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Die US-Verkehrssicherheitsbehörden verdächtigen VW, eine Unfallstatistik gefälscht zu haben. 
Bild: EPA/DPA / EPA FILE

US-Behörden ermitteln: Hat VW auch technische Mängel und Sicherheitsprobleme bei seinen Autos einfach vertuscht?

03.11.15, 14:39 03.11.15, 19:05

Für den Volkswagen-Konzern könnte es in den USA noch dicker kommen. Neben der Umweltbehörde, die im Abgas-Skandal ermittelt, hat nun auch noch die Verkehrsaufsicht den Autohersteller ins Visier genommen. Geprüft wird, ob VW Unfalldaten vorschriftsgemäss übermittelt hat. Dabei geht es um Fehler bei Pflichtmeldungen zu Unfällen mit Verletzungen und Todesfällen an die US-Verkehrsaufsicht NHTSA.

VW teilte am Dienstag mit, eine externe Prüfung eingeleitet zu haben, um sicherzustellen, dass die Daten korrekt an die Aufsicht übermittelt werden. Die Prüfung sei allerdings nicht aus eigener Initiative entstanden, erklärte ein NHTSA-Sprecher auf Nachfrage. Die Behörde habe die unabhängige Untersuchung bei Volkswagen eingefordert. Man begrüsse aber das Engagement des Unternehmens, die Sache nun aufzuklären.

Auffällige Statistik

Die Regulierer waren aufmerksam geworden, weil VW in der Unfallstatistik verglichen mit anderen Herstellern ungewöhnlich selten auftauchte. Der Finanzdienst Bloomberg hatte nach eigenen Recherchen in der NHTSA-Datenbank bereits im Oktober über verdächtige Unregelmässigkeiten berichtet.

Nun legte Bloomberg nach: Anhand von Gerichtsdokumenten sei zu belegen, dass VW in Klagen zu Unfällen mit mindestens drei Verletzten und einem Todesfall verwickelt gewesen sei, die der Verkehrsaufsicht nicht gemeldet worden seien. Sie könne einzelne Fälle nicht kommentieren, sagte eine VW-Sprecherin auf Nachfrage.

VW ist nicht der erste Autokonzern, den sich die NHTSA wegen solcher Regelverstösse vorknöpft. Gegen Fiat Chrysler wird ebenfalls ermittelt. Honda brummte die Behörde im Januar eine Strafe von 70 Millionen Dollar wegen mehr als 1700 nicht vorschriftsgemäss gemeldeten Unfällen auf. Für VW kommen die Ermittlungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Wegen manipulierten Abgaswerten drohen in den USA ohnehin schon hohe Strafen und teure Rechtsstreitigkeiten.

(sda/dpa)

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  • Zeit_Genosse 03.11.2015 15:08
    Highlight Was geht hier ab? Da wird einer der besten und grössten Autobauer der Welt von den Amis mit ihrem abstrusen Rechtssystem, das von solchen (inszenierten) Skandalen lebt, brutal angegangen. Ich werfe mal den Begriff "Wirtschaftsterrorismus" ein. Der Protektionismus der US-Industrie wird weltweit durchgesetzt, weil die Amis ja die ganze Welt als ihr Aktionsfeld definiert haben. Zeit mal die Amiprodukte unter die Lupe zu nehmen. VW hat einen dummen Fehler gemacht, den es zu korrigieren gilt. Dann ist aber gut. Die Autos sind deswegen nicht schlecht.
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    • Sir Jonathan Ive 03.11.2015 15:29
      Highlight Ich denke diese Affäre einen kleinen Fehler zu nennen schon etwas fragwürdig. Es waren viele Fahrzeuge betroffen. Die Zahlen die veröffentlicht wurden sind erschreckend.
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    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 03.11.2015 15:30
      Highlight Oh ja! Ein Anti-USA Troll!

      Nein im Ernst, VW hat Mist gebaut und dass man jetzt mal ein bisschen genauer hinschaut mit ein bisschen Verstand schon nachvollziehbar.

      Ami Produkte werden seit langen genau untersucht, vor allem die Lebensmittel der Amis haben es richtig schwer in Europa.
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    • blueberry muffin 03.11.2015 17:59
      Highlight Das gabs schonmal vor Jahren bei Toyota. So macht man die eigenen Schrottkarren wieder beliebter. Bei der uralt Technik der US Autos kann man auch weniger technische Fehler finden. ;)
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    • trio 03.11.2015 18:22
      Highlight Das ist überall so! Wer einen Fehler entdeckt, sucht weiter. Kenne das mit Kunden. Zuerst sehen Sie einen kleinen Fehler, dann suchen Sie weiter und finden Sie auch (weil niemand perfekt ist)
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    • Zeit_Genosse 03.11.2015 22:59
      Highlight @SJI
      Nicht kleiner, sondern dummer Fehler war meine Aussage. Die Autos sind alle in guter Qualität. Die falsche Emissionsdeklaration über Softwaremanipulation hat die Fahrzeuge nicht schlechter (sondern zu gut) gemacht. Der Milliardenschaden nützt jetzt niemandem und die Reperation setzt mehr CO2 frei. Das Verhältnis kippt, wenn man das überskandalisiert. Strafe muss sein, dann aber soll gut sein. Es ist niemand an Leib und Leben bedroht worden. Da sind ja die Banken fast gut mit ihren Manipulationen weggekommen, die ein riesen Schaden angerichtet haben.
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  • TanookiStormtrooper 03.11.2015 15:04
    Highlight Die einfache Formel aus Fight Club:
    Man nehme die Menge der zugelassenen Fahrzeuge A, die anzunehmende Defektrate B und die durchschnittlichen Kosten einer außergerichtlichen Einigung C.

    A mal B mal C ergibt X.

    Ist X kleiner als die Kosten einer Rückrufaktion - wird keine durchgeführt.
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