International

Assads Fassbomben töten über 70 Menschen in Aleppo und Daraa

18.09.15, 00:34 18.09.15, 06:17

Bei Luftangriffen des syrischen Regimes in Syrien sind nach Angaben von oppositionellen Aktivisten über 70 Menschen getötet worden. Wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte, bombardierten Kampfflugzeuge von Mittwoch bis Donnerstag mehrere von den Rebellen gehaltene Stadtteile Aleppos mit Fassbomben. Dabei starben 53 Menschen. Unter den Toten waren demnach 15 Kinder und Frauen.

Zerstörung in Aleppo nach dem Abwurf von Fassbomben aus der Luft.
Bild: STRINGER/REUTERS

Mehrere Zivilisten wurden zudem schwer verletzt, wie der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur DPA sagte. Die Angriffe erfolgten, nachdem Rebellen am Dienstag von der Regierung kontrollierte Viertel beschossen hatten. Dabei wurden 38 Menschen getötet, darunter auch Kinder, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete. Meldungen aus Syrien sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Berichte von Fassbomben-Angriffen aus Aleppo im Norden und Daraa im Süden Syriens.
Quelle googlemaps

Einen weiteren Angriff mit Fassbomben meldeten die Aktivisten zudem aus Daraa. Dabei soll es am Donnerstagabend 21 Tote gegeben haben. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte handelte es sich um Zivilisten, unter ihnen sollen auch zwei Kinder und vier Frauen gewesen sein. Die Fassbomben wurden den Angaben zufolge aus Helikoptern der Armee auf Wohnviertel von Busra al-Scham abgeworfen, die von Rebellen gehalten wird.

Filmaufnahmen der türkischen Nachrichtenagentur Anadoul dokumentieren die Suche nach Verschütteten in Aleppo.
YouTube/Fulton Post News

Die nordsyrische Millionenmetropole Aleppo zählt zu den am stärksten umkämpften Städten in Syrien. Die Kämpfe brachen dort 2012 aus, seitdem ist die Stadt zwischen dem Regime und den Rebellen aufgeteilt.

Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad setzen nach Erkenntnissen von Menschenrechtlern regelmässig Fassbomben gegen Aufständische ein. Dabei handelt es sich um Metallbehälter, die mit Sprengstoff und Metallteilen gefüllt sind. Sie sind international geächtet. (kad/sda/dpa/afp)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • TomTurbo 18.09.2015 07:37
    Highlight Sind das diesselben Quellen, die im 2003 die schrecklichen "Massenvernichtungswaffen" im IRAK lokalisiert haben?
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  • Sylvan Coron 18.09.2015 07:03
    Highlight und jetzt bitte alle wiederholen: "Kriegsopfer sind keine Wirtschaftsflüchtlinge"
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