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Keine Lust – kein Tennis! Nick Kyrgios wird nach seinem demotivierten Auftritt gesperrt. Bild: KIYOSHI OTA/EPA/KEYSTONE

Zwei Monate Denkpause! Tennis-Rüpel Kyrgios für lustlosen Auftritt gesperrt

17.10.16, 11:22 17.10.16, 13:50

Der Australier Nick Kyrgios hatte beim Masters-1000-Turnier vergangene Woche in Schanghai aufreizend lustlos gespielt und in der 2. Runde gegen Mischa Zverev, die Nummer 110 der Welt, nur vier Games gewonnen.

So sah das auf dem Feld aus. Video: streamable

Die ATP schaut da nicht einfach zu: Das Enfant terrible wird von für acht Wochen gesperrt und mit 25'000 Dollar gebüsst. Die Nummer 14 der Welt fehlt damit an den Swiss Indoors in Basel vom 24. bis 30. Oktober.

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Die Sperre gegen den 21-Jährigen läuft am 15. Januar ab, einen Tag vor dem Start zum Australian Open. Er hat allerdings die Chance, seine Sperre auf drei Wochen (bis am 7. November) zu reduzieren, wenn er «sich in eine sportpsychologische Behandlung, die von der ATP gutgeheissen wird» begibt.

«Ich werde die Pause nützen, um mich auf und neben dem Platz zu verbessern.»

Nick Kyrgios

«Inakzeptabel und respektslos»

«Ich respektiere und verstehe den Entscheid der ATP», liess Kyrgios ausrichten. «Ich werde die Pause nützen, um mich auf und neben dem Platz zu verbessern.» Der australische Tennisverband teilte mit, dass Kyrgios sich bereit erklärt habe, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen und damit die Reduktion der Sperre zu erwirken. So oder so wird Kyrgios in diesem Jahr aber nicht mehr auf der ATP Tour spielen, da das letzte Turnier in Paris-Bercy in der ersten Novemberwoche beginnt.

«Das Verhalten von Nick in Schanghai ist inakzeptabel und respektlos gegenüber dem Sport und seinen Anhängern», betonte Chris Kermode, CEO der ATP. «Nick ist ein phänomenales Talent. Wir wünschen uns, dass er dieses konstruktiv nützt und in einer besseren Gemütsverfassung zurückkommt.»

Kyrgios sorgt immer wieder für kuriose Szenen auf dem Tennis-Court. Bild: X02835

Kyrgios ist ein Wiederholungstäter, der schon wiederholt negativ aufgefallen ist. Unter anderem beleidigte er im letzten Jahr beim Turnier in Montreal öffentlich Stan Wawrinka und dessen Freundin Donna Vekic. An guten Tagen ist er allerdings einer der spektakulärsten Spieler auf der ATP Tour; deshalb ist sein Fehlen in Basel ein herber Verlust. (jwe/sda)

Entschuldigung, wie sehen Sie denn aus? Schrille, kuriose und schlicht hässliche Trikots

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6Alle Kommentare anzeigen
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  • marsel 17.10.2016 13:17
    Highlight Habe etwas mühe mit der Zeitrechnung...
    Seine Sperre läuft am 15. Januar 2017 ab. Das ist gestern in 13 Wochen. Wie kommt man auf 8 Wochen Sperre?
    1 1 Melden
    • lilie 17.10.2016 14:42
      Highlight @marsel: Stimmt. Vielleicht wird noch Winterpause und ATP-Finale abgezogen?
      1 0 Melden
  • lilie 17.10.2016 13:14
    Highlight Finde ihn einen tollen Tennisspieler, aber ein unmöglicher Typ.

    Die Strafe erscheint mir hart, aber gerecht: Er hat die Möglichkeit, sie zu mildern, indem er seine Launen in den Griff bekommt.

    Roger Federer hat das doch auch geschafft.
    5 0 Melden
  • Mikenjinoda 17.10.2016 11:47
    Highlight Geschieht ihm recht! solches Verhalten gehört sich im Sport einfach nicht.
    6 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.10.2016 12:58
      Highlight Er hat mit dem Verhalten ja eh nur sich selbst geschadet.

      Wäre das richtige Verhalten, den Match vor Beginn aufzugeben oder eine Verletzung zu simulieren, so wie es andere tun, wenn sie keine Lust haben?

      Davon haben die Fans im Stadion dann wahrlich nichts...
      5 4 Melden
  • tschoo 17.10.2016 11:33
    Highlight Finde ich gut, obwohl ich darauf gehofft hatte, ihn am Swiss Indoors Final mal live zu erleben :D
    6 0 Melden

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