Mann auf Trumps Mar-a-Lago-Anwesen erschossen – das wissen wir bisher
Was ist vorgefallen?
Mitten in der Nacht kam es zu Schüssen auf US-Präsident Donald Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida.
An einer Medienkonferenz schilderte Rick Bradshaw, Sheriff von Palm Beach County, den Ablauf so: Gegen 1.30 Uhr habe das Sicherheitspersonal festgestellt, dass eine Person in den inneren Bereich rund um Mar-a-Lago vorgedrungen sei. Anscheinend sei der Verdächtige durch das Nordtor von Mar-a-Lago gefahren, als ein anderes Fahrzeug gerade hinausfuhr.
Ein Deputy und zwei Secret-Service-Agenten hätten den Mann gestellt. Er habe einen Benzinkanister und eine Schrotflinte bei sich gehabt. Der Mann sei aufgefordert worden, beides fallen zu lassen, mit den Worten: «Drop the items!»
An armed man was shot & killed by U.S. Secret Service agents & @PBCountySheriff after unlawfully entering the secure perimeter at Mar-a-Lago early this morning. A press briefing with additional details will be held at 9:00 a.m with @FBI and Palm Beach County. pic.twitter.com/jAXhdb1xEL
— Anthony Guglielmi (@AJGuglielmi) February 22, 2026
Laut Bradshaw stellte er daraufhin den Kanister ab und hob «die Schrotflinte in eine Schussposition». In diesem Moment hätten der Deputy und die beiden Agenten geschossen. Der Mann sei noch vor Ort gestorben. Den Journalistinnen und Journalisten zeigte der Sheriff anschliessend ein Foto der Waffe und des Benzinkanisters.
Wer ist der Getötete?
Beim Eindringling soll es sich gemäss dem Sprecher des Secret Service, Anthony Guglielmi, um einen jungen Mann in seinen 20ern handeln. Er stamme er aus North Carolina und seine Familie habe ihn vor einigen Tagen als vermisst gemeldet. Laut US-Medien handelt es sich dabei um den 21-jährigen Austin Tucker Martin.
Gemäss der «New York Post» sei der 21-Jährige ein Künstler, der davon besessen war, Golfplätze zu zeichnen.
Was war sein Motiv?
Das Motiv des Eindringlings ist noch unklar. Laut Guglielmi gehen die Ermittler davon aus, dass er North Carolina verlassen hat und in Richtung Süden gefahren ist, wobei er sich unterwegs eine Schrotflinte besorgt hat. Die Verpackung der Waffe wurde in seinem Fahrzeug gefunden
Das FBI bat Anwohnende, Aufnahmen von Überwachungskameras zu überprüfen, ob verdächtige Personen darauf zu sehen seien. Falls dies der Fall sei, solle man die Behörden informieren.
Was sagt die US-Regierung?
US-Präsident Donald Trump war nicht vor Ort, da er sich zum Zeitpunkt der Tat in Washington befand. Auch seine Frau Melania weilte im Weissen Haus. Eine Reaktion des Präsidenten steht bisher aus.
Regierungssprecherin Karoline Leavitt äusserte sich jedoch auf X und lobte das Vorgehen des Secret Services. Dieser habe eine «verrückte, bewaffnete Person» neutralisiert. Leavitt nutzte die Gelegenheit zudem, um die Demokraten für ihren Shutdown zu kritisieren.
In the middle of the night while most Americans were asleep, the United States Secret Service acted quickly and decisively to neutralize a crazy person, armed with a gun and a gas canister, who intruded President Trump’s home. Federal law enforcement are working 24/7 to keep our… https://t.co/MYTsHqR4cx
— Karoline Leavitt (@PressSec) February 22, 2026
(vro/kma)
