International

Keine Einigung der EU-Minister +++ Ungarn macht Grenze zu Serbien zu +++ Auch Österreich entsendet Soldaten an Grenze

14.09.15, 09:31 14.09.15, 22:39

Grenzübergang bei Nickelsdorf: Flüchtlinge werden von der österreichischen Polizei in Empfang genommen.
Bild: EPA/MTI

Ticker: Flüchtlingsstrom in Ungarn

Am Montag werden in Österreich wieder mehrere Tausend Flüchtlinge erwartet. Wie ein Polizeisprecher gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA sagte, rechne man mit bis zu 10'000 Flüchtlingen, die heute die Grenze von Ungarn nach Österreich überqueren. Stündlich erreichten 500 Personen österreichischen Boden. Man habe die Kapazitätsgrenzen erreicht, so der Sprecher weiter. 

bild: spiegel online

Derweil gehen Gerüchte um, dass Ungarn mehrere Lager an der Grenze schliesse, um die Flüchtlinge ungehindert Richtung Westen ziehen zu lassen. Der N24-Reporter Steffen Schwarzkopf berichtet auf Twitter, dass «sämtliche Flüchtlingslager» geräumt werden. Auf Nachfrage eines Twitter-Users konkretisierte Schwarzkopf: Betroffen seien zwei Lager im ungarischen Röszke, sowie nicht-offizielle Flüchtlingscamps. Die Schliessung der Lager dürfte die Situation an den Grenzübergängen zusätzlich verschärfen. Insbesondere der Grenzort Nickelsdorf im südlichen Burgenland sei betroffen.

Provisorische Flüchtlingsunterkünfte in Nickelsdorf an der österreichischen Südgrenze.
Bild: EPA/APA

Angebliche Bilder des Flüchtlingscamps in Röszke, an der ungarischen Südgrenze, sollen ein leeres Gelände und verlassene Zelte zeigen.

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warnt in einer Erklärung vor einem humanitären Notstand in Ungarn. Den Flüchtlingen in Ungarn drohe ein «lebensgefährliches Chaos». Es sei dringend nötig, Ungarn bei der Erstaufnahme von Flüchtlingen zu unterstützen. Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen, die die deutsche Regierung am Wochenende beschlossen hatte, sei nicht die richtige Massnahme, um der Krise Herr zu werden. (wst)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 18:10
    Highlight Ich bin links. Ich bin für die EU. Aber nicht eine EU wie sie seit geraumer Zeit agiert. Statt dass man MITEINANDER Probleme löst, ein Fonds einrichtet und die für Flüchtlinge notwendige Infrastruktur einrichtet, wird national gewurstelt. Die Anrainerstaaten werden dank Dublin im Stich gelassen, die Durchgangsstaaten mauern und die Reichen zeigen mit dem Finger auf alle anderen. SO gehts nicht. Die EU wird anhand dieser Herausforderung zusammenwachsen, oder kapitulieren und auseinanderbrechen.

    Das Tragische daran: es ist keine wirklich riesige Herausforderung. Es gibt weit Schlimmeres.
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    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 20:02
      Highlight Es gab schon Schlimmeres in Europa. Abriss: 1914 - 1940er, also 30 Jahre.
      Erster Weltkrieg, verwüstetes Europa, eine kriegsversehrte Generation. Danach Hyperinflation in Deutschland, Zusammenbruch der Wirtschaft, Weltwirtschaftskrise. Spanischer Bürgerkrieg, zuvor schon Aufstieg antidemokratischer Kräfte überall in Europa. Bereits in den 20er errang ein Wahnsinniger die Macht im heutigen Russland und liess Millionen verhunger und deportieren - ohne Krieg. Danach der 12 jährige Wahnsinn der Achsenmächte. Zuguterletzt die Teilung Europas in West und Ost. Dann kalter Krieg. Das waren Probleme.
      7 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 20:08
      Highlight Leider reicht der Platz nicht aus um etwas ausführlicher zu werden. Natürlich war die Verwüstung Europas unter dem zornigen kleinen Mann aus Österreich der traurige Höhepunkt. Aber die Probleme kamen ja nicht erst mit den Nazis.

      Wie können wir uns nur ein Urteil über die Generation unserer Urgrossväter und Grossväter erlauben, wenn wir bereits bei einer nach wie vor überschaubaren Flüchtlingswelle aus Süd und Ost, so sehr ins Hadern kommen.
      Solche Wellen gab es in Europa schon immer. Und noch nie waren die Voraussetzungen für eine Lösung besser als heute.
      8 7 Melden
    • atomschlaf 14.09.2015 22:45
      Highlight Diese Flüchtlingswelle ist schon längst nicht mehr "überschaubar"! Schon mitgekriegt, was in Deutschland, Österreich, Ungarn, Italien und Griechenland abgeht?
      5 2 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 14.09.2015 14:07
    Highlight Gutes Interview in der Zeit heute mit Thilo Sarazzin. Der Mann hat völlig Recht. Man kann ihn wieder als herzlos kritisieren. Aber was will man machen? Es können nicht 80% der Weltbevölkerung in Europa versorgt werden: http://www.zeit.de/2015/37/thilo-sarrazin-interview-fluechtlinge-zuwanderung-integration-frontex
    24 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 19:12
      Highlight Thilo Sarazin lässt wiedermal seine rechtspopulistischen sozialdarwinistischen Sprüche los. Jeder der sich auch nur 10 Minuetn mit dem Thema befasst hat, weiss dass der Mann sich ein Loch zusammenlügt.

      Dieser Mann verkörpert das kleingeistige Kleinstaateneuropa. Das Verlierer-Europa.

      ------------------------------

      Man möchte fast meinen, dass die grossen Blöcke Russland, China und USA diese ganzen EU-Hasser über undurchsichtige Kanäle unterstützen. Aber das wäre eine Verschwörungstheorie.

      Genau denen nützt aber ein Verlierereuropa ohne grosse Ansprüche.
      8 15 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 14.09.2015 20:18
      Highlight In welchem Punkt lügt dann Sarazin? Er ist kein Politiker der gewählt werden muss und sein Buch hat sich längst verkauft. Wo lügt er dann? Er spricht aus, was in Deutschland nicht gesagt werden darf. Das man nicht allen helfen kann? Das vor allem junge gesunde Männer kommen? Das der globale Wettbewerb der Arbeitskräfte die Löhne senkt? Wo lügt der Mann?
      11 4 Melden
    • atomschlaf 14.09.2015 22:51
      Highlight Sarrazin liegt verdammt nah an der Wahrheit. Das ertragen links Indoktrinierte und PC-Besessene nun mal schlecht...
      6 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 23:08
      Highlight Und bedenkt bitte einfach, dass Sarrazin zeitlebens ein Linker war/ist. Auch wenn das viele heute nicht wahrhaben wollen. Unter dem Strich gehts ihm aber um die Sache. Und er hat mit vielem Recht.
      2 1 Melden
    • Zuagroasta 15.09.2015 00:40
      Highlight Stimmt Peter, Sarazin muss sich nicht mehr wählen lassen,
      er verdient ja sein Geld indem er Menschen wie dir Angst einjagt. Das ist auch eine Indoktrination weehrter Atomschlaf und zwar auf eine recht geschickte Art und Weise. (siehe dazu Bush Regierung nach 9/11)
      Sarazin denkt nur bis zur eigenen Nasenspitze.
      Ansätze, wie man die Probleme wirklich lösen könnte, absolute Fehlanzeige. Ausser Gewalt (Schiffe versenken) und Beispiele aus der Historie (Mauern) ist nichts Substantielles vorhanden.
      Das hat nichts mit Realität zu tun, sondern ist reine Schwarzmalerei.Aber da rollt ja der Rubel,oder?
      2 1 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 15.09.2015 08:51
      Highlight @Zuagroasta: Nur Plattitüden deinerseits! Wie sehen denn deine konstruktiven Lösungsansätze aus? Sarazin sagt, was nicht gesagt werden darf. Er ist ein Kenner der Geschichte und nicht nur ein Dummschwätzer! Wenn wir hier das Gefühl haben, nur schon den halben Flüchtlingslagern in Jordanien, Türkei oder Libyen helfen zu können, sind dies Millionen von Menschen. Vor allem ist es ja nicht nur getan, indem man den Menschen eine Toilette, Nahrung, ein Bett gibt, es braucht auch eine Integration in den Arbeitsmarkt! Viel Erfolg, eine Million Menschen kulturell zu schulen und zu integrieren!
      1 1 Melden
    • Zuagroasta 15.09.2015 10:58
      Highlight Peter, die Frage ist doch warum wollen plötzlich so viele Flüchtlinge aus den Camps, nachdem sie schon Jahre dort waren, nach Europa? Weil die Hilfen auf 1/3(!) gekürzt worden sind.
      Ergo, die haben nichts mehr zum "fressen".
      Da du ja so erpicht drauf bist, dass die Flüchtlinge da belieben wo sie herkommen, dann mach dein Portmonnaie auf und spende. Aber ordentlich.
      z. B. Im Libanon sind 1.2 Mio Flüchtlinge. Aber deren Staat bekommt nicht mal ein Müllproblem auf die Reihe.
      Wie soll der dann diesen Menschen helfen?
      Also Geld, Geld und nochmal Geld. Und zwar Milliarden!
      1 0 Melden
  • Haderlump 14.09.2015 13:54
    Highlight Den besten Beitrag zum Thema gibt es hier: http://www.blick.ch/news/politik/fam/frank-a-meyer-es-koennte-sein-id4141144.html?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=blick
    Und trotzdem gibt es Leute, die es noch immer nicht begriffen haben...
    14 12 Melden
  • Angelo C. 14.09.2015 12:50
    Highlight Die professionellen Enthusiasten samt ihrem blauäugigen Anhang sind erstaunlich ruhig geworden. Wäre die Sachlage für ganz Europa und dessen friedlichem Bestand nicht derart ernst, wäre man versucht zu lachen.
    Und Ungarns Orban hatte zumindest insofern recht, als er Martin Schulz öffentlich sagte, dass dieses europäische Problem von Deutschland und dem Übermut seiner Mutti (die sich überall durch Selfies mit Flüchtlingen werbewirksam ablichten liess) angefacht oder doch stark befördert wurde. Andererseits verlange man vom kleinen Ungarn unter unmöglichen Zuständen wahre Wunder an Effizienz.
    31 12 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 12:37
    Highlight 2)
    Die EU diktiert ihren Mitgliedern und in ihrem Einflussbereich ihre Politik. Wer nicht spurt wird isoliert. Mann nannte das auch Belagerung. Ein kriegerischerer Akt, der nicht im Einklang mit der ursprünglichen europäischen Idee steht.
    20 3 Melden
  • Sapere Aude 14.09.2015 12:36
    Highlight All jene die jetzt der EU Doppelmoral vorwerfen, wir sind halt nicht dabei, gelten auch andere Regeln für uns. Das Asylchaos herrscht in Griechenland und Ungarn nicht bei uns. Das momentan ein Chaos herrscht liegt nicht in erster Linie an der EU sondern wurde bewusst von den rechten osteuropäischen Regierungen verursacht, meist als Mittel zur billigen Stimmungsmache. Mag sein dass die EU momentan viele Probleme zu bewälltigen haben, aber kein System ist perfekt und erst Extremaituationen fordern oft zu einer Weiterentwicklung auf.
    17 40 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 12:35
    Highlight 1)
    Es ist entlarvend für die EU:
    - Wenn Ungarn einen Zaun an die EU-Aussengrenze baut, weil sie mit dem Flüchtlingsstrom überfordert sind, dann ist das traurig und entspricht nicht den "Europäischen Werten", wenn Ungarn dann die Flüchtlinge durchlässt und sie statt nach Ungarn. Durch UngarnNach Deutschland reisen, ist es selbstverständlich legitim, dass Deutschland seine Grenzen schliesst (Kontrollen einführt).

    - Die PFZ ist nicht verhandelbar, Schengen MUSS verhandelt werden, ansonsten ev. Rauswurf.

    - Kaum demokratische Legitimation dafür Machtkonzentration.
    26 7 Melden
  • saintjulians 14.09.2015 11:50
    Highlight ... dabei hiess es doch, es gäbe kein Asylchaos. Die Bilder widersprechen den Parolen der Politiker.
    45 7 Melden
  • Der Tom 14.09.2015 11:12
    Highlight Is es überhaupt realistisch zu glauben Ungarn könnte den Ansturm bewältigen? Vielleicht sollte man endlich mal über eine Invasion in Syrien nachdenken. Aber vielleicht sollte man sich mal beeilen.
    45 5 Melden
    • Angelo C. 14.09.2015 12:59
      Highlight Vor Allem scheint es überrissen, dem kleinen Ungarn in der Totale den schwarzen Peter zuspielen zu wollen.

      Einerseits verlangt die EU die Einhaltung von Dublin und Schengen, eine effiziente Grenzkontrolle und Registrierung der dazu unwilligen Flüchtlinge, die sich auf breiter Front diesen Anforderungen entziehen. Andererseits wird das durch einen solchen Ansturm völlig überforderte Land im Stich gelassen, dafür von Oesterreich und Deutschland heftig als verdünnten Nazistaat verschrien und Orban als Hitlers Schatten bezeichnet. Sie macht es sich wirklich verdammt einfach, die zerstrittene EU.
      22 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 11:08
    Highlight ist das der anfang vom ende der eu?
    da hat sich "die beste hausfrau deutschlands" wohl zu fest aus dem eigenen fenster gelehnt und merk(el)t erst jetzt was das in echt bedeutete.

    wieso man sich erst jetzt überlegt, ob man den griechen eventuell bei der flüchtlingsproblematik helfen könnte, indem man an der ersten grenze zum eu raum die flüchtenden überprüft und möglichst fair auf ganz europa/schengenraum verteilt ist doch ziehmlich typisch.
    jedes land dachte scheinbar wirklich, dass das nachbarland es schon richten wird.
    43 1 Melden
  • Str ant (Darkling) 14.09.2015 10:46
    Highlight Die EU-Kommission hat volles Verständnis für Deutschland das sie Quasi die Grenzen zu Östereich dicht machen das ist nicht anderes als typische EU-Doppelmoral stellt euch was passt wäre wenn Österreich die auf diese Art "die Grenze dicht gemacht" hätte die Antwort wäre anders ausgefallen

    Es zeigt nur auf neue das es endlich Zeit wird dem korrupten Haufen die Stirn zu bieten und das nur immer Ja und Amen zu sagen keine Option ist, wie es bestimmte Schweizer Parteien ständig tuen und diese Korruption laufend Schönreden !
    37 6 Melden
    • Lumpirr01 14.09.2015 12:24
      Highlight @Str ant (Darkling): Ja, sag mal, wo sind die links orientierten Vielschreiber heute mit ihren häufigen und ewig gleichen Schönreden geblieben, welche kritische Stimmen der Hetze bezichtigen? Ich glaube, denen ist heute der Bissen im Hals steckengeblieben! Ich erwarte eigentlich nun endlich auch von denen einige Beiträge, sonst wird dieses Thema hier zur Nullnummer...................
      27 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 10:44
    Highlight Dann schmeisst man einfach Ungarn wieder aus der EU, wenn es sich nicht an der EU Politik beteiligt und nur Subventionen kassieren will!
    25 18 Melden
    • poga 14.09.2015 12:16
      Highlight Italien Griechenland gleich mit? Oder nur Ungarn weil man sich dort noch mehr wehrt als in anderen Länder??
      14 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2015 13:17
      Highlight Theoretisch wäre dass die logische Konsequenz...
      5 3 Melden
  • Micha Moser 14.09.2015 10:32
    Highlight Ein einziges Debakel. Keine einzige Landesregierung weiss auch nur annähernd wie reagieren. Natürlich ist es eine unfassbar schwierige Aufgabe das darf man bei aller Solidarität auch nicht vergessen. Aber dieses dauernde hin und her. Diese ausreden von verschiedenen Ländern, diese angespannte Lage.. Ich weiss nicht.
    37 2 Melden
  • VernünftigeCH 14.09.2015 10:15
    Highlight Ein Hoch auf die tolle Flüchtlingspolitik der EU...
    40 8 Melden
    • Str ant (Darkling) 14.09.2015 10:48
      Highlight im gleichen Atemzug uns Schweizern mit Dublin rauswurf drohen. Ein Hoch auf die EU wie wahr
      38 6 Melden

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