International

Mine im nigerianischen Bundesstaat Zamfara (Archivbild). Bild: AFOLABI SOTUNDE/REUTERS

Massaker in Nigeria: Bei Überfall auf Goldmine sterben 30 Menschen

09.11.16, 06:15

Bewaffnete haben bei einem Überfall auf eine Goldmine in Nigeria 36 Menschen getötet. Nach Behördenangaben vom Dienstag eröffneten die Angreifer im nordnigerianischen Bundesstaat Zamfara das Feuer auf Goldhändler beim Eingang der Mine und auf Arbeiter in den Stollen.

Der Gouverneur des Staats sprach von einem «Akt des Terrorismus». Er kündigte eine Untersuchung an. Anwohner machten Banden von organisierten Viehdieben für die Tat verantwortlich, die in dem Bundesstaat immer wieder mit grosser Gewalt auf Beutezug gehen. Sie setzen Hütten in Brand und töten Dorfbewohner.

Die nigerianische Regierung hatte deshalb im Juli Armee-Einheiten nach Zamfara entsandt. Für die Überfälle macht sie Angehörige des Nomadenvolks der Fulani verantwortlich.

In der Mine arbeiteten viele Hirten und Kleinbauern, um ihr Einkommen aufzubessern. In Zamfara gibt es grosse Goldvorkommen. Sie werden in der Regel unter sehr einfachen Bedingungen abgebaut. (cma/sda/afp)

Hol dir die App!

User-Review:
Pulo112, 20.12.2016
Beste News App der Schweiz! Mit Abstand!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Zu viel Gewalt: 16 Städte in Brasilien sagen Karneval ab

Aus Angst vor einer Gewalteskalation haben 16 Städte im brasilianischen Bundesstaat Espírito Santo die Karnevalsfeiern abgesagt. Grund sei die Krise der öffentlichen Sicherheit, berichtete das Portal «O Globo».

Während eines Streits um Lohnerhöhungen war es in dem Bundesstaat zuletzt zu einem Streik der Polizei gekommen. Während des Ausstandes wurden über 130 Menschen ermordet, es kam zu Plünderungen, Schulen blieben geschlossen. Auch im Polizeiapparat in Rio de Janeiro gärt es, dorthin …

Artikel lesen