Digital
Android

Schluss mit «Flappy Bird» – Der Entwickler zieht den Stecker

Bild
Screenshot: «Flappy Bird»
Smartphone-Kultspiel

Schluss mit «Flappy Bird» – Der Entwickler zieht den Stecker

Via Twitter lässt der vietnamesische Game-Programmierer Dong Nguyen verlauten, er nehme «Flappy Bird» aus dem Verkehr. Kapitulation oder geschicktes Marketing?
08.02.2014, 22:1823.06.2014, 13:40

Alles nur ein PR-Coup?

Die über das Twitter-Profil von Dong Nguyen verbreiteten Meldungen sorgten am Samstag für beträchtlichen Wirbel. Schnell wurden auch Vermutungen laut, dass es sich lediglich um eine Werbeaktion handle, um die Downloads weiter anzukurbeln. Medienanfragen blieben zunächst unbeanwortet, wie der US-Techblog Re-Code festhielt.

50'000 Dollar pro Tag

Laut früheren US-Medienberichten hat der vietnamesische Software-Entwickler mit «Flappy Bird» 50'00 US-Dollar verdient – pro Tag. Dies durch das Einblenden von Werbung.

Das Smartphone-Game ist für das iPhone (iOS) und Android erhältlich. Es besticht nicht durch grafische Qualitäten, sondern vielmehr durch das einfache und süchtig machende Spielprinzip.

«Flappy Bird» wurde bereits Mitte 2013 veröffentlicht. Doch ist die App erst in den letzten Wochen weltweit populär geworden und nimmt auch im Schweizer App Store die Spitzenposition bei den Gratis-Titeln ein.

Dong Nguyen hat es offenbar nicht nur Glück gebracht...

Update 9. Februar, 19.30 Uhr: Im App Store von Apple wird «Flappy Bird» nicht mehr aufgeführt, dies berichtet auch der Techblog Gizmodo. Wer etwa auf dem iPhone sucht, wird nicht mehr fündig. Auch die Suche im Google Play Store (Android) ergibt keinen Treffer mehr. Dafür finden sich viele Klone, die vom populären Titel profitieren wollen. Hingegen funktioniert das Game weiterhin, wenn es bereits installiert war.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Warum der «beispiellose Cyber-Zwischenfall» für OpenAI zum idealen Zeitpunkt kommt
Es sollte ein harmloser Test sein. Doch dann verselbstständigten sich die neuesten KI-Modelle von OpenAI und drangen in die IT-Systeme einer anderen KI-Firma ein. Letztlich könnte OpenAI dennoch profitieren.
Es klingt wie ein Hollywood-Drehbuch: Einige der fortschrittlichsten Modelle des ChatGPT-Entwicklers OpenAI brechen während eines Testlaufs aus ihrer abgeschotteten Testumgebung aus und dringen autonom in die Computersysteme der KI-Plattform Hugging Face ein. Die KI-Modelle hätten sich dabei wie ein gewiefter Hacker verhalten. Das hat OpenAI nun in einem Blogeintrag selbst publik gemacht und schreibt von einem «beispiellosen Cybervorfall, bei dem modernste Cyberfähigkeiten zum Einsatz kamen».

OpenAI nutzt den angeblich «beispiellosen Cybervorfall» also gleich für Werbung in eigener Sache: Schaut her, unsere neuen KI-Modelle können genauso gut Schwachstellen in Software finden wie Anthropics Claude Mythos. Rivale Anthropic hat OpenAI zuletzt den Rang abgelaufen und mit Mythos die Schlagzeilen dominiert. Wohl deshalb betont OpenAI nun auch, dass nebst dem aktuellen Modell GPT‑5.6 Sol ein «noch leistungsfähigeres unveröffentlichtes Modell» am Cyberangriff beteiligt war.
Zur Story