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Streit um Platz im Auto führte zum Tötungsdelikt in Uster

Auf dem Parkplatz beim Zeughausareal in Uster kam es im November 2022 zu einem Streit mit tödlichem Ausgang.
Auf dem Parkplatz beim Zeughausareal in Uster kam es im November 2022 zu einem Streit mit tödlichem Ausgang.Bild: ZüriToday

Streit um Platz im Auto führte zum Tötungsdelikt in Uster

Im November 2022 starb ein Mann nach einem Streit auf einem Parkplatz in Uster. Am Donnerstag muss sich nun der Beschuldigte vor Gericht verantworten. Laut der Staatsanwaltschaft kam es zum Streit wegen eines Konflikts um einen Platz im Auto.
04.07.2024, 06:0704.07.2024, 06:07
Rochus Zopp, Orgetorix Kuhn / ch media
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Ein heute 30-jähriger Mann steht am Donnerstag vor dem Bezirksgericht Uster. Ihm wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, dass er im November 2022 einen anderen jungen Mann vorsätzlich getötet hat. Zudem wurden auch zwei Bilder mit illegalen Gewaltdarstellungen auf seinem Handy gefunden. Die Staatsanwaltschaft fordert für den Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von 18 Jahren, wie aus der Anklageschrift, die ZüriToday vorliegt, hervorgeht.

Der Beschuldigte und das Opfer, ein 28-jähriger Schweizer, waren am 27. November 2022 an einer Geburtstagsparty auf dem Zeughausareal in Uster. Auf dem Parkplatz ausserhalb einer Bar kam es zu einer Auseinandersetzung. Im Zuge des Streits soll der Angeklagte ein Messer gezogen und mehrfach auf sein 28-jähriges Opfer mehrfach eingestochen haben. Laut der Anklageschrift erlitt das Opfer acht Stich- und zwei Schnittverletzungen. Bereits der erste Stich soll die Halsschlagader durchtrennt und zum Tode geführt haben.

Streit wegen Platz im Auto

Kurz vor 3 Uhr verliessen der Beschuldigte und das Opfer gemeinsam mit vier weiteren Personen die Geburtstagsparty und begaben sich zum Auto des Opfers. Der 30-jährige Angeklagte setzte sich dort auf den Rücksitz des fünfplätzigen Autos. Dies, obwohl er nicht eingeladen worden war.

Dem Angeklagten sei daraufhin gesagt worden, dass er nicht mitfahren könne, da die Gruppe schon aus fünf Personen bestand. Er wurde gemäss der Anklageschrift mehrmals dazu aufgefordert, das Auto zu verlassen. Nach einigem Widerstand verliess er das Fahrzeug, soll dabei aber das Opfer beleidigt haben.

Mehrmals und ohne Vorwarnung zugestochen

Der Beschuldigte entfernte sich dann von dem Auto, warf aber eine Getränkeflasche in Richtung des Opfers. Der 28-jährige Schweizer stieg daraufhin aus dem Auto aus und es kam zu einer Diskussion mit einem Gerangel. Das Opfer schlug dem Beschuldigten im Rahmen des Gerangels mit der linken Hand ins Gesicht. Der Angeklagte packte laut der Anklageschrift während des Gerangels ein Klappmesser aus der Jackentasche und stach mehrmals und ohne Vorwarnung auf sein Opfer ein.

Das Opfer erlag trotz sofort eingeleiteter Reanimation durch Rettungskräfte seinen schweren Verletzungen noch vor Ort. Der Angeklagte rannte mit dem Messer in der Hand davon, wo er von Drittpersonen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten wurde. Im März 2024 bestätigte das Bundesgericht, dass der Angeklagte in Haft bleiben muss. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

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