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Es ist zum Verzweifeln für Annika Schleu – «Saint Boy» kracht in ein weiteres Hindernis.
Es ist zum Verzweifeln für Annika Schleu – «Saint Boy» kracht in ein weiteres Hindernis.
Bild: keystone

Nach Drama um Schläge auf Pferd – Deutsche Trainerin von Olympia ausgeschlossen

06.08.2021, 14:3807.08.2021, 09:36
Update vom Samstagmorgen:
Die deutsche Bundestrainerin Kim Raisner ist von den Olympischen Spielen ausgeschlossen worden. Wie der Weltverband mitteilte, soll Raisner das Tier dann selber mit der Faust geschlagen haben. So wird der Olympia-Ausschluss begründet. (ram)

Im Modernen Fünfkampf von Tokio bei den Damen scheint die Sache nach zwei Disziplinen schon fast entschieden. Im Schwimmen und im Fechten zeigt die Deutsche Annika Schleu eine ganz starke Leistung, womit sie mit 24 Punkten Vorsprung auf die Zweitklassierte auf Goldkurs liegt. «Das hatte ich in meinem Leben noch nie. Heute hat irgendwie alles gepasst», freut sich Schleu nach zwei Disziplinen noch gegenüber «ARD».

Da war die Welt noch in Ordnung – Annika Schleu freut sich über einen gelungenen Fechtwettkampf.
Da war die Welt noch in Ordnung – Annika Schleu freut sich über einen gelungenen Fechtwettkampf.
Bild: keystone

Als dritte Disziplin steht am Freitag dann aber das Springreiten an. Und dieses beinhaltet im Modernen Fünfkampf eine besondere Herausforderung – die Athletinnen treten nicht mit ihren eigenen Pferden an, sondern bekommen jeweils eines zugelost. Für die Tiere ist dabei jeweils der Veranstalter zuständig.

Das Los sorgt dafür, dass die führende Schleu den Wettbewerb auf dem Pferd «Saint Boy» absolvieren muss. Ausgerechnet das Pferd also, das in der ersten Gruppe gebockt und den Ritt verweigert hat.

Und so nimmt das Unglück für die Deutsche seinen Lauf. Schon vor dem Start macht «Saint Boy» klar, wie gering seine Lust auf den Wettkampf ist. Nur mit Mühe schaffte es Schleu, das Pferd auf den Parcours zu locken. Immer wieder bockt dieses, ehe es Schleu unter Tränen schliesslich doch noch schafft, «Saint Boy» an den Start zu bringen.

Doch im Wettkampf wird die Sache nicht besser – im Gegenteil. Nach ansprechendem Start beginnt das Pferd, die Hindernisse abzuräumen und schliesslich den Parcours zu verlassen. Dabei verliert auch die Deutsche Betreuerin Kim Raisner die Nerven. «Hau mal richtig drauf! Hau drauf!», ruft die Bundestrainerin, wie in der TV-Übertragung zu hören ist, und Schleu versucht ein paar Mal, das Pferd wieder auf Kurs zu bringen – aber ohne Erfolg. So dauert es nicht lange bis zur Zeitüberschreitung – nach 100 Strafpunkten muss Schleu die Übung unter Weinkrämpfen schliesslich abbrechen.

Für die Deutsche gibt es im Reitwettbewerb einen Nuller, womit sie vom ersten auf den 31. Rang der Gesamtwertung zurückfällt. Auch im abschliessenden Laser Run kann sich Schleu dann nicht mehr verbessern. So geht die Deutsche leer aus, während die Britin Kate French am Ende Gold erbt. (dab)

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