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BFU: Höhenangst wird als Risikofaktor beim Bergwandern unterschätzt

Wandern im Hochsommer
Im Durchschnitt müssen gemäss BFU jedes Jahr rund 40'000 Personen nach einem Wanderunfall ärztlich behandelt werden.Bild: Reto Fehr

Ein Drittel aller Wanderer sagt, sie leiden unter Höhenangst

Bei einer Umfrage unter Wanderinnen und Wanderern haben nur 18 Prozent Schwindelfreiheit als wichtige Voraussetzung angegeben, wie die der Beratungsstelle für Unfallverhütung am Donnerstag mitteilte. Dabei habe knapp ein Drittel der Befragten angegeben, selber unter Höhenangst oder Höhenschwindel zu leiden.
07.05.2026, 08:0407.05.2026, 10:04

Höhenangst oder Höhenschwindel beeinträchtige das sichere Vorwärtskommen und steigere das Sturzrisiko, schreibt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU). Schwindelfreiheit sei demnach eine genau so wichtige Voraussetzung bei Bergwanderungen wie Fitness und Trittsicherheit.

Eine Umfrage unter Bergwanderinnen und -wanderern im Sommer 2024 ergab ein anderes Bild, wie die BFU schreibt. Hier seien gute Schuhe mit 70 Prozent, Fitness mit 56 Prozent und Trittsicherheit mit 32 Prozent als die entscheidenden Voraussetzungen genannt worden. Nur gerade 18 Prozent hätten Schwindelfreiheit genannt. Dabei habe knapp ein Drittel der Befragten angegeben, selber unter Höhenangst oder Höhenschwindel zu leiden.

Die Erhebung zeigt gemäss BFU zudem, dass die meistern Wandernden bei ihrer Planung zwar Faktoren wie das Wetter, Distanz und Höhenmeter berücksichtigen, weniger aber die Gefährlichkeit der Route.

Die BFU mahnt, dass die Wanderroute zu den eigenen Fähigkeiten passen sollte. Im Zweifel gelte: «Umkehren ist kein Scheitern, sondern gutes alpines Verhalten.»

Im Durchschnitt müssen gemäss BFU jedes Jahr rund 40'000 Personen nach einem Wanderunfall ärztlich behandelt werden. 45 Menschen finden dabei den Tod.

Die Befragung fand an über 20 Standorten mit 1387 zufällig ausgewählten Bergwandernden statt. (sda)

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