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epa07524769 (FILE) - A close-up image showing the Facebook app on an iPhone in Kaarst, Germany, 08 November 2017 (reissued 24 April 2019). Facebook is to release their 1st quarter 2019 results on 24 April 2019.  EPA/SASCHA STEINBACH

Bild: EPA/EPA

Facebook muss in Italien eine Million Euro Strafe zahlen



Facebook muss in Italien wegen der Missachtung von Persönlichkeitsrechten seiner Nutzer eine Strafe von einer Million Euro zahlen. Dies teilte die Datenschutzbehörde am Freitag in Rom mit.

Durch eine Verkettung von Facebook-Logins mit psychologischen Tests zur Erstellung von Persönlichkeitsprofilen flossen nach den Feststellungen der Behörde die Daten von 214'077 italienischen Nutzern des Netzwerks ab, ohne dass diese sich damit einverstanden erklärt hätten.

Der jetzige Entscheid in Italien ist nur ein Teilaspekt des Skandals um die britische Firma Cambridge Analytica. Durch die Datenanalysefirma wurden millionenfach Daten von Facebook-Nutzern abgefischt. Sie wurden unter anderem für den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump und für die Brexit-Werbekampagne vor der britischen Volksabstimmung zum EU-Austritt Grossbritanniens genutzt.

Die italienische Datenschutzbehörde gab die Zahl der betroffenen Facebook-Nutzer mit insgesamt 87 Millionen an. Facebook erklärte, das Unternehmen fühle sich dem Schutz der Privatsphäre «stark verpflichtet». Inzwischen seien hohe Investitionen in die Technologie geflossen und allein im vergangenen Jahr rund 20'000 Mitarbeiter eingestellt worden, um die Sicherheitsstandards zu erhöhen.

Im Dezember hatte bereits die italienische Behörde für Wettbewerbsschutz eine Strafe von zehn Millionen Euro gegen Facebook verhängt. (viw/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lörrlee 01.07.2019 09:41
    Highlight Highlight 1. 1 Million Euro ist nichts für Zuckerberg oder Facebook.

    2. Inwiefern bringt es etwas, wenn Facebook einem Staat Schadenersatz zahlt, statt einem Bürger? Der Staat erhält dadurch nur ein Interesse, solche Unternehmen weiterlaufen zu lassen, da es eine zusätzliche Einnahmequelle ist.

    3. Knapp 200'000 italienische Bürger sind genannt. 1 Million Euro Schadenersatz. Das heisst die Daten und Rechte der Nutzer sind gerade mal 5 Euro wert. Ja, das Gericht hat Persönlichkeitsrechte wirklich als SEHR wichtig und SCHÜTZENSWERT angesehen...
  • Gipfeligeist 29.06.2019 15:09
    Highlight Highlight 1 Million Euro aka. ein Wochenendausflug von Zuckerberg...
  • Apokalyptus 29.06.2019 13:15
    Highlight Highlight Lächerlich, erst nur 1 Mio Euro und dann das Geheuchel von FB das denen der Datenschutz so am Herzen liegen würde. Das Schlimme ist einfach, das jegliche breit genutzte Kommunikation über Google, Facebook und co. läuft und sich die User aus Bequemlichkeit nicht für faire Alternativen entscheiden. Ein breit gestützter Boykott der Dienste würde die Datensammlung schnell beenden.
    • fireboltfrog 29.06.2019 13:51
      Highlight Highlight Also na gut mit WhatsApp muss man eigentlich mit einer starke Verbesserung gegenüber SMS reden. Klar sind da noch die Metadaten, dass jeder weiss wer was online ist, aber da macht man besser strengere Forderungen an Konzerne, was user selbst einstellen dürfen, statt das versuchen zu boykottieren.
    • Apokalyptus 29.06.2019 17:58
      Highlight Highlight Erstens mal sind die Daten, die WhatsApp a la FB schon hat, schon eingesammelt, auch wenn wir mehr Kontrolle fordern. Und zweitens hat der Konzern nach wie vor in der Hand, ob er uns die Kontrolle geben will oder nicht. Und Forderungen gibt es ja bereits, wirklich passiert ist nichts ausser ein gravierender Vertrauensverlust.
    • Ueli der Knecht 29.06.2019 21:07
      Highlight Highlight "Das Schlimme ist einfach, das jegliche breit genutzte Kommunikation über Google, Facebook und co. läuft und sich die User aus Bequemlichkeit nicht für faire Alternativen entscheiden."

      Es gibt keine "faire Alternativen", denn das Problem liegt weder bei Facebook, noch bei Google oder anderen Datenkraken, sondern schlicht und einfach im Internet an sich. Da liegt der Hund begraben.

      Die Möglichkeiten zur Massenüberwachung sind im Internet systemimmanent. Man kann das nicht flicken oder wegpatchen, denn es sind Design- und Konzeptfehler. Pflästerli bringen nichts. Ein neues Internet muss her.
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