Konsum - Detailhandel
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Ein kleiner Kratzer reicht und die Tomate wird zur «2.-Klass-Ware» und landet in der Biogasanlage. bild: srf dok

5 Bilder von Gemüse, das zu «hässlich» für den Verkauf ist

2,6 Millionen Tonnen Lebensmittel landen in der Schweiz jährlich im Abfall. Der Foodwaste könnte verhindert werden. Nicht zuletzt in der Produktion. Ein neuer SRF-Dokfilm zeigt, wie beinahe perfektes Gemüse nur knapp der Tonne entrinnt.



Rüebli, die zu krumm und zu dünn sind. Kartoffeln, deren Oberfläche gespickt mit zu viel Schorf ist. Tomaten, die nicht homogen rot glänzen. «Das alles würde zu Biogas verarbeitet, wären wir nicht hier», sagt Mirko Buri in die Kamera.

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Dieser Fenchel entspricht nicht der Norm. Er ist zu klein für den Grosshandel. bild: srf dok

Buri ist einer der Porträtierten des neuen SRF-Dokfilms zum Thema Foodwaste. Der 36-Jährige hat das erste Restaurant der Schweiz gegründet, das nur mit Lebensmitteln kocht, die vor dem Müll gerettet wurden. Mit Lauch, dessen Wurzeln zu gross sind oder einem Fenchel, der einen Stiel zu viel hat, serviert er täglich frisch zubereitete Menüs.

Doch Buri kocht nicht nur. Er trimmt auch andere Restaurant- und Hotelbetriebe auf mehr Effizienz. Denn neben der Produktion entsteht auch in der Gastronomie sehr viel Foodwaste.

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Der Foodwaste des Hotels Belvedere von knapp 1,5 Tagen. Die Tonne ganz links ist gefüllt mit Tellerüberresten der Gäste. bild: srf dok

Bei einem Besuch im Hotel Belvedere in Bern wägt er zusammen mit dem Küchenchef die täglichen Lebensmittelabfälle. 80 Kilogramm wiegt die blaue Tonne. Buri rechnet der erstaunten Hotelbesitzerin vor: «Pro Monat werden im Hotel Belvedere Lebensmittel im Wert von 57'600 Franken weggeworfen.»

Auch der Zürcher Dominik Waser kämpft gegen die Lebensmittelverschwendung. 2018 schaffte er es, 30 Tonnen Tomaten mithilfe von Facebook vor dem Müll zu retten und stattdessen an die Bevölkerung zu verkaufen. Darauf brach er sein Studium als Umweltingenieur ab und widmete sich fortan nur noch dem Kampf gegen den Foodwaste. Mit dem Verein «Grassrooted» nimmt er Gemüse an, das zu klein oder zu gross ist für den Handel. Wäre Waser nicht, würden die Lebensmittel in der Biogasanlage landen.

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Die Oberfläche zu runzlig, die Form unschön: Auch Kürbisse landen regelmässig im Abfall. bild: srf dok

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Zu hässlich für den Grosshandel: Diese Randen würden im Abfall landen, würden sie von Foodsavern nicht gerettet. bild: srf dok

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Diese Zwiebeln wurden ebenfalls vor der Biogasanlage gerettet. bild: srf dok

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Auch diese Rüebli sind alle durch die Norm gefallen. Sie sind zu klein, zu dünn oder zu kurz. bild: srf dok

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Diese Auberginen sind zu unförmig oder zu rund für den Grosshandel. bild: srf dok

Das gleiche Prinzip verfolgt Simon Weidmann, Mitbesitzer des «Gmüesgarte» in Bern. Er holt die Ernte, die nicht der Norm entspricht, direkt bei den Bauern ab. Als «2. Klass-Ware» werden die zu grossen Zucchetti und der nicht perfekte Mais bezeichnet. Weidmann hält nicht viel von dieser Bezeichnung. «Wir verkaufen dieses Gemüse, weil es einen Wert hat. Jemand hat dafür gearbeitet und viel Energie und Ressourcen in die Produktion gesteckt», sagt Weidmann.

Buri, Waser, Weidmann: Sie haben den Kampf gegen den Foodwaste zum Beruf gemacht. Und sie sorgen dafür, dass ein Teil des Gemüse, das zu «hässlich» für den Verkauf ist, dennoch in die Bevölkerung gelangt. Der ambitionierte Koch Buri sieht sich jedoch noch lange nicht am Ziel, wie er gegen Ende des Films sagt. «Ich will noch mehr. Die Veränderung hat erst begonnen.» (ohe)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lisa P 29.02.2020 12:28
    Highlight Highlight Ich wäre oft froh um kleinere Gemüsegrössen, grade bei Fenchel oder Sellerie 😂
  • Knety 28.02.2020 16:25
    Highlight Highlight Es gibt kein Hotel Belvedere in Bern. 🤷‍♂️
  • Fizjak 28.02.2020 16:22
    Highlight Highlight Der typ ist clever, der spart nebenbei noch eine menge geld wenn er nur "ausschuss" gemüse kauft.
  • Wenzel der Faule 28.02.2020 15:51
    Highlight Highlight Ich kaufe oft unschönes oder unförmiges Gemüse (nicht verschimmelt oderso), die tun mir immer leid, weil sie wohl sonst niemand haben will...🙁
  • Payaso 28.02.2020 12:02
    Highlight Highlight Auch Gemüse haben Gefühle.
    Benutzer Bild
  • Lami23 28.02.2020 10:40
    Highlight Highlight Und für alle, die sagen, es braucht mehr in diese Richtung, das gibt es bereits. Auf dem Markt, beim Bauern, im Bioladen, schon seit Jahren. Aber ihr müsst es kaufen, sonst wird es nie mehr geben. Es nützt nichts, sich zurückzulehnen und zu sagen, Coop, mach mal. Coop sieht auch keinen Anreiz, solange ihr es kauft.
    • Carlotta 28.02.2020 14:57
      Highlight Highlight Das hat was ... Coop verkauft ja 'ungenormtes' Gemüse - aber es ist schade, dass die Auswahl des ÜNIQUE Gemüse so gering ist und man es gezielt suchen muss!
  • Atzepeng (:ᘌꇤ⁐ꃳ~ 28.02.2020 10:40
    Highlight Highlight Tchuligom für den primitiven Spruch, war eigentlich für meine Freunde bestimmt.

    Aber im Coop gibts dieses Ünique-Sortiment mit dem, was sonst "Ausschuss" ist.
    Benutzer Bildabspielen
    • lily.mcclean 28.02.2020 11:58
      Highlight Highlight Das kauft aber niemand weil daneben halt die perfekten Rüebli liegen....
  • Lami23 28.02.2020 10:38
    Highlight Highlight Ich bin auf einem Obstbetrieb aufgewachsen und kenne das Problem anhand der Äpfel gut. Nur eine kleine Prozentanzahl, besonder bei Bio, genügt den Kriterien für den Verkauf und der Aufwand, da sie sehr vorsichtig und von Hand abgelesen werden müssen, ist enorm.
    Und dann gibt es noch viele, die ganz erstaunt sind, dass nicht ein Apfel wie der andere aussieht.
    • Vecchia 28.02.2020 11:29
      Highlight Highlight Richtig dekadent wirds, wenn bei Nicht-Obstbetrieben tragende Bäume auf dem Land stehen, weil es nicht rentiert, lässt man die Früchte aber verfaulen...gibts auch.
      Und ich weiss nicht, wie es aktuell ist, aber vor ein paar Jahren bekamen Bauern für jeden Hochstammbaum Direktzahlungen, egal, ob geerntet wird oder nicht.
    • Lami23 28.02.2020 11:48
      Highlight Highlight Ja, dass ist so. Wäre nicht so, wenn der Preis angemessen wäre. Vorletztes Jahr wurden vom Abnehmer keine Äpfel mehr angenommen oder zu so einem Preis, dass es für den Bauern einen Stundenlohn von 10.- gibt.
      Hoch können die Direktzahlungen dafür nicht sein, werden ja kaum mehr Hochstämme gesetzt.
    • fidget 28.02.2020 15:01
      Highlight Highlight Für Hochstämmer gibt es immer noch Direktzahlungen. Jedoch ist es kaum der Rede wert. Pro Baum sind es gerade einmal Fr. 13.50, gemäss der Auflistung des Bundesamtes für Landwirtschaft.
      @Vecchia: Bauernbetriebe müssen auch sehen, dass die Arbeit rentiert, es sind schlussendlich KMUs. Auch wenn es schmerzt die Früchte hängen zu lassen, aber wenn der Aufwand den Ertrag übersteigt, ist es wirtschaftlich die beste Lösung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lami23 28.02.2020 10:36
    Highlight Highlight Für mich ist dass das gleiche, wie 70% der Bevölkerung Bio super findet, gekauft wird es aber von unter 10%. Und Nein, es können sich nicht nur unter 10% Bio leisten.
    Ihr seit die Konsumenten, ihr habt es in der Hand. Empörung wird nichts verändern!
  • Drummer 28.02.2020 10:33
    Highlight Highlight Tja ein Armutszeugnis. Wohlstand verblödet. Wenn man im Überfluss hat, was soll man dann auch machen? Wegschmeissen, auswählen, Vegan usw.! Das können auch nur Länder wie die Schweiz. Wenn du hunger hast, nimmst du was du kriegen kannst. Hier in der Schweiz sind wir halt in einer Luxuslage.

    Vor Jahren mal beobachtet wie um 17:00 Uhr in einer Bäckerei, alle Sandwich in ein Container geschmissen wurden. Die hätten man einfach abgeben können, aber das darf man ja nicht. Wie blöd sind wir eigentlich??
  • Chiubi 28.02.2020 10:13
    Highlight Highlight Haben wir eigentlich keine Industrie mehr?
    Tomaten zu Sauce verarbeiten,
    Zwiebeln gefriertrocknen als Geürz,
    Kurbisse zu Fertigsuppe,
    Auberginen einmachen.
    Oder ist das bereits alles nach China ausgelagert?
    • fidget 28.02.2020 15:05
      Highlight Highlight Deine Ideen sind grundsätzlich gut, aber hat die Industrie auch eine Nachfrage nach diesen Mengen oder die nötigen Kapazitäten für die Verarbeitung? Und am Ende muss auch für all das ein Abnehmer gefunden werden.
    • Was ich noch sagen wollte.... 28.02.2020 18:30
      Highlight Highlight Die Industrie verlangt meist uniforme Rohstoffe damit alles schön maschinell verarbeitet werden kann. Alles was Mehraufwand bringt (rüsten, sortieren) kostet Zeit und Geld.
    • genauleser 28.02.2020 20:01
      Highlight Highlight Ja, die übliche Tomatensauce in der italienischen Büchse kommt tatsächlich aus China.
      Die globalisierte Lebensmittelindustrie hat für jedes Endprodukt finanz-optimierte Produktionslinien.
  • Nik G. 28.02.2020 10:12
    Highlight Highlight Kauft doch das Gemüse auf dem Wochenmarkt der Bauern. Dann kriegt ihr das Gemüse, dass er hat. Man muss halt ein Menüplan für eine Woche machen aber so kuaft man genau das was man braucht.
  • Coffeetime ☕ 28.02.2020 10:09
    Highlight Highlight Was hier leider in den Kommentaren nicht so geschrieben wird ist, dass neben der normierten Qualität auch die dauernde Verfügbarkeit ein Problem ist. Es muss von Alles immer überall verfügbar sein... und wenn wegen dem Wetter der Salat zu spät gross genug ist, haben die Grossverteiler schon längst anderswo eingekauft und der Bauer kann wegschmeissen...

    Diese Plannung die vorgrschtieben ist ist ein Graus. Erdbeerernte hat genau Ende Februar anzufangen... damit im März schon die Angebote im Laden sein können.🤦🏻‍♀️

    Saisonal kaufen wäre auch eine Hilfe.
  • Chili5000 28.02.2020 10:00
    Highlight Highlight Diese Thematik ist schon merkwürdig. Jahrezentelang haben die Detailhändler sich gegenseitig mit schönerem und besseren Produkten veruscht auszustechen. Die Kunden gingen dort hin wo es die besten Äpfel und Rüebli gab. Die Detailhändler haben sich darin professionalisiert die schönsten und besten Produkte anzubieten, da diese halt am liebsten von UNS KONSUMENTEN gekauft werden. Wer ist nun Schuld daran? Das Einzige was dagagen helfen würde ist wenn die Bauern weniger produzieren würden. Erst wenn die schönen Produkte die Nachfrage nicht decken könnten würde sich die Tolleranzgrenze öffnen...
    • So oder so 28.02.2020 10:32
      Highlight Highlight Jahrzehntelang Arbeiteten alle auf Besseres Gemüse/Obst hin - vom Detailhändler und dem Produzenten bis zum Dünger und Spritzmittelhersteller - und auch die Gourmes wollten nur das Reifste und Schmackhafteste verarbeiten. Ständig müssen Neuheiten her - ein Schwarzer Apfel (sei Beliebt in arabischen Ländern, die Skandinavier wollen dann eher helle Äpfel). Gut , in meiner Familie ist es auch Historisch bedingt immer Besseres Obst und Gemüse zu haben, früher hatte man nicht die Möglichkeiten und man kannte noch denn Hunger.
  • nafets 28.02.2020 09:33
    Highlight Highlight Die Sendung gestern war wirklich sehr beeindruckend und hat auch mich zum weiteren Nachdenken angeregt. das Engagement der Beteiligten Personen verdient grössten Respekt und es bedarf wirklich ein Umdenken. Vorab sind mal die beiden Grossen M und C gefordert, welche mit Steffen Ris die Standards bestimmen - das gehört definitiv überarbeitet. wieso ist es nicht möglich, dass beide sichtbaren Qualitäten angeboten werden? dann kommt wieder das Argument von Logistik etc. Migros braucht die schwarzen Plasticboxen, damits schöner aussieht - lachhaft sowas.
    kauft direkt beim Markt oder beim Bauern!!!
    • Xonic 28.02.2020 10:11
      Highlight Highlight Wem gehört denn Steffen-Ris? ;)

      Steffen-Ris ist Teil von fenaco, fenaco wiederum "gehört" schlussendlich den Bauern selbst...
    • Chili5000 28.02.2020 11:11
      Highlight Highlight Das Engagement der Beteiligten Personen verdient grössten Respekt aber es ändert nur sehr wenig am Problem. Im Gegenteil, damit werden sie ein weiterer Abnehmer für die Bauern. Bitte lasst euch nicht blenden von dem Spruch das es Hungernde Menschen auf der Welt gibt. Die werden auch weiterhin Hunger leiden auch wenn wir das letzte Rüebli gegessen haben...
    • Lami23 28.02.2020 12:18
      Highlight Highlight Niemand sagt, dass diese Menschen dann weniger hungern. Aber es ist dekadent und respektlos, so mit einer wertvollen Ressource umzugehen. Und es schädigt die Umwelt massiv.
      Und warum ist es schlimm, wenn sie zu Abnehmern werden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Holunder 28.02.2020 09:32
    Highlight Highlight Ich kriege wöchentlich einen Gemüsekorb vom Bauern. Da kriegt man was man kriegt. Ist aber immer tiptop - sieht natürlich oft unförmig aus. Mein Sohn findet das aber saumässig toll wenn das Rüebli 3 Beine hat.

    Könnte man in den Grossverteilern das unförmige Zeug nicht einfach günstiger anbieten? Kleinere Marge auf allen Ebenen (wenn das möglich ist?) und greenwashing der eigenen Marke. Preisbewustere Kunden würden sicher zugreiffen.

    Oder hat man Angst vor der Umsatzeinbusse?

    @Migros&Coop: Ihr macht doch immer Werbung mit eurer Nachhaltigkeit - go for it.
    Ich würd's kaufen.
    • Joe Smith 28.02.2020 10:18
      Highlight Highlight Also zumindest der Coop hier um die Ecke bietet «unförmige» Rüebli zum Spottpreis an.
  • PC Principal 28.02.2020 09:23
    Highlight Highlight Nur Moralapostel hier. Doch wie kommt es, dass sich hässliches Gemüse nicht verkaufen lässt? Wenn die Leute hier ehrlich wären würden sie zugeben dass sie im Supermarkt auch eher das schönere Exemplar kaufen, wenn es eine Auswahl gibt.
    • Miicha 28.02.2020 09:38
      Highlight Highlight Gerade nicht, bin froh kann ich beim Coop auch weniger schönes Gemüse kaufen und dabei auch noch sparen.
    • Chili5000 28.02.2020 10:01
      Highlight Highlight @Miicha: die Unique Linie ist tuerer als die anderen soviel ich gesehen habe. Aber verzehl doch weiterhin wie toll du bist...
    • MarGo 28.02.2020 11:19
      Highlight Highlight evtl ja, weil sich (noch ;)) nicht die ganze Bevölkerung hier in den Kommentarspalten treffen?
      Oder die, die sich verhalten wie du, sich blöd vorkommen, zu kommentieren... es gibt zahlreiche Gründe, warum du hier ein Aussenseiter bist, der mit der Lupe das Gemüse aussucht...
      fühl dich nicht gekränkt - spring über deinen Schatten ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spüdlifalt 28.02.2020 09:20
    Highlight Highlight Der Punkt ist doch, dass diese «Qualitätsstufen» bei Gemüsen konstruiert sind und nicht real existieren.
    Ein Fenchel hat ein Stengel zu viel… Das hat doch nichts mit Qualität zu tun?! Rüebli sind zu klein? Spielt keine Rolle, werden ja nach Gewicht bezahlt…

    Leute, wenn ihr die Möglichkeit habt, kauft mehr direkt bei euren Bauern!

    Übrigens sehr sehenswerte Dok! Ein Hoch auf das SRF
  • Jara 28.02.2020 09:12
    Highlight Highlight Als meine Grosseltern gestorben sind, wurde auch der Hof weitergegeben. Als ich danach zum ersten Mal Karotten und Kartoffeln im Laden gekauft habe, war ich eher verwirrt. Gerade Karotten haben im Garten immer verschiedene Formen, ist doch normal. Die im Laden angebotenen sind aber schnurgerade. Und warum werden Kartoffeln gewaschen? Habe die vom Hof immer länger lagern können, die waren aber auch noch mit Erde umgeben. Ich versteh da einfach so einiges nicht
    • lilW 28.02.2020 13:58
      Highlight Highlight Amen.
  • bärn 28.02.2020 09:12
    Highlight Highlight ...habe die sendung geschaut... und bin ziemlich nachdenklich geworden. mein einkaufsverhalten wird sich ändern. ich ein coop kind... weshalb sich coop nicht äussert sagt auch vieles aus.. hoffe die (ALLE!!) grossverteiler überdenken ihre praxis. das kanns ja nicht sein!
    • MARC AUREL 28.02.2020 12:14
      Highlight Highlight Nicht die Grossverteiler sondern die Kunden wollen es so! Die Grossverteiler passen sich einfach den Bedurfnissen...
    • MARC AUREL 28.02.2020 17:03
      Highlight Highlight Selten so Gaga gelesen Swiss. Von Verkauf verstehst du nicht viel..
  • Offi 28.02.2020 09:08
    Highlight Highlight Da ist dringend zu handeln, wenn es nicht anders geht muss man die grossverteiler dazu zwingen ihre Qualitätsstandards anzupassen!
    • MARC AUREL 28.02.2020 09:47
      Highlight Highlight Du meinst die Kunden die es so wollen und noch weniger dafür zahlen möchten weil es nicht die Qialitätsstandarts entspricht?
    • So oder so 28.02.2020 10:10
      Highlight Highlight Qualitätsstandards anzupassen gegenüber denn Produzenten - ja man sollte sie Zwingen ! Beim Züchten auch - noch denn Grösseren und Schmackhafteren Apfel züchten der auch noch Ewig haltbar ist und Gut zu Transportieren. Farblich und im Biss Gut ist usw.... - Clubsorten ! Von Syngenta oder noch Schlimmer von einer Stattlichen Forschungsanstalt gezüchtet. Zahlt damit ihr ihn Anbauen könnt und der Grossverteiler will dann so und so viel Tonnen davon usw... Alle verdienne daran nur der Produzent ist schlussendlich der Buh Mann - der Trottlige Bauer der nur Gift Spritzt.
  • So oder so 28.02.2020 08:58
    Highlight Highlight Die Lebensmittel Produzenten sind nichts mehr und werden von der Industrie - gef...t ! Ständig wurde die Messlatte höher gelegt noch schöner und Billiger Produzieren und Schmecken müssen sie auch. Und immer ist der Produzent schuld - der wo am Wenigsten verdient und am Meisten der Industrie ausgeliefert ist. Und der Kunde wurde schon Längst erzogen - könnt ja selber mal die Leute in der Gemüse Abteilung Beobachten. «Ünique»-Label ist da schlussendlich auch nur eine vordergründige sache um denn Kunden weiter für Blöd zu Verkaufen. Am Besten gleich zum Bauer gehen wenn man die Möglichkeit hat.
    • Vecchia 28.02.2020 09:44
      Highlight Highlight "Ständig wurde die Messlatte höher gelegt noch schöner und Billiger Produzieren ..."

      Dazu kommt, dass der Konsument auf saisonales Gemüse pfeift, keine Ahnung von der Produktion hat und alles sofort zur Verfügung haben will.

      Schweizer Grünspargeln gelangen z.B. kaum in grosser Zahl zu den Grossverteilern, weil sie wetterbedingt nicht auf Termin geliefert werden können. Lieber holt man Spargeln aus Mexiko, weil es dem Kunden ja nicht zuzumuten ist, dass er auf die Spargeln warten muss...

  • pamayer 28.02.2020 08:55
    Highlight Highlight die panik der grossverteiler, wenn ein artikel nicht genau so wie in der werbung aussieht.
    die dummheit der kund*innen, dass ein natürlicher artikel wie gemüse nicht schmecke, wenn er nicht genau aussieht wie in der werbung.
    photoshop rules.
  • derlange 28.02.2020 08:50
    Highlight Highlight Geht mal zum Grossverteiler eures vertrauen.
    Stellt euch 5 Minuten in die Gemüseabteilung
    Beobachtet wie alle die Leute alles Gemüse/Früchte usw. anfassen, drücken, drehen, vergleichen, uvm.
    Dann wisst ihr warum der Grossverteiler nur die schönsten Exemplare will.
    • tahiti1 28.02.2020 09:48
      Highlight Highlight ich drücke auch, es geht nicht um die Grösse oder die Form, es geht um Reife oder eben Fäule.
    • Pezzotta 28.02.2020 11:09
      Highlight Highlight Ich liebe, von anderen Kunden, gedrücktes Gemüse und Früchte.
  • So oder so 28.02.2020 08:50
    Highlight Highlight Wir Produzieren im kleinen Still Qualitäts Äpfel - also solche die man im Laden kaufen kann. Wir machen das noch weil wir Freude daran haben. Nur - wenn die Meisten wüssten was es braucht um einen Apfel zu Produzieren wie man ihm in der Gemüse Abteilung des Grossverteilers antrifft - Uff. Es werden ja eh immer mehr Clubsorten angeboten was denn klein Produzenten denn Rest geben wird - was interessiert sich der Kunde was eine Clubsorte ist ? Hab auch schon bei einem Bio Demeter Betrieb gearbeitet, was wir da alles weggeworfen haben um die Super Bio Qualität zu erreichen - Uff .
  • Vecchia 28.02.2020 08:49
    Highlight Highlight Gut kommt das Thema auf den Tisch.

    Ein weiterer Aspekt:
    Vor Jahren hat man z.B. eine Kartoffelsorte auf den Markt bringen wollen, mit einer sehr guten Resistenz gegen die Krautfäule (muss nicht oder kaum mit Fungiziden behandelt werden), lagerfähig und geschmacklich hervorragend.
    Sie hat aber eine netzartige Schale, weswegen sie keinen Absatz fand. Der unaufgeklärte Konsument bevorzugt schöne, pestizid- und keimbehandelte Kartoffeln...

    https://bergkartoffeln.ch/sorten/granola/
  • Team Insomnia 28.02.2020 08:48
    Highlight Highlight Ganz viele Menschen bei uns in der Schweiz, sind sich gar nicht bewusst, was es bedeutet ein Stück Brot und etwas Fleisch (Wienerli, Cervelat, Fleischkäse, Salami usw.) auf dem Teller zu haben!

    Hatte mal eine Phase in meinem Leben wo alles schief ging was ich anfing und ich landete für etwa 2-3 Jahre mehr oder weniger auf der Gasse. War ständig unterwegs und Dauergast in der Gassenküche in verschiedenen Schweizer Ballungszentren. In dieser Zeit habe ich eine ganz andere Sicht auf unsere Lebensweise bekommen und ein ganz neues Verhältnis zu Lebensmitteln entwickelt.

    Wir sind zu verwöhnt!!!
  • djohhny 28.02.2020 08:47
    Highlight Highlight Ich bin eigentlich nicht der, der die Verantwortung immer auf den Konsumenten schiebt, ABER hier scheint es wirklich an jenem zu liegen. Coop hatte ja vor nicht allzu langer Zeit das Unique-Label, für genau solches Gemüse/Früchte. Sie kosteten einen Bruchteil des "normalen" Gemüses. Trotzdem wurde dieses Angebot wieder fast ganz aus den Regalen genommen (selten sieht man es noch). Und wenn es aus dem Sortiment genommen wird, heisst das, dass es niemand gekauft hat, obschon günstiger!

    Schade
    • aber emmm! 28.02.2020 09:35
      Highlight Highlight Es war nicht immer günstiger, aber meistens schon. Ich vermisse die Regale sehr. Leider heisst es nicht immer, dass es nicht gekauft wurde, wenn etwas aus den Läden verschwindet. Es kann auch sein, dass es sich für den Laden aus anderen Gründen nicht (genug) lohnt, oder die Liefermenge zu gering ist etc. Den wahren Grund kennt wohl nur Coop.
    • So oder so 28.02.2020 10:13
      Highlight Highlight Unique-Label ist Gut - aber schlussendlich Augenwischerei.
  • Zwiebeln haben Schichten 28.02.2020 08:36
    Highlight Highlight Ich habe die Sendung gestern geschaut und es hat einfach weh getan. Die Geschäfte sollen doch perfekte und nicht perfekte Früchte und Gemüse verkaufen. Die nicht perfekten, könnten doch zu einem günstigeren Preis verkauft werden.

    Was mir besonders im Coop auffällt. Coop sucht nur die besten Früchte/Gemüse aus, lassen dann aber Frauen mit langen Fake Fingernägeln arbeiten und beschädigen sie trotzdem. Dies sollte verboten werden, hygienisch ist es ja auch nicht.
    • hockeyplayer 28.02.2020 10:34
      Highlight Highlight Genau da ist doch das Problem. Wieso unterscheidet man zwischen perfektem und nicht perfektem Gemüse? Ist ein Rüebli weniger geschmackvoll, weil es krumm ist? Nein. Also alles zum selben Preis verkaufen.
    • Chili5000 28.02.2020 11:28
      Highlight Highlight @Hockeyplayer: Ergo kauft es keine Sau und das Zeug verschwindet auf dem Kompost... Ist schon heute so...
    • MARC AUREL 28.02.2020 12:20
      Highlight Highlight Lieber Zwiebeln haben Schichten, es sind vor allem die Kunden die die Ware beschädigen und nicht die Angestellten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nonne 28.02.2020 08:36
    Highlight Highlight Hier muss dringend der Staat als gutes Beispiel vorangehen. Heute macht der Staat nur die angenehmen Leuchtturmprojekte wie Elektroautos oder Energieeffiziente Immobilien zu bauen. Der Staat soll sämtliche 2. Klass Lebensmittel kaufen und in seinen Personalrestaurants und anverwandten Industrien wie Sozial- Asylwesen verwenden. Problem gelöst und erst noch Geld gespart.
    • Arneis 28.02.2020 09:04
      Highlight Highlight Guter Vorschlag, Soldaten gäbe es ja z.B. genug. So lange es gut schmeckt und gesund ist dürfte niemand was dagegen haben.
    • aglio e olio 28.02.2020 09:26
      Highlight Highlight Für einmal soll der Staat es richten?
      😮
    • Nonne 28.02.2020 09:53
      Highlight Highlight Der Staat könnte ja auch mal eine konkrete Lösung bieten, statt nur der Bevölkerung vorzuschreiben, was sie essen soll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NotWhatYouExpect 28.02.2020 08:35
    Highlight Highlight Darum beziehe ich mein Gemüse zu etwa 90% direkt beim Bauer und ich habe eigentlich immer "Normales" Gemüse, dass ab und zu mal grösser mal kleiner oder auch mal Krumm ist.
    • pamayer 28.02.2020 08:56
      Highlight Highlight und manchmal hat es an den kartoffeln sogar etwas erde dran...
    • karl_e 28.02.2020 10:22
      Highlight Highlight Schade, ich wohne autolos in der Stadt und kann deshalb die Bauern in der Umgebung nicht berücksichtigen. Andererseits produziere ich auch kein CO2 indem ich wegen ein paar Früchten und Gemüse mit einem tonnenschweren Vehikel zum Bauern fahre.
    • NotWhatYouExpect 28.02.2020 12:13
      Highlight Highlight @Karl_E: Habe auch kein Auto. Meiner Bauer macht jeweils am Sa. Morgen eine Rundtour wo er alle beliefert.

      Aber ja leider gibt es solch einen Service nicht überall.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PC Principal 28.02.2020 08:35
    Highlight Highlight Ich kaufe kein hässliches Gemüse, das Auge isst schliesslich mit!
    • Team Insomnia 28.02.2020 09:29
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.02.2020 08:28
    Highlight Highlight Nur weil das Gemüse nicht so dem gewünschten Klischee entspricht schmeckt es doch nicht schlechter.
    Das Gemüse aus dem eigenen Garten sieht auch nicht immer der "Norm" entsprechend aus, ist jedoch immer unglaublich lecker.
  • Sarkasmusdetektor 28.02.2020 08:24
    Highlight Highlight 1. Um wirklich etwas zu ändern, müssten die Supermärkte wohl die Gemüse-Selbstbedienung abschaffen. Ist doch nur logisch, dass so jeder nur das schönste Gemüse nimmt. Machen wir doch alle.
    2. Solchen Bildern wie dem mit den blauen Tonnen traue ich irgendwie nicht. Wenn die Essbares wie Tellerreste wirklich von Rüstabfällen getrennt haben, ok. Aber allzu oft wird schlicht der ganze Biomüll als "Foodwaste" gezählt, obwohl vieles wie Stiele, Kerne, Schalen oder faule Früchte niemand wirklich essen wollen würde.
    • lilie 28.02.2020 08:52
      Highlight Highlight @Sarkasmusdetektor:

      Zu 1.: Es ist ziemlich offensichtlich, dass das "hässliche" Gemüse teilweise für 95% der Konsumenzen überhaupt micht vom "guten" Gemüse zu unterscheiden ist, also wird es scheinbar "präventiv" weggeschmissen. Das ist gaga.

      Zudem könnte man auch Gemüse in B-Qualität etwas günstiger anbieten. Für Suppen, Saucen und Pürees ist das immer noch super, und Leute mit kleinem Budget wären auch dankbar.

      Gutes Essen in die Biogasanlage werfen ist einfach nur dekandeter Schwachsinn.
  • Alpenstrich 28.02.2020 08:19
    Highlight Highlight Ich höre leider relativ häufig, dass gegen Gastronomen geschossen wird mit ihrem Food Waste. Das die Konsumenten mit ihrer Erwartungshaltung "alles muss immer und überall Verfügbar sein" viel die grössere Verantwortung tragen wird dann meist runtergespielt...

  • Janis Joplin 28.02.2020 08:17
    Highlight Highlight Also ich seh nirgendwo ein Problem - so sieht Gemüse bei uns im Dorfladen aus und so kauf ich es!
  • Influenzer 28.02.2020 08:12
    Highlight Highlight Bei uns in Zagreb gibts viel "B-Ware" (also natürlich aussehendes, nicht makelloses Gemüse) zu kaufen. Dafür sind die Preise auch viel vernünftiger. Die Grossverteiler in der Schweiz sind leider in einer Konkurrenzspirale gefangen, niemand möchte mit einem schlechten Rüebli erwischt werden.
  • Nonkonformist 28.02.2020 08:09
    Highlight Highlight Also ich kaufe ganz bestimmt kein hässliches Gemüse. Ich suche mir immer die schönsten Teile heraus, auch wenn das manchmal dauert. Kaum zu glauben, was die einem zu diesen Preisen alles verkaufen wollen.
    • aglio e olio 28.02.2020 09:31
      Highlight Highlight 📦 Bitte sehr. Eine Schachtel Aufmerksamkeit für dich.
    • Chili5000 28.02.2020 11:34
      Highlight Highlight @Nonkonformist: Das tun alle, keiner willes aber zugeben ;) ...Man könnte meinen das jeder hier beim Bauern einkauft und diese bald mehr Kunden als die Migros haben.
  • Else 28.02.2020 08:05
    Highlight Highlight Was Migros und Coop heute und bisher gemacht haben (toogoodtogo, Unique etc.) ist eine Alibi-Übung. Wenn die Grossverteiler konsequent neben der heutigen 1.Klass- auch 2.Klassware (also die auf den Fotos und im SRF-Dok gezeigten) anbieten würden, würden sie sehen was die Kosnumenten wirklich wollen.
    Versteht mich nicht falsch: toogoodtogo ist eine gute Sache. Insbesondere auch um etwas Geld zu sparen. Aber der grosse Foodwaste-Berg liegt nicht im Abfall der Filialen, sondern auf dem Feld des Produzenten und eben in der Biogasanlage.
  • LURCH 28.02.2020 07:51
    Highlight Highlight Tomate auf Abwegen.
    Benutzer Bild
    • pamayer 28.02.2020 08:58
      Highlight Highlight eine badomate.
    • LURCH 28.02.2020 09:29
      Highlight Highlight @ pamayer
      Nicht zu verwechseln mit der BadTomato!

      Benutzer Bild
    • Coffeetime ☕ 28.02.2020 09:49
      Highlight Highlight Ich sehe da ein Tomatenentli 👍🏻😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • d-effekt 28.02.2020 07:49
    Highlight Highlight Ich verurteile Verschwendung. Aber liegt das Problem wirklich an der Standardisierung und nicht an der masslosen Überproduktion?
    Wenn ich anstelle des Vorzeige-Selleries aus dem Regal einen unförmigen Wegwerf-Sellerie nehme, muss der Laden stattdessen doch den schönen Sellerie entsorgen.
    Somit habe ich den Foodwaste nur verlagert.
    • 03_szust 28.02.2020 08:53
      Highlight Highlight Hmm Jein... Tatsächlich würde bei einem Wechsel das passieren. Auf der anderen Seite würde der Anteil lokaler Produkte gesteigert werden und weniger importiert werden. Das bedeutet also, das die Produktion der Schweiz besser genutzt wird und das ausbeuterische, gefährliche Produktionen in z.B. Spanien zurückgehen würden aufgrund der fehlenden Nachfrage.
      Damit stärkt man nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern ist auch noch Klima-freundlicher und unabhängiger.
      Das wär damit auch politisch was für jeden.
    • Chili5000 28.02.2020 11:39
      Highlight Highlight @03_szust: Gegen den Import von Produkten kann man nichts machen. Soweit ich weiss gibt es in den Regalen auch keine importierten Karotten. Die Überproduktion ist meiner Meinung nach ein echtes Problem. Sobald die genormten Produkte nicht mehr die Nachfrage stillen können werden auch die Normen so ausgelegt damit die Nachfrage gestillt wird. Ich glaube das dort angesetzt werden sollte...
    • Lami23 28.02.2020 12:22
      Highlight Highlight Falsch. Es muss überproduziert werden, damit es genug schönes hat. Ausserdem kann der Bauer z.B. beim Obst kaum voraussagen, wie viel es gibt.
      Die Produktion würde idealweise etwas zurückgehen und der Import massiv.
  • sheimers 28.02.2020 07:48
    Highlight Highlight Ich dachte bisher immer, unförmiges Gemüse würde zu Suppen, Säften und Tierfutter verarbeitet. Wo ist das Problem?
    • Frausowieso 28.02.2020 08:03
      Highlight Highlight Die Preise für "unförmiges" Gemüse sind dermassen im Keller und der Markt überschwemmt, dass es oft nicht einmal mehr geerntet wird, sondern auf den Feldern verrottet.
    • So oder so 28.02.2020 08:32
      Highlight Highlight Es ist so das viele Tierbesitzer nur das Beste wollen für ihre Tiere. Sind meine Erfahrungen mit denn Pferdehalter in meiner Nachbarschaft, die wollten unsere Ausschuss Äpfel nicht.
    • Else 28.02.2020 10:58
      Highlight Highlight so viel Suppe kannst du gar nicht essen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Unsportlicher 28.02.2020 07:46
    Highlight Highlight Diese Gemüse werden alle nicht in dieser Form serviert. Alles wird geschält und geschnitten zubereitet. Also sieht keiner wie es die Natur wachsen liess. Hauptsache es schmeckt gut.

    Für mich kein Problem, unförmig gewachsenes Gemüse zu kaufen. Ich koche nicht in der 5-Sterne Kategorie aber trotzdem gut.
  • Fip 28.02.2020 07:44
    Highlight Highlight In manchen Supermärkten gab es Regale mit unförmigen Gemüsen.
    Sind leider wieder verschwunden.
    • Lami23 28.02.2020 12:24
      Highlight Highlight Keine Angst. Auf dem Markt, beim Bauern und im Bioladen findest du es noch.
  • Markus97 28.02.2020 07:39
    Highlight Highlight Ich muss hier die Anbieter in Schutz nehmen. Bei sogenanntem FMCG (fast moving consumer goods) ist die Marge praktisch bei 0. Wenn ich äusserlich schlechteres Gemüse verkaufe, habe ich jedoch genau die gleichen Kosten für Transport, Personal etc. Das führt dazu, dass ich beide Qualitätsstufen nur zum ungefähr selben Preis anbieten kann. Dabei hat die Vergangenheit gezeigt, dass bei zwei Qualitäzsstufen zim etwa gleichen Preis, der Kunde natürlich jeweils zur besseren greift. Darum ist das Angebot von minderwertig geformtem Gemüse in der Vergangenheit auch immer haushoch gescheitert.
    • MarGo 28.02.2020 07:58
      Highlight Highlight 1. sollte das nicht auf dem Buckel der Bauern, die ihr Gemüse so nicht loswerden ausgetragen werden.
      2. gibt es sicher die Konsumenten, die nur die besten Teile aussuchen - es gibt aber auch andere, denen das absolut egal ist (mir bspw)
      3. sehe ich in keinem Laden auch nur eine solche Auswahl an "2. Ware" - daher wird diese Untersuchung mit zwei Q-stufen wohl nicht sehr repräsentativ vorgenommen worden sein...
    • Seth 28.02.2020 08:00
      Highlight Highlight Wäre es dann nicht einfach so, dass weniger masse im angebot automatisch dafür sorgt, dass mehr "mindere" qualität gekauft würde? Da müsste ein bisschen ein Systemwechsel stattfinden. Oder man könnte sich fragen, ob das System der Qualitätsstufen ausgedient hat. Da spielen natürlich ganz viele Faktoren mit, aber irgendwie in die Richtung müsste das doch gehen, wenn man etwas verändern will...
    • HAL1 28.02.2020 08:05
      Highlight Highlight Ich versteh bei solchen kommentaren die blitzer nicht... markus hat hier schlicht was erklärt. Nix verstehen aber hauptsache was klicken?
    Weitere Antworten anzeigen
  • YBforever 28.02.2020 07:33
    Highlight Highlight Das ist der Mensch (nicht alle)! Macht kaputt, was mühsam über zig Jahre aufgebaut wurde. Politik und Wirtschaft werkeln schon lange an Volk vorbei und merken es nicht!
  • Seth 28.02.2020 07:31
    Highlight Highlight Einen Link zum Film war noch toll :)
  • Baumann moni 28.02.2020 07:29
    Highlight Highlight Bin voll schockiert und sprachlos. So viele Menschen leiden an Hunger auch hier in der Schweiz das verstehe ich nicht 😠😠😠😠😠😠😠😠😠😠😠😠
    • Chili5000 28.02.2020 11:47
      Highlight Highlight Die Menschen auf der Welt leiden an Hunger egal ob ob du alle Rüebli aufisst oder nicht...
    • Lami23 28.02.2020 15:08
      Highlight Highlight Das stimmt nur zum Teil. Wenn wir mit unseren Ressourcen nicht weitsichtig umgehen, werden wir irgendwann noch mehr als wir es sowieso schon tun, auf die der ärmeren Länder zurückgreifen und noch mehr Hunger verursachen.
      Weitsichtig umgehen heisst, Foodwaste verhindern und Überproduktion eindämmen.
      Aber kurzfristig gesehen hast du Recht.
  • Titangirl 28.02.2020 07:19
    Highlight Highlight Wie im Dok gesagt wurde, wir können's uns leisten, zumindest finanziell. Hier in der Schweiz geht es uns immer noch viel zu gut. Alle jammern auf ultra hohem Niveau.
    Die Bauern können von Ihrem Einkommen nicht mehr leben, wegen der massiven Überproduktion und der viel billigeren Importware. Alle schimpfen dann über die Direktzahlungen, jedoch geht es ja so nicht anders. Es braucht ganz andere Regulationen, nicht wie lang oder krumm ein Rüebli sein darf...
  • Glenn Quagmire 28.02.2020 07:17
    Highlight Highlight Als Hobbygemüsegärtner hab ich, ausser Tomaten, noch selten was „innerhalb der Norm“ ernten können 🤪

    Das Unique Label vo Coop ist ein anfang, es brauch aber mehr in diese Richtung
    • Lami23 28.02.2020 10:39
      Highlight Highlight Gibt es bereits. Geh auf dem Markt und im Bioladen einkaufen.
    • Glenn Quagmire 28.02.2020 10:49
      Highlight Highlight @lami mach ich meist....nur deckt dies nur einen Bruchteil der Einkäufe der Bevölkerung
  • MarGo 28.02.2020 07:16
    Highlight Highlight Ich habe mich früher auch dabei ertappt, die wohlgeformtesten und schönsten Teile auszuwählen, wenn ich in der Gemüseabteilung "auf der Jagd" war... Heute greife ich bewusst zu den weniger schönen Teilen, weil es schlicht keine Rolle spielt und so auch das weniger schöne Gemüse über die Theke geht.
    Mir spielt das absolut keine Rolle... Hier muss der Einzelhandel endlich von seinem dekadenten Ross steigen!
    • Baumann moni 28.02.2020 07:33
      Highlight Highlight Richtig früher hat man solches Gemüse und Früchte gegessen man hat dazumal keine Maschinen gehabt wo das Genüsse nach Schönheit aussortiert. Ich kaufe heute noch solches Gemüse prix garantie hat solches Gemüse oder Früchte
    • bruuslii 28.02.2020 07:58
      Highlight Highlight nicht nur die händler, auch die kunden müssen wie du umdenken.
      nützt dann auch wenig, wenn der händler am schluss das unförmige gemüse wegwerfen muss.
    • Darkglow 28.02.2020 08:24
      Highlight Highlight Guter Vorsatz! werde ich zukünftig auch so machen... Das traurige ist jedoch, wenn das viele machen, werden die Einzelhändler beginnen, das "schöne" Gemüse als Premium zu höheren Preisen zu verkaufen. Aber bis dahin ist es ein langer Weg.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tedmosbyisajerk.com 28.02.2020 06:58
    Highlight Highlight Finde es vorbildlich, dass Coop mit Ihrem "Unique" Gemüse auch Karotten, Kartoffeln etc. verkauft, welche ebendieser sinnlosen Standardisierung abweicht.
  • Frausowieso 28.02.2020 06:55
    Highlight Highlight Die Anbieter rechtfertigen diese Praxis mit dem Kundenwunsch. Ich denke, dass der Kunde eher in diese Richtung erzogen wurde. Die Anbieter boten selbst immer mehr nur diese Ware an, damit ihre Läden schön aussehen und sie höhere Preise verlangen können. Heute hat man ja gar nicht mehr die Wahl. So gut wie jeder würde auch normales Gemüse kaufen. Das Gemüse würde ja auch günstiger werden, wenn man nicht mehr so viel davon aussortieren würde.
    • anonymous2 28.02.2020 07:54
      Highlight Highlight Unter anderen Gründen ist die Fenaco ein gewichtiger Grund, sie verhindert den Verkauf von solchem Gemüse...
  • SIEGLINDE 28.02.2020 06:52
    Highlight Highlight Schaut so aus als würde die Mafia dahinterstecken Kartelle und Logen wir bauen prinzipiell meiste selber an den Rest kaufen wir direkt vom Bauern würde doch NIE Kartoffeln kaufen im Supermarkt die mindestens 10x gespritzt sind 😁😁😁😁😁
  • homo sapiens melior 28.02.2020 06:50
    Highlight Highlight Frisch genug muss das Gemüse sein. So dass es noch gesund und geniessbar ist. Wie es aussieht, ist mir total egal.
  • Chancho 28.02.2020 06:36
    Highlight Highlight Love is in the air.
    Benutzer Bild
  • Ökonometriker 28.02.2020 06:30
    Highlight Highlight Diese Gemüsestandardisierung ist ein weiterer Grund, weswegen das Essen in unseren Läden so teuer ist.
    Kaufen das die Leute echt nicht?
    Wenn ich in Asien oder Südamerika auf dem Markt frisches Gemüse kaufe, sieht es auch so (oder noch unförmiger) aus, schmeckt aber mindestens so gut wie hier. Warum kann man das nicht einfach in der Migros anbieten?
    • Doeme1999 28.02.2020 06:51
      Highlight Highlight @Ökonometriker
      Ich arbeite seit 2 Jahren in der Migros und es ist so das es uns das Lebensmittel Gesetz das uns vorschreibt und wir uns halt dran halten müssen. Was auch noch ein grund ist, ist das die Kunden heutzutage sehr pingelig sind und alles perfekt haben müssen und da wir von der Migros halt alles für die Kunden machen ist es soweit gekommen.
    • Corpus Delicti 28.02.2020 06:53
      Highlight Highlight Coop bietet in manchen Filialen "Ünique"-Gemüse an, welches nicht der "Norm" entspricht. Leider, Seite ich finde, an viel zu wenigen und oft scheinbar willkürlichen Standorten.
    • Frausowieso 28.02.2020 06:57
      Highlight Highlight Auf den Geschmack hat das Aussehen eigentlich keinen Einfluss. Im Gegenteil. Natürlich gewachsenes Gemüse und natürliche Sorten schmecken sogar besser. Wer selbst einen Gart hat, weiss wie das Gemüse wächst und dass es eigentlich nie der Standartform entspricht. Ich bin davon überzeugt, dass es die Leute kaufen würden. Wenn es nur natürliches Gemüse im Angebot hat, dann gewöhnt man sich auch wieder daran
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  • Kiro Striked 28.02.2020 06:24
    Highlight Highlight Ich glaube hier, dass vieles leider einfach einbildung der Detailhändler ist.

    Bei meinem Partner in Norddeutschland findet man auch alle Formen von Karrotten im Rewe dort, von Regionalen Bauern, die nicht ganz so gut aussehen, wir kaufen diese Trotzdem.

    Denauso wie komisch gewachsene Gurken u.s.w. Ich glaube die Ausrede der Detailhändler dass diese Ware nicht verkauft werden würde ist der absolute Blödsinn.

    Aber naja... es liegt eh von allem 20 Kilo rum, jeden Tag... Ein Riesen überfluss an Lebensmitteln. Das finde ich viel schlimmer.
  • Töfflifahrer 28.02.2020 06:23
    Highlight Highlight Wäre jetzt kein Problem für mich.
    So sieht das alles nunmal meistens aus.

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