Kaffee-Trinker öfter pinkeln, weil Koffein die Filterfunktion der Nieren anregt. Der Körper reguliert diesen «Verlust» allerdings problemlos von selbst.

«Nicht den Rotz in der Nase hochziehen, sonst setzt er sich fest.»

Klingt irgendwie einleuchtend, oder? Tja, aber auch dieser Mythos ist falsch. Nasenschleim hochziehen ist völlig ungefährlich – weder kann sich der Schleim im Gehirn festsetzen, noch bekommt man Kopfweh davon.

Unanständig ist es aber allemal. Also liebe Mamis und Papis: Erzählt euren Kinder ruhig weiter, dass sie Kopfweh bekommen, dumm werden, oder was auch immer wenn sie zu oft schnoddern ...

«Kaugummi verschlucken verklebt den Magen.»

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«Schluck bloss keinen Kaugummi runter, du verklebst dir den ganzen Magen!» Solche, und ähnliche Horrorgeschichten mussten wir uns alle schon anhören, aber: Fehlalarm – Kaugummis sind unverdaulich und werden vom Körper nach ein paar Tagen einfach wieder ausgekackt schieden. Nix von wegen klebt an der Magenwand fest, oder so.

Tja, das war jetzt eine bittere (viertel-)Stunde der Wahrheit. Aber irgendwann mussten diese Mythen ja aufgeklärt werden. Und jetzt weisst du, was du deiner Oma das nächste Mal antwortest, wenn sie dich auffordert, mehr Rüebli zu essen ...

Und noch mehr «von Generation zu Generation»: Seven generations of American women

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