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Lena Headey packt aus: So verlief ihre Karriere vor «Game of Thrones»

16.08.2021, 19:12
Jennifer Ullrich / watson.de

Lena Headey wurde durch ihre Rolle der Cersei Lannister in «Game of Thrones» zum Weltstar, als Schauspielerin arbeitet sie allerdings schon seit den frühen 90er-Jahren. Im Dezember können die deutschen Fans sie im Actionfilm «Gunpowder Milkshake» sehen, für den sie in die Rolle einer Profikillerin schlüpfte – lange schien das Genre männlichen Stars vorbehalten zu sein, mittlerweile stossen immer mehr Frauen vor.

In der aktuellen September-Ausgabe des «Playboy» spricht Lena über das Thema Gleichberechtigung in der Filmbranche, wobei sie kein Blatt vor den Mund nimmt und auch auf ihre eigene Karriere zurückblickt.

Bild: AP/HBO

Lena Headey über die Zeit vor «Game of Thrones»

«Wenn du mit knapp 50 so eine Rolle kriegst und dich da ganz hemmungslos austoben kannst, ist das ein Riesenspass. Und ich kann nur sagen: Das sollte viel öfter passieren», gibt die Darstellerin über ihren Part in «Gunpowder Milkshake» zu verstehen. Bis hierher war es für sie ein weiter Weg, für ihre Anfänge in der Branche findet Lena klare Worte:

«Es war brutal. Ich hatte Tage, an denen ich dachte: Mir reicht's jetzt endgültig. Das ist Bullshit. Warum muss ich mich so mies fühlen? Wer sagt, dass es mir schlecht gehen muss, bloss weil ich mein Talent zeigen möchte?»
Bild: Evan Agostini/Invision/AP/Invision

Schliesslich geht sie noch näher darauf ein, wie sie die 90er-Jahre als Darstellerin erlebte. Auf die Frage, ob sie sich vor «Game of Thrones» schwer damit tat, den altmodischen Geschlechter-Stereotypen zu entkommen, antwortet sie : «In meinen Zwanzigern, als ich in der Branche anfing, auf jeden Fall. Ich hatte keine Ahnung, dass ich keine eigene Meinung haben durfte, und falls ich doch eine hatte, dann war das nicht willkommen.»

Mittlerweile erkennt die 47-Jährige aber immerhin Fortschritte in Sachen Gleichstellung der Geschlechter. «Glücklicherweise ändern sich die Dinge jetzt langsam, was ich absolut klasse finde», stellt sie in der «Playboy»-Ausgabe von September fest. Und das gilt eben sowohl für die weiblichen Stars vor und hinter der Kamera als auch für die Frauenrollen in Film und Fernsehen.

Lena Headey bald in neuer HBO-Serie

Tatsächlich wird auch Cersei aus «Game of Thrones» von vielen Kritikern als emanzipatorische Figur bewertet, schliesslich nimmt sich die spätere Herrscherin der Sieben Königslande einfach, was sie will, ohne jemandem Rechenschaft abzulegen oder eine längere Phase der Läuterung zu durchlaufen. Nach dem Ende des Fantasy-Hits ist Lena weiter vielbeschäftigt. Zu ihren aktuellen Projekten zählt die kommende HBO-Miniserie «The White House Plumbers», die sich mit den Strippenziehern hinter der Watergate-Affäre beschäftigt.

(ju)

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