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Aus der Geschichte lernen? Läuft ... Warum Duterte Obama «Hurensohn» nennt

06.09.16, 16:16 08.09.16, 02:54

Gepflegte Rhetorik war noch nie seine Stärke: Der neue philippinische Präsident Rodrigo Duterte zielt mit seinen derben Sprüchen gern unter die Gürtellinie. Nachdem er schon – damals noch nicht als Staatschef – den Papst als Hurensohn bezeichnet hatte, beschimpfte er nun US-Präsident Obama mit demselben unflätigen Ausdruck. Prompt sagte Obama ein geplantes Treffen mit Duterte ab. 

Die gelinde gesagt undiplomatische Sprache des philippinischen Präsidenten erstaunt umso mehr, als die Philippinen derzeit amerikanische Rückendeckung suchen: Seit China im sogenannten Inselstreit im Südchinesischen Meer immer unverhohlener seine Muskeln spielen lässt, ist man in Manila wieder froh über die militärische Präsenz der USA im westlichen Pazifik. 

Wüste Beschimpfungen: Duterte nennt Obama einen «Hurensohn».  Video: streamable

«Ich bin der Präsident eines souveränen Staates, und wir sind schon lange keine Kolonie mehr.»

Präsident Duterte

Warum also beschimpft Duterte den US-Präsidenten in aller Öffentlichkeit aufs Übelste? Zum einen verdankt der Mann seine politische Karriere wohl nicht zum geringsten Teil seinem provokativen Machismo. Beim gemeinen Volk dürfte er damit punkten, dass er dem mächtigsten Mann der Welt ans Bein pinkelt.

Zum andern aber ist sein verbaler Ausrutscher, der sich ja präventiv gegen amerikanische Kritik an der Menschenrechtslage in den Philippinen richtete, auch Ausdruck einer spezifischen Empfindlichkeit: Die Philippinen waren bis 1946 eine amerikanische Kolonie. Nicht von ungefähr sagt Duterte in seiner Attacke: «Ich bin der Präsident eines souveränen Staates, und wir sind schon lange keine Kolonie mehr.»

Lange koloniale Vergangenheit

Tatsächlich hat der Archipel eine lange koloniale Vergangenheit. Nachdem der unter spanischer Flagge segelnde portugiesische Seefahrer Ferdinand Magellan die Inseln 1521 erreicht hatte, dauerte es nur knapp 50 Jahre, bis die Spanier sie offiziell in Besitz nahmen. Schon während der spanischen Kolonialherrschaft kam es mehrfach zu Aufständen der Filipinos, die jedoch niedergeschlagen wurden. 

Die letzte Rebellion gegen die morsche Herrschaft der Spanier begann 1896. Sie war zunächst ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt, doch dies änderte sich mit dem Ausbruch des Spanisch-Amerikanischen Kriegs im April 1898. Die USA vernichteten die spanische Flotte in der Bucht von Manila und entrissen den Spaniern fast alle verbliebenen Kolonien in der Karibik und im Pazifik, darunter die Philippinen. 

Die USS Olympia während der Schlacht in der Bucht von Manila (1898). Bild: PD

Antikoloniale Rhetorik, koloniale Praxis

Während des Krieges gegen Spanien betrachteten die aufständischen Nationalisten die Amerikaner als Verbündete, zumal diese eine antikolonialistische Rhetorik pflegten. Die Filipinos übersahen dabei die wirtschaftlichen und strategischen Interessen Washingtons, das die Inselgruppe als Stützpunkt im westlichen Pazifik und als Sprungbrett für die asiatischen Märkte nutzen wollte. Der US-Senator Albert Jeremiah Beveridge machte dies zwei Jahre später in einer Rede vor dem Kongress deutlich:

«Geradewegs hinter den Philippinen liegen Chinas schier unermessliche Märkte. Wir werden unseren Teil in der Mission unserer von Gott geschützten Rasse bei der Zivilisierung der Erde beitragen. Wo werden wir die Abnehmer unserer Produkte finden? Die Philippinen geben uns einen Stützpunkt am Tor zum Osten.»

Uncle Sam, bedient von Präsident McKinley, schaut sich im Restaurant das Menü der spanischen Kolonien an: «Nun, ich weiss gar nicht, was ich zuerst nehmen soll!» Bild: PD

Nachdem die USA die Philippinen nach der Niederlage der Spanier unter ihre Kontrolle gebracht und sich damit selbst als Kolonialmacht etabliert hatten, wandten sich die philippinischen Rebellen gegen die neuen Kolonialherren: 1899 brach der Philippinisch-Amerikanische Krieg aus, der viel länger dauerte und viel blutiger war als jener gegen die Spanier. 

Tote philippinische Aufständische am ersten Tag des Philippinisch-Amerikanischen Krieges.  Bild: PD

Brutaler Guerillakrieg

Schnell gingen die militärisch unterlegenen Filipinos zu einem Guerillakrieg gegen die US-Truppen über. Etwa 100'000 Aufständische bekämpften in den nächsten drei Jahren rund 12'500 amerikanische Soldaten. Es kam zu zahlreichen Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung; bis zur Kapitulation 1902 kamen neben 4300 US-Soldaten rund 20'000 Rebellen und schätzungsweise 250'000 bis eine Million Zivilisten ums Leben. Einzelne Guerillaverbände gaben den Widerstand erst zehn Jahre später endgültig auf. 

Es kam zu zahlreichen Gräueltaten gegenüber der Zivilbevölkerung: In einigen Fällen erschossen US-Soldaten alle Bewohner eines Ortes, die über zehn Jahre alt waren.  Bild: PD

Die amerikanische Kolonialherrschaft war nicht auf Ewigkeit hin angelegt: Schon in den Dreissigerjahren verabschiedete der US-Kongress ein Gesetz, das die Unabhängigkeit der Kolonie nach einer zehnjährigen Übergangsfrist vorsah und den Philippinen einen halbautonomen Status verlieh – während die USA ihre Stützpunkte behielten. 

Wichtige Militärstützpunkte

Noch während der Übergangsphase eroberten die kaiserlichen japanischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg den Archipel. Der gemeinsame Kampf gegen die Japaner führte zu einer Annäherung zwischen Amerikanern und Filipinos. Nach der japanischen Kapitulation erlangten die Philippinen 1946 die volle Unabhängigkeit; die USA liessen sich aber ihre Hoheitsrechte über 23 Militärstützpunkte garantieren und nahmen zudem wirtschaftliche Sonderrechte in Anspruch. 

Der amerikanische General MacArthur im Oktober 1944 bei der Rückkehr auf die Philippinen.  Bild: Gaetano Faillace

Die Philippinen mit ihren bedeutenden US-Stützpunkten spielten während des Kalten Krieges – besonders während des Korea- und Vietnamkriegs – eine wichtige Rolle in der amerikanischen Aussenpolitik. Die antikoloniale Stimmung unter den Filipinos verschwand jedoch nicht völlig. Dies zeigte sich 1991, als Manila die Verlängerung des Stützpunktvertrags verweigerte. Die US-Truppen zogen daraufhin aus den Basen ab. 

Neue Annäherung

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 kam es wieder zu einer Annäherung; die USA unterstützten danach die philippinische Armee bei der Bekämpfung der islamistischen Rebellen im Süden des Archipels. Und in den letzten Jahren sorgten dann die chinesischen Territorial-Ansprüche im Südchinesischen Meer zu einer verstärkten Kooperation zwischen Manila und Washington. 

Vermutlich sind alte antikoloniale Empfindlichkeiten in der Bevölkerung aber immer noch stark genug, dass ein populistischer Präsident sie zur Not erfolgreich bedienen kann. 

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  • mortiferus 06.09.2016 21:14
    Highlight Sonst heisst es immer das die USA keine Kolonien hatten da sie selber eine wahren. Aber egal, sicher hat ein US Gericht geklagt wegen den amerikanischen Kriegsverbrechen und man hat sich bei den Philippinos entschuldigt und Entschädigungen bezahlt. So wie bei den First Nation, den verschleppten Afrikaner oder den Agent Orange Chemiewaffen Opfern, den Opfern von Mi Lay, den Opfern in Lateinamerika, den Opfern von Drohnen....also eigentlich ist Hurensohn gar nicht so unberechtigt. Die Hure Amerika verkauft Ihre Seele für Macht und Obama ist ein einer ihrer Söhne. Nichts neues auf dieser Welt.
    48 15 Melden
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  • Tilman Fliegel 06.09.2016 18:33
    Highlight http://www.liberalamerica.org/2016/09/05/we-hired-a-native-tagalog-speaker-heres-what-the-filipino-prez-really-said/
    Der Filipino ist der Meinung, Duterte habe nicht Obama als Hurensohn bezeichnet, sondern eigentlich niemanden.
    13 1 Melden
    • TodosSomosSecondos 06.09.2016 18:45
      Highlight Der Artikel tut sich etwas schwer.. irgendwie will er am liebsten belegen, dass Duterte nur Putangita gesagt hätte.. was eine etwas härtere Version von "Verflucht nochmal" wäre..

      andererseits schreiben sie im Transkript dann wieder klar, dass er den Reporter beleidigt hat.. was er best case auch getan hat..

      worst case wäre es dann wohl das, was sich der geneigte Blick-/20 Min- Leser von unseren BRs als Verhalten gegenüber den EU Vertretern wünscht..
      16 9 Melden
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  • TodosSomosSecondos 06.09.2016 18:18
    Highlight danke Watson für den informativen Artikel.

    Zur Beleidigung Dutertes ist zu sagen, dass es aus dem Kontext der PK nicht eindeutig ist, wie er es meint:

    Er sagt zwar "Putangina Mo" was "Du Hurensohn" heissen würde.. Es ist aber nicht klar, ob er a) den Reporter beschimpft, weil dieser Duterte einfach ignoriert hatte und das Thema nochmals aufgriff, obwohl dieser das als beendet erklärt hatte oder b) konkret auf die Frage des Reporters antwortet, die lautete "was antworten sie, wenn Obama fragt..." und dann am Schluss eben diesen Obama als Hurensohn betitelt..
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  • Marc A. 06.09.2016 17:51
    Highlight Ich kritisiere watson oft wegen der einseitigen und etwas reisserischen Berichterstattung. Aber genau wegen solch guten Artikeln wie diesen hier habe ich das App noch nicht gelöscht. Gute Arbeit.
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  • Luca Brasi 06.09.2016 17:25
    Highlight Ein gut recherchierter historischer Hintergrundbericht. Wobei Dutertes Aussagen wohl v.a. Machismus sein dürften, denn wenn koloniales Erbe allein der Grund sein soll, müssten noch viele ehemalige Kolonien die Präsidenten ehemaliger Kolonialreiche beschimpfen. ;)
    Zudem habe ich bei meinen Begegnungen mit Filipinos eher Bewunderung für die USA festgestellt (US-Marken, Traum in den USA zu arbeiten, etc.). Das war bei ehemaligen frz. Kolonien weniger der Fall.
    54 3 Melden
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  • Lowend 06.09.2016 16:57
    Highlight Dieser Artikel würde erklären, warum er die Amerikaner als "Hurensöhne" titulieren könnte, aber ich lese da keine Erklärung, warum dieser Massenmörder und "Son of a B****" Präsident Obama persönlich beleidigen dürfte.
    63 16 Melden
    • Hussain Bolt 06.09.2016 18:10
      Highlight Obama ist auch ein Massenmörder. Er ist sogar der grössere davon.
      48 43 Melden
    • mope 06.09.2016 18:15
      Highlight Ganz einfach: Zwei aus gleichem Holz.
      17 19 Melden
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Ehemaliger Zürcher Gemeinderat über Nordkorea: «In Pjöngjang sieht es aus wie in New York»

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