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Hollywood wüsste, was zu tun ist

Am Montag flitzt ein Asteroid wohl haarscharf an der Erde vorbei – was, wenn er stattdessen Kurs auf die Erde nehmen würde?

deep impact

Bild: screenshot youtube

Asteroid 2004 BL 86 wird am Montag um Haaresbreite an der Erde vorbeiflitzen – 1,2 Millionen Kilometer oder drei Mal die Distanz Erde-Mond trennen den 500-Meter-Durchmesser-Gesteinsbrocken von unserem Planeten. Das klingt nach viel, ist aber eine verhältnismässig kurze Entfernung. Die Zerstörungskraft des Asteroiden ist so gross, dass er bei einem Einschlag ein Land von der Grösse Deutschlands von der Landkarte tilgen könne. 

Das Projekt «Neo-Shield» hat einige Szenarien entwickelt, was im Fall eines drohenden Meteoriten-Einschlags zu tun wäre. Eine Option ist es, dem Asteroiden einen Satelliten entgegenzuschicken. Durch den Einschlag soll dann die Umlaufbahn des Gesteinsbrockens verändert werden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine Sonde nahe an den Asteroiden heranzumanövrieren. Durch die Schwerkraft der Sonde könnte das kosmische Schwergewicht so von seiner Bahn abgelenkt werden.

Projekt «NEO-Shield»

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youtube/fraunhofer emi

Was würde Hollywood tun?

Das sind aber alles nur Gedankenspiele. Tests haben bisher nur in Labors stattgefunden, ein Feldversuch würde das Budget der Organisation sprengen. Hollywood ist da schon viel weiter. Die Angst vor Meteoriteneinschlägen hat  schon zahlreiche Regisseure und Drehbuchautoren inspiriert. Unzählige Filme setzen sich mit der Frage auseinander: Was tun, wenn einem ein Asteroid auf den Kopf zu fallen droht? Sechs Beispiele.

«Armageddon» (1998)

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Bild: giflike

Im Hochleistungs-Pathos-Streifen «Armageddon» kommen Wissenschafter auf die geniale Idee, eine Sprengladung in einem Meteoriten zu platzieren. Warum für diesen Zweck genau ölverschmierte Bohrplattformarbeiter am besten geeignet sind, wird nicht so ganz klar. Ben Affleck und Owen Wilson (!) schultern die Aufgabe erwartungsgemäss locker, Bruce Willis stirbt den Heldentod und am Schluss gibt es viele Tränen und einige Heiratsanträge.

«Deep Impact» (1998)

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youtube/makeagif

In «Deep Impact» gestaltet sich das Ganze etwas schwieriger. Die Wissenschafter sind nicht ganz so schlau wie in «Armageddon» und die Helden nicht ganz so mutig. So prasseln ein paar Asteroiden-Bruchstücke auf die Erde nieder und machen aus New York einen grossen Steinhaufen. 

Das Happy End (natürlich gibts schliesslich doch noch eins) wird ein wenig getrübt durch all die Suizide, die im Glauben an einen unmittelbar bevorstehenden Einschlag des Riesenmeteoriten begangen wurden.

«Meteor» (1979)

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Bild: giflike

Der junge Sean Connery gibt in diesem Film den exzentrischen Forscher Dr. Paul Bradley. Was einem von diesem Film vor allem im Gedächtnis bleibt, sind die Raketen, die wie Riesenpenisse aussehen und in Zeitlupe aus Abschussrampen gleiten. 

«The Day The Sky Exploded» (1958)

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youtube/giflike

Eine wahre Science-Fiction-Perle aus der Zeit, als man in Hollywood dachte, mit hanebüchenen Special Effects schlechte Drehbücher übertünchen zu können (hust). Und ganz im Kalten-Krieg-Narrativ verhaftet, sind in «The Day The Sky Exploded» natürlich Atomwaffen das Allheilmittel. 

Um den Einschlag eines Asteroiden zu verhindern, holen alle Atommächte der Welt ihre Sprengköpfe aus dem Keller und schiessen sie nacheinander in Richtung Asteroiden. Der Höhepunkt des Films – ein nukleares Feuerwerk – ist im obigen Gif festgehalten.

«Night Of The Comet» (1984)

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youtube/giflike

In «Night Of The Comet» verschiebt sich der Plot im Vergleich zu herkömmlichen Asteroiden-Einschlags-Filmen. Hier zieht ein Komet in unmittelbarer Entfernung an der Erde vorbei. Gefahr gebannt, dachten sich die blauäugigen Vorstadt-Einfamilienhäuschen-Geschwister Reggie und Sam, bis sie am nächsten Tag Tausende von herrenlosen Kleidungsstücken auf der Strasse entdecken. 

Das ist nicht etwa der Auftakt zu einer wilden Sexorgie, sondern zu einem simpel gestrickten Zombiefilm. Was die Untoten genau mit dem Komet zu schaffen haben, wird nicht ganz klar. Aber die betörende 80er-Jahre-Sepia-Optik entschädigt für alle Drehbuchsackgassen und Handlungslücken.

«The Day Of The Triffids» (1962)

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youtube/giflike

Auch wenn der Filmtitel in der deutschen Übersetzung («Die Triffids») eher an eine Fernsehserie über eine schrullig-liebenswürdige amerikanische Familie im sonnigen Florida erinnert: Nichts könnte ferner liegen. Die Triffids sind nämlich eine ganz fiese Pflanzenart (die, wie könnte es anders ein, wahrscheinlich aus sowjetischen Experimenten stammen) auf deren Speisezettel mit Vorliebe Menschenfleisch steht. Die Menschen können aber dank ihres überlegenen Intellekts die Triffids in Schach halten – die Ölindustrie presst sogar noch ein wenig schwarzes Gold aus dem gefährlichen Grünzeug. 

Sie finden die Handlung an den Haaren herbeigezogen? Dann passen Sie auf, es wird noch besser: Eines Tages geht ein Meteoritenschauer auf die Erde nieder. Die sensationsgeile Spezies Mensch schaut sich das Spektakel in Corpore an – und fällt anschliessend einer kollektiven Erblindung anheim. Die Triffids schlüpfen aus ihren Käfigen und machen Jagd auf die hilflosen Menschen. Was folgt: Tod, Chaos, Anarchie und eine Gruppe von Überlebenden, die auf einer abgelegenen Insel eine neue Zivilisation gründen möchten – ohne Pflanzen.



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