Schweiz
Blaulicht

Jugendgewalt rückläufig: Teenager in der Schweiz sind braver geworden (ja, auch die «Balkan-Machos»)

Jugendgewalt rückläufig: Teenager in der Schweiz sind braver geworden (ja, auch die «Balkan-Machos»)

07.12.2015, 10:0707.12.2015, 11:08

Die Jugendgewalt in der Schweiz nimmt weiter ab. Wie aus einer Publikation des Bundesamts für Statistik zu entnehmen ist, ist die Zahl der jugendlichen Beschuldigten (10- bis 17-Jährige) von Gewaltstraftaten im fünften Jahr in Folge rückläufig. Im Jahr 2014 wurden 2466 Beschuldigte registriert, gegenüber 2009 entspricht dies einer Abnahme von 44 Prozent.

Bild
bild: screenshot/bfs
Blaulicht

Die häufigsten Gewaltstraftaten

Bild
bild: screenshot/bfs

Geschlecht entscheidend

Männliche Jugendliche sind wenig überraschend prominenter in der Statistik vertreten als weibliche. Sie machen über 80 Prozent der polizeilich registrierten Beschuldigten aus. Aber auch bei ihnen nimmt die Zahl der Gewaltstraftäter ab. So hat sich 2014 die Zahl der männlichen Beschuldigten gegenüber 2009 halbiert. Bei den weiblichen Jugendlichen nahm diese Zahl im gleichen Zeitraum um einen Viertel ab.

Ausländer und Schweizer nähern sich an

In der Statistik werden Schweizer Jugendliche und Jugendliche der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung unterschieden. Beide Gruppen verzeichnen einen Rückgang in der Untersuchungszeit.  (- 40 Prozent bei Schweizern, - 45 Prozent bei der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung). Besonders markant sei der Rückgang bei Minderjährigen aus Ex-Jugoslawien und der Türkei, schreiben die Verfasser des Berichts. 

Bild
bild: screenshot/bfs

Rückgang der Altersklasse nicht entscheidend

Die erfreuliche Abnahme der Zahl jugendlicher Gewaltstraftäter könne nicht mit der parallelen Abnahme der Einwohnerzahl in der entsprechenden Altersgruppe erklärt werden, schreibt das Bundesamt für Statistik in der Publikation. (wst)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
10 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Duweisches
07.12.2015 10:40registriert Juni 2015
Sehe ich das richtig das es hier um die Beschuldigungen geht, nicht um die nachgewiesenen Straftaten?
00
Melden
Zum Kommentar
10
Gegenwind für Trump – deshalb ist Alain Berset mit Mark Carney einig
Alain Berset spricht in seiner neuen Rolle als Generalsekretär des Europarats über Krieg in Europa, Fake News und den Umgang mit der Trump'schen Aussenpolitik.
Das Büro von Alain Berset im Gebäude des Europarats in Strassburg ist nüchtern gehalten. In einer Ecke hat der Generalsekretär seinen Schreibtisch, daneben steht ein Konferenztisch und ein Sofa. Interessant ist die vierte Ecke: In einem Glaskasten ist die Europäische Menschenrechtskonvention ausgestellt. Berset hat zwar noch keine Zeit gehabt, neue Bilder aufzuhängen, wie er sagt. Er sei zu viel unterwegs. Doch den Vertrag von 1950 hat er in seine unmittelbare Nähe geholt. Auf ihm basiert das Engagement des Europarats – und jenes des Generalsekretärs.
Zur Story