Sport
Tennis

«Ich bin wie ein guter Wein» – Bacsinszkys zweiter Titel ist nach ihrem Fast-Rücktritt eine Erlösung

Völlig entkräftet, aber überglücklich liegt Timea Bacsinszky nach ihrem Triumph auf dem Court.
Völlig entkräftet, aber überglücklich liegt Timea Bacsinszky nach ihrem Triumph auf dem Court.Bild: Christian Palma/AP/KEYSTONE
Sieg in Acapulco

«Ich bin wie ein guter Wein» – Bacsinszkys zweiter Titel ist nach ihrem Fast-Rücktritt eine Erlösung

01.03.2015, 11:3301.03.2015, 13:52

Nach dem Titel in Luxemburg im Oktober 2009 musste Timea Bacsinszky fünfeinhalb Jahre auf ihren zweiten Erfolg warten. Die mittlerweile 25-jährige Lausannerin hat ihn nun in einer Zeit erreicht, in der sie nach einer längeren Baisse wieder nach oben strebt.

Mit passender Kopfbedeckung posiert Bacsinszky mit ihrer neuen Trophäe.
Mit passender Kopfbedeckung posiert Bacsinszky mit ihrer neuen Trophäe.Bild: EPA/EFE

Im Jahr 2013 war Timea Bacsinszky drauf und dran gewesen, die Tenniskarriere zu stoppen. Sie hatte bereits eine Umschulung in die Hotellerie angefangen. Mittlerweile gilt sie auf der Frauentour als das «Comeback-Kid». «Ich bin halt einfach wie ein guter Wein. Ich werde mit dem Alter besser», sagt Bacsinszky – wobei «Alter» mit den 25 Jahren ein relativer Begriff ist.

Wawrinkas Ex-Trainer bringt den Umschwung

Zu ihrem eigenen Glück hatte sie vor zwei Jahren beschlossen, die Laufbahn fortzusetzen, und zwar mit einer neuen Entourage. Sie engagierte den Elsässer Dimitri Zavialoff, der Stan Wawrinkas erster Coach gewesen war, und arbeitete auch wieder vermehrt mit Swiss Tennis zusammen. «Es war ein langer Weg für mich», sagte sie nach ihrem Triumph in Acapulco. «Und er ist immer noch lang.»

«Ich habe hart gearbeitet und habe es verstanden, geduldig zu sein», sagte die Waadtländerin aus Belmont bei Lausanne weiter. «Ich hatte nicht gedacht, dass die guten Resultate schon so bald wieder kommen würden. Ich bin wirklich stolz auf mich. Noch mehr stolz bin ich, weil ich weiss, was ich alles überwinden musste in der Vergangenheit.» In der Weltrangliste stösst Bacsinszky um sechs Positionen in den 31. Rang vor. Es ist ihre bislang beste Klassierung.

Es geht weiter in Mexiko

In der Weltrangliste stösst Bacsinszky um sechs Positionen in den 31. Rang vor. Es ist ihre bislang beste Klassierung.

Auch in dieser Woche wird Timea Bacsinszky in Mexiko antreten. Sie ist die Turniernummer 5 in Monterrey. In der 1. Runde wird sie es mit der renommierten, in der Weltrangliste an die 85. Position zurückgefallenen Belgierin Yanina Wickmayer zu tun bekommen. Bacsinszky konnte Wickmayer in drei von fünf Partien bezwingen. (twu/si) 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt
18. Februar 1992: Deutschland ist im olympischen Eishockeyturnier drauf und dran, das grosse Kanada rauszuwerfen. Doch dann bleibt der Puck beim entscheidenden Penalty von Peter Draisaitl auf der Linie kleben.
Für die Schweiz ist das Eishockeyturnier der Olympischen Spiele 1992 in Albertville keine Erfolgsgeschichte. Sie beendet es auf Rang 10 von 12 Teilnehmern. Wesentlich erfolgreicher ist Erzrivale Deutschland. Weil es die Underdogs Italien und Polen schlägt, steht es in den Viertelfinals. Und dort kommt es im Palais des Glaces in Méribel zu einer Begegnung mit Kanada, deren Ausgang keiner der 5500 Zuschauer in der Halle vergessen sollte.
Zur Story