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Foodwaste als Klima-Killer: Weltklimarat fordert Gegenmassnahmen

Rund 30 Prozent aller Lebensmittel landen weltweit im Abfall. Der Weltklimarat fordert in einem Sonderbericht Gegenmassnahmen - und tadelt den hohen Fleischkonsum.



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Bild: Shutterstock

Es sind eindrückliche Zahlen: Die gesamte Nahrungsproduktion trägt zwischen 21 und 37 Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen bei. Inbesondere, weil sich der Fleischkonsum pro Kopf in den letzten 60 Jahren mehr als verdoppelt hat.

In einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht tadelt der Weltklimarat IPCC insbesondere die Foodwaste-Problematik. Laut den Autoren des Papiers landen heute weltweit 25 bis 30 Prozent aller Lebensmittel im Abfall.

Die Medienkonferenz des IPCC im Livestream:

«Mit der Minimierung von Produktionsverlusten und der Vermeidung von Food-Waste liesse sich eine grosse Menge an Treibhausgas-Emissionen einsparen», schreibt die Schweizer Akademie der Naturwissenschaften in einer Mitteilung.

Aus Sicht von Umweltschützern muss ein Umdenken gerade beim hohen Fleischkonsum einsetzen. Die Produktion von Fleisch trage durch hohe Treibgasemissionen erheblich zum Klimawandel bei. Insgesamt stammt etwa ein Viertel der klimaschädlichen Emissionen aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft und anderer Landnutzung.

Laut WWF Schweiz wird für die Produktion eines Kilos Rindfleisch 15,4 Kilogramm CO2-Äquivalent ausgestossen, für ein Kilo Linsen nur 700 Gramm. Ein Gramm CO2-Äquivalent entspricht der Treibhausgas-Wirkung von einem Gramm CO2, auch wenn sie durch Methan oder Lachgas entsteht.

«Mit der Minimierung von von Food-Waste liesse sich eine grosse Menge an Treibhausgas-Emissionen einsparen»

Eine vielfältigere Ernährung mit mehr Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Gemüse, Früchten und Nüssen sowie weniger tierischen Produkten würden den Treibhausgasausstoss reduzieren – und gleichzeitig die Gesundheit der Menschen verbessern.

Der Klimawandel wirke sich bereits heute negativ auf die Ernährungssicherheit aus, also auf Verfügbarkeit, Zugang, Nutzung und Stabilität. «Der Klimawandel hat negative Folgen für alle Indikatoren des Landverlustes, wie Wüstenbildung, Bodenerosion, Verlust von Vegetation und Permafrost», sagt Edouard Davin von der ETH Zürich und Leitautor des Berichtes.

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(amü/sda)

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