Sport

Franz Beckenbauer hat sich bei der WM-Vergabe wohl nicht ganz rechtens verhalten. Bild: MARKUS SCHREIBER/AP/KEYSTONE

Beckenbauer bleibt Ehren-Kapitän: Der «Kaiser» wird vorerst nicht angetastet

Publiziert: 12.11.16, 12:36 Aktualisiert: 12.11.16, 14:51

Aus dem Skandal um die Vergabe der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland droht der umstrittenen Lichtgestalt Franz Beckenbauer im eigenen Land bis auf weiteres kein Ungemach.

Der neue DFB-Präsident Reinhard Grindel ist trotz der erwiesenen massiven Verwicklung Beckenbauers derzeit gegen eine Aberkennung der Würde als Ehrencaptain. Beckenbauer sei wegen seiner grossen sportlichen Verdienste Ehrencaptain geworden, diese Verdienste würden immer bestehen bleiben, sagte Grindel.

Beckenbauer und Blatter: Zwei Legenden sind unter Beschuss geraten. Bild: KAI PFAFFENBACH/REUTERS

In einem Interview in der Süddeutschen Zeitung ergänzte Grindel, dass Beckenbauer eine menschlich und gesundheitlich schwierige Zeit durchlebe. Sollten die Untersuchungen der Justizbehörden rund um die Vergabe der WM und das damalige Organisationskomitee allerdings zu weiteren Erkenntnissen führen, schliesst der Präsident eine Aberkennung, die bisher einmalig wäre, nicht aus. «Es ist jetzt nicht die Stunde, über solche Fragen nachzudenken, es sind die strafrechtlichen Ermittlungen in Deutschland und in der Schweiz abzuwarten», sagte Grindel.

Im September war publik geworden, dass Beckenbauer als OK-Chef vor dem «Sommermärchen» auch über ein DFB-Konto 5,5 Millionen Euro aus einer Vereinbarung mit dem WM-Sponsor Oddset erhalten hatte. Weitere Untersuchungen des DFB hält Grindel nach dem Freshfields-Report, der die dubiosen Zahlungsflüsse von 6,7 Millionen Euro des WM-OK Richtung Katar aufdeckte, allerdings nicht für angebracht – auch aus finanziellen Gründen. (pre/sda/dpa)

Deutschlands Elfmeterschiessen bei grossen Turnieren

Hol dir die catson-App!

Die flauschigste App der Welt! 10 von 10 Katzen empfehlen sie ihren Menschen weiter.
0 Kommentare anzeigen
0
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Einreise nach Gabun: Der Stempel sitzt perfekt, aber mein Hotel gibt es (wohl) nicht

Das Schöne an Reisen in wenig touristische Länder Afrikas ist, dass man irgendwie immer das Gefühl hat, es klappt nicht. Bis es dann doch plötzlich funktioniert. Zumindest fast.

«Ist das eine Stadt oder ein Land?», fragt mich die nette Dame am Telefon, als ich vor der Abreise bei einer grossen Schweizer Bank Geld für Gabun wechseln will. Als die Länderfrage geklärt ist, liest sie die Währungsbestimmungen vor: «Man darf die Landeswährung weder ein- noch ausführen.» Ich erhalte kein Geld.

Ein wenig stutzig versuche ich es bei einer anderen Grossbank. Die Dame ist genauso nett, weiss erst genauso wenig, was sie mit «Gabun» anfangen soll. Aber dann sagt sie: «Kein …

Artikel lesen