Schweiz
Armee

Hacker greifen Ruag und VBS an: Steckt Russland dahinter?

Hacker greifen Ruag und VBS an: Steckt Russland dahinter?

04.05.2016, 06:1204.05.2016, 06:29

Hacker haben im vergangenen Januar versucht, den Rüstungsbetrieb Ruag und das Verteidigungsdepartement VBS auszuspionieren. Bundesrat Guy Parmelin bestätigte entsprechende Medieninformationen. Unklar ist, welche Schäden die Angreifer anrichteten.

Verteidigungsminister Guy Parmelin.
Verteidigungsminister Guy Parmelin.
Bild: KEYSTONE

«Die Angriffe dienten der Industriespionage», sagte Verteidigungsminister Parmelin in einem Interview mit den Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» vom Dienstag. Er bestätigte damit Recherchen der Zeitungen. Diese berichteten auch, dass Russland hinter den Angriffen vermutet wird.

Der Cyberangriff auf das VBS habe im Januar während des Weltwirtschaftsforums stattgefunden, sagte Parmelin. «Wir konnten dagegen vorgehen und weiterhin funktionieren.» Zum Ausmass des Angriffs auf die Ruag, die im vollständigen Besitz des Bundes ist und enge Bande zur Armee hat, äusserte sich Parmelin nicht.

Der Bundesrat sei informiert worden. «Er hat mehrere Massnahmen vorgeschlagen, die nun realisiert werden.» Ausserdem habe die Bundesanwaltschaft ein Verfahren wegen des Angriffs eröffnet. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
10 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10
Geld weg, Sponsor weg, Trainer weg, Auto weg: Darum fährt Ramon Zenhäusern trotzdem weiter
Er hat mehr Weltcupsiege im Slalom vorzuweisen als Loïc Meillard. Trotz aller Verdienste wird Ramon Zenhäusern aus dem Swiss-Ski-Kader verbannt. Wie gross sein Ärger darüber ist und was das für finanzielle Konsequenzen für ihn hat.
Plötzlich auf sich allein gestellt. Kein Trainer, der ihm sagt, was er zu tun hat. Kein Backoffice, das ihm Reisen, Unterkünfte, Trainings, Termine, den ganzen administrativen Kram organisiert. Kein Verband, der ihm das alles bezahlt. Ramon Zenhäusern hat als Skirennfahrer so ziemlich alles verloren, was man verlieren kann.
Zur Story