Sport
FIFA

Beckenbauer bleibt Ehren-Kapitän: Der «Kaiser» wird vorerst nicht angetastet

FILE - In this June 29, 2006 file photo Franz Beckenbauer, then President of the German Organization Committee of the soccer World Cup briefs the media during a news conference at the Olympic Stadium  ...
Franz Beckenbauer hat sich bei der WM-Vergabe wohl nicht ganz rechtens verhalten.Bild: MARKUS SCHREIBER/AP/KEYSTONE

Beckenbauer bleibt Ehren-Kapitän: Der «Kaiser» wird vorerst nicht angetastet

12.11.2016, 12:3612.11.2016, 14:51

Aus dem Skandal um die Vergabe der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 an Deutschland droht der umstrittenen Lichtgestalt Franz Beckenbauer im eigenen Land bis auf weiteres kein Ungemach.

Der neue DFB-Präsident Reinhard Grindel ist trotz der erwiesenen massiven Verwicklung Beckenbauers derzeit gegen eine Aberkennung der Würde als Ehrencaptain. Beckenbauer sei wegen seiner grossen sportlichen Verdienste Ehrencaptain geworden, diese Verdienste würden immer bestehen bleiben, sagte Grindel.

File photo of FIFA President Sepp Blatter (L) handing over a copy of the World Cup to Franz Beckenbauer (R) President of the German 2006 World Cup bid committee, after the announcement that Germany is ...
Beckenbauer und Blatter: Zwei Legenden sind unter Beschuss geraten.Bild: KAI PFAFFENBACH/REUTERS

In einem Interview in der Süddeutschen Zeitung ergänzte Grindel, dass Beckenbauer eine menschlich und gesundheitlich schwierige Zeit durchlebe. Sollten die Untersuchungen der Justizbehörden rund um die Vergabe der WM und das damalige Organisationskomitee allerdings zu weiteren Erkenntnissen führen, schliesst der Präsident eine Aberkennung, die bisher einmalig wäre, nicht aus. «Es ist jetzt nicht die Stunde, über solche Fragen nachzudenken, es sind die strafrechtlichen Ermittlungen in Deutschland und in der Schweiz abzuwarten», sagte Grindel.

Im September war publik geworden, dass Beckenbauer als OK-Chef vor dem «Sommermärchen» auch über ein DFB-Konto 5,5 Millionen Euro aus einer Vereinbarung mit dem WM-Sponsor Oddset erhalten hatte. Weitere Untersuchungen des DFB hält Grindel nach dem Freshfields-Report, der die dubiosen Zahlungsflüsse von 6,7 Millionen Euro des WM-OK Richtung Katar aufdeckte, allerdings nicht für angebracht – auch aus finanziellen Gründen. (pre/sda/dpa)

Deutschlands Elfmeterschiessen bei grossen Turnieren

1 / 9
Deutschlands Elfmeterschiessen bei grossen Turnieren
EM-Viertelfinal 2016 gegen Italien: Deutschland gewinnt 6:5. Thomas Müller, Mesut Özil und Bastian Schweinsteiger verschiessen, bei Italien scheitern Simone Zaza, Graziano Pellè, Leonardo Bonucci und Matteo Darmain. Manuel Neuer hält zweimal.
quelle: epa/mti / tibor illyes
Auf Facebook teilenAuf X teilen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Bellingham schiesst Norwegen aus der WM – geht es für England im Halbfinal gegen die Nati?
Das WM-Märchen von Norwegen ist im Viertelfinal geplatzt. England setzt sich in einer umkämpften Hitzeschlacht in Miami nach Verlängerung mit 2:1 durch und zieht in den Halbfinal ein. Matchwinner für die «Three Lions» von Trainer Thomas Tuchel war Jude Bellingham, der sein Team mit zwei Toren nach Rückstand vor dem Aus rettete.
Die Partie im Hard Rock Stadium bei drückenden 31 Grad begann zäh. Norwegen verteidigte mit der vom Turnierverlauf bekannten Kompaktheit und liess Englands Offensive lange verzweifeln. In der 36. Minute ging die Taktik von Trainer Staale Solbakken perfekt auf: Patrick Berg luchste Harry Kane im Mittelfeld den Ball ab. Über Captain Martin Ödegaard landete der Ball bei Andreas Schjelderup. Der Stürmer von Benfica Lissabon schlenzte den Ball via Innenpfosten zur 1:0-Führung für den Aussenseiter ins Netz.
Zur Story