Gesellschaft & Politik
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Hacker zum NDG: «Warum zur Hölle sollten wir dafür stimmen, unsere Privatsphäre aufzugeben?»
Ich bin ja, wie jeder andere hoffentlich auch, Fan der direkten Demokratie. Aber auch bei dieser Abstimmung wird wieder das Problem sein, dass 95% wohl gar nicht genau wissen um was es eigentlich geht. 
Aber ja, ein Nein wird wohl schwierig zu erreichen sein. Die Angst wird siegen.

Der NDB untersteht Guy Parmelins VBS.  bild: user-input

So schützt du deine Privatsphäre vor dem Geheimdienst

Die Schweiz hat Ja gesagt zu mehr Überwachung. Denjenigen, denen das nicht passt, bleibt jetzt nur noch, ihre Privatsphäre möglichst gut zu schützen. Diese Tools helfen dabei, sich wenigstens ein bisschen dem Radar des Geheimdienstes zu entziehen.



Kurz vorneweg: Mit dem Ja zum neuen Nachrichtendienstgesetz darf der Geheimdienst (NDB) neu Privaträume verwanzen, Telefone anzapfen, in Computer eindringen und den Internetverkehr überwachen (wenn du wissen willst, wie weit die Kompetenzen des NDB sonst noch reichen, spiel' das Quiz hier oder am Ende dieses Artikels.) 

NDG Nachrichtendienst Geheimdienst NDB Überwachung Trojaner

Gegen Wanzen und Trojaner ist kaum etwas auszurichten, allerdings gibt es Methoden, die elektronische Kommunikation zu schützen und Spuren im Netz wenigstens ein bisschen zu verwischen. Hier die Übersicht.

Für E-Mails

Ein Klassiker unter den Mail-Verschlüsselungs-Programmen ist «Pretty Good Privacy». Der amerikanische IT-Experte Phil Zimmermann entwickelte die Software bereits im Jahr 1991, um Aktivisten dabei zu helfen, ihre Kommunikation zu schützen. Als PGP auch im Ausland Abnehmer fand, wurde ein Verfahren gegen Zimmermann eingeleitet.

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Verschlüsselungspionier Phil Zimmermann. bild: wikipedia

«Pretty Good Privacy» kostet. Gratis Alternativen sind «GnuPG» und «OpenPGP». Alle Programme ermöglichen es auch, mit dem Smartphone verschlüsselte Mails zu verschicken.

PGP ist zwar einfach zu verwenden, da es beispielsweise in Google-Mail integriert werden kann, doch die Installation ist mühsam. Es gab in der Vergangenheit zwar Bemühungen, einfachere Mail-Verschlüsselungs-Tools zu entwickeln, durchgesetzt hat sich davon aber keines.

Hier geht's zum Download von PGP (via chip.de).
Und hier zu GnuPG.

Eine interessante Alternative bietet «Pretty Easy Privacy», mitentwickelt von der gleichnamigen Schweizer Stiftung. Diesen Sommer hat die Stiftung ihre erste Software zur vollautomatischen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung von Mails lanciert – allerdings erst für Outlook (20 Dollar pro Jahr) und Android (gratis). Die Stiftung arbeitet an weiteren Lösungen, unter anderem für iOS und Messenger.

Hier geht's zum Download für Android-Geräte.
Und hier zum Download für Outlook.

Für SMS und Telefonate

Nachrichten, die mit der Nachrichten-App von iPhone zu iPhone gesendet werden, sind komplett verschlüsselt. Apples iMessage war eines der ersten weit verbreiteten Chat-Systeme mit integrierter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Auch Gespräche, die über Facetime geführt werden, gelten als nahezu abhörsicher, mal abgesehen von Sicherheitslücken rund um iOS, die immer mal wieder bekannt werden.

Wer ein anderes Betriebssystem benutzt, oder auf Nummer sicher gehen will, hat die Möglichkeit, diverse Apps zu installieren, über die verschlüsselt kommuniziert werden kann. Das geht ganz einfach: App herunterladen, Kontakte synchronisieren, schreiben. Zum Beispiel mit diesen zwei:

Signal ist eine Gratis-App, die Verschlüsselung von Handy zu Handy bietet (Nachrichten und übers Internet telefonieren). Zusätzlich kann Signal die Nachrichtendatenbank am Gerät verschlüsseln, sodass Nachrichten erst nach einer Passworteingabe gelesen werden können. Das Programm kommt ohne Passwort aus. Mittlerweile arbeitet auch WhatsApp mit der Technik von Signal. Metadaten könnten jedoch weiterhin erhoben werden.

Hier geht's zum Download für Android.
Und hier zum Download für Apple-Geräte.

Metadaten

Unter Metadaten versteht man alle bei der Kommunikation anfallenden Daten ausser dem Nachrichteninhalt. Metadaten ermöglichen es, Nutzer eindeutig zu identifizieren, ihr Verhalten zu analysieren, ihre Freundeskreise und bevorzugten Standorte kennenzulernen und ihr Kommunikationsverhalten zu überwachen. Abgesehen von den reinen Nachrichteninhalten kann also ein ziemlich ausführliches Profil einer Person erstellt werden.

Threema, eine Schweizer App, verschlüsselt ebenfalls von Handy zu Handy und ist genauso einfach zu bedienen wie Signal. Threema speichert keine Metadaten (was WhatsApp trotz End-zu-End-Verschlüsselung immer noch tut). Nutzer werden bei Threema nicht über ihre Handynummer, sondern über eine beliebige 8-stellige Zahl identifiziert.

Hier geht's zum Download von Threema.

Der Haken an diesen Apps: Sie funktionieren nur mit Leuten, die die Apps ebenfalls verwenden. Und auch wenn diese Apps Verschlüsselungen bieten: Ob es Hintertüren gibt, durch die auch der NDB einsteigen könnte, ist nie klar. Wer so privat wie möglich chatten will, dem sei neben Signal und Threema der Online-Ratgeber der «Electronic Frontier Foundation» empfohlen. Die Non-Profit-Organisation hatte früher auch schon alle Messenger-Dienste und Verschlüsselungs-Apps bewertet.

Fürs Surfen

Geschützt surfen ist schwierig, für Laien gibt es noch keine gute Lösung. Über das TOR-Netzwerk ist anonym surfen möglich, jedoch hat die Nutzung des TOR-Browsers seine Tücken, und nicht alle Websites funktionieren (denn aus Sicherheitsgründen sollte man zum Beispiel den Flash-Player deaktivieren).

Ausserdem: Zwar können die digitalen Fussspuren vor dem NDB geheimgehalten werden, doch ein Restrisiko, «mitgelesen» zu werden, bleibt – einfach von den Knotenpunkten des TOR-Netzwerks aus, über die der Datenverkehr läuft. Und wer diese kontrolliert, ist ungewiss, da die verwendeten Server bei jedem Verbindungsaufbau neu ausgewürfelt werden.

Hier geht's zur TOR-Website.

Eine weitere Anonymisierungsmöglichkeit sind VPN-Dienste: Die virtuellen privaten Netzwerke erlauben es, die eigene IP-Adresse nach aussen zu verschleiern. Bei diesen Tools surft man über Endpunkte, die der Anbieter zur Verfügung stellt.

Einer der populärsten VPN-Anbieter ist «Private Internet Access». Die Browser-Extension kostet zwar zurzeit knapp 50 Dollar pro Jahr, wird aber von Experten eher empfohlen als Gratis-Angebote. Sogenannte Proxys funktionieren gleich, sind aber auf den Browser beschränkt (beispielsweise nur Google Chrome, ein Skype-Anruf wird damit nicht mehr verschlüsselt).

Hier geht's zum Download von PIA

Grundsätzlich gilt: Wann immer möglich sollte man über «https»-Webadressen surfen, hierbei wird die Kommunikation zwischen Browser und Website verschlüsselt.

Es gibt Bestrebungen, «http»-Adressen generell als unsicher zu deklarieren, das macht beispielsweise Google Chrome ab dem Jahr 2017. Doch auch dann: Der Bund kann zwar nicht wissen, was du beispielsweise auf watson liest, aber wann und wie lange du watson besuchst (Metadaten).

Welche Websites der NDB überwachen kann, findest du hier heraus.

Für die Festplatte

Inkognito surfen (bietet jeder Browser an) hinterlässt keine Spuren. Weder im Cache noch im Verlauf sind Daten gespeichert. Aber: Web-Inhalte, die ich beim Surfen zu Gesicht bekomme, werden über die Grafikkarte und im Arbeitsspeicher verarbeitet. Wenn der Bund Staatstrojaner einsetzt, nützt es also nichts, die ganze Zeit «privat» gesurft zu haben. 

Nötig ist eine Festplattenverschlüsselung, die moderne Apple-Computer («FileVault») und Windows-Geräte («BitLocker») standardmässig anbieten.

Dasselbe gilt für mobile Geräte wie das iPhone – die sind standardmässig ebenfalls festplattenverschlüsselt. 

Da gibt's also eigentlich nichts mehr zu tun. Es bleibt allerdings die Frage – aber das ist dann eine juristische – ob Gerichte dich dazu zwingen können, ein Gerät zu entsperren. Wie Rechtsanwalt Martin Steiger im September gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagte, gibt es auf jeden Fall keine gesetzliche Grundlage, die beispielsweise Apple dazu zwingen könnte, iPhones zu entsperren.

watson-Artikel zum Nachrichtengesetz, NDG

NDG-«Arena»: Die Juso-Präsidentin grilliert den Bundesrat und Parmelin versteht nur Bahnhof

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Der Staat braucht gleich lange Spiesse wie die Terroristen – aber das NDG ist der falsche Weg

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Beantworte diese 11 Fragen zum neuen Nachrichtendienst-Gesetz richtig oder du wirst ausgehorcht

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«Der gläserne Bürger droht Realität zu werden!» Moment – über welches Gesetz haben wir gerade abgestimmt?

1.Zu Beginn eine ganz grundlegende Frage: Was will das neue Nachrichtendienstgesetz (NDG) eigentlich?
ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG UEBER DEN NACHRICHTENDIENST (NACHRICHTENDIENSTGESETZ) VOM SONNTAG, 25. SEPTEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Parabolic antennas of the Brentjong satellite earth station above Leuk and the river Rhone in the canton of Valais, Switzerland, pictured on July 16, 2016. One part of the antennas is operated by the Federal Department of Defence, Civil Protection and Sports (DDPS), whereas the company Signalhorn, which provides managed communication services, owns the other part. (KEYSTONE/Gaetan Bally)Die Satellitenanlage mit Parabolantennen auf dem Plateau von Brentjong oberhalb von Leuk im Kanton Wallis am 16. Juli 2016. Die Anlage beinhaltet zwei getrennte Stationen; der kleinere Bereich gehoert der Eigenossenschaft und wird  vom Eidgenoessischen Departement fuer Verteidigung, Bevoelkerungsschutz und Sport (VBS) betrieben. Die vom VBS betriebenen Antennen gehoeren zum schweizerischen Spionagesystem Onyx, welches die internationalen zivilen und militaerischen Mitteilungen abfaengt, die ueber Satelliten gesendet werden und soll somit primaer der Bekaempfung von Terrorismus dienen. Ein zweiter  Bereich, 150'000 Quadratmeter bebaut mit 50 Parabolspiegeln, ist im Besitz der Signalhorn AG, die der Signalhorn Trusted Networks GmbH mit Sitz im deutschen Backnang gehoert. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
KEYSTONE
Mehr Kompetenzen für den Nachrichtendienst des Bundes (NDB).
Regelung der Überwachung im öffentlichen Raum.
2.Inländischer Internetverkehr wird mit dem neuen NDG nicht überwacht. Du läufst also keine Gefahr, in den Fokus des Geheimdienstes zu geraten, wenn du einen Kommentar auf watson.ch schreibst. Richtig oder falsch?
Die Redaktion des Newsportals Watson, aufgenommen am 19. Maerz 2014 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
KEYSTONE
Richtig. Ich bin vor dem NDB geschützt.
Falsch. Ich könnte überwacht werden.
3.Fallbeispiel: Dein Bruder plant mit seinen Freunden «Chriegerlis» im Wald. Per Mail tauschen sie sich über die Waffen aus, die sie zum Spiel mitbringen wollen, ohne dabei ausdrücklich zu erwähnen, dass es sich in Wirklichkeit um trockene Äste handelt, die nur durch kindliche Phantasie zu Waffen werden. Könntest du in den Fokus des Geheimdienstes geraten?
A kid plays with a piece of wood and enjoys the sunny and warm weather, on the Geneva Lake, in Vevey, Southwestern Switzerland, Sunday, January 12, 2014. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)
KEYSTONE
Nein. Inländischer Internetverkehr darf nicht überwacht werden.
Nein, nur mein Bruder.
Ja.
4.2007 wurde der deutsche Wissenschaftler Andrej Holm wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung wochenlang inhaftiert. Aufgrund einzelner Fachbegriffe in seinen Forschungsbeiträgen war er mit einem Bekennerschreiben einer militanten Gruppe in Verbindung gebracht worden. Holm wurde schliesslich ohne Anklage freigelassen. Wäre so ein Fall mit dem neuen NDG möglich?
Andrej Holm (Inst. f. Soziologie, HU Berlin)
wikimediacommons
Ja, jeder könnte dem NDB ins Netz gehen.
Nein, das NDG ermöglicht nur gezielte Massnahmen, wenn ein Verdacht besteht.
5.Richtig oder falsch? Mit dem neuen NDG darf der Nachrichtendienst Cyberangriffe führen, also im Ausland in Computersysteme einbrechen, ohne dass ein Einverständnis des betroffenen Landes eingeholt worden wäre.
FILE - In his June 6, 2013 file photo, the National Security Agency (NSA) campus in Fort Meade, Md. The leak of what purports to be a National Security Agency hacking tool kit has set the information security world atwitter — and sent major companies rushing to update their defenses. Experts across the world are still examining what amount to electronic lock picks. Here's what they've found so far. (AP Photo/Patrick Semansky, File)
AP/AP
Falsch. Zu Spionagezwecken in geschützte Computersysteme im Ausland einzudringen bleibt illegal.
Richtig. Der VBS-Chef soll solche Angriffe anordnen können.
6.Welche Menschenrechte stellt das neue NDG in Frage?
Swiss Foreign Minister Didier Burkhalter issues his statement during the opening of the High-Level Segment of the 28th session of the Human Rights Council, at the European headquarters of the United Nations, in Geneva, Switzerland, Monday, March 2, 2015. The Human Rights Council opens today a four-week session with member states and top officials. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)
KEYSTONE
Das Recht auf Schutz der Privatsphäre.
Das Recht auf freie Meinungsäusserung.
Das Recht auf faire Gerichtsverfahren und das Recht auf Vertraulichkeit der Kommunikation mit dem eigenen Anwalt.
Alle drei.
7.Fallbeispiel: Der Geheimdienst hegt den Verdacht, dass in einer Moschee Radikalisierungs-Tendenzen stattfinden. Er darf nun mit Drohnen die Umgebung der Moschee filmen, die Aufnahmen speichern und Profile anlegen. Richtig oder falsch?
Die An'Nur-Moschee in Winterthur am Dienstag, 17. November 2015. Laut dem Syrien-Kenner Kurt Pelda, der intensive Recherchen getaetigt hat, soll es im Umfeld der An'Nur-Moschee eine Zelle des IS geben. Den Recherchchen zufolge soll vor Kurzem eine weitere Person von Winterthur nach Syrien gereist sein. Die Maenner die nach Syrien gereist seien, sollen Jihadisten sein, die in der Moschee in Winterthur rekrutiert worden seien. (KEYSTONE/Walter Bieri)
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Richtig.
Falsch.
8.Fortsetzung: Darf der NDB den Moschee-Besuchern nun Wanzen in die Handtaschen schmuggeln, um nichtöffentliche Unterhaltungen abhören zu können?
Bundesrat Ueli Maurer, hat einen roten Kopfhoerer auf beim Besuch der Bieler Bevoelkerung, waehrend der zweitaegigen Bundesratsreise, am Donnerstag, 2. Juli 2015, auf dem Ringplatz in Biel. (KEYSTONE/Marcel Bieri)
KEYSTONE
Ja.
Nein.
9.Fortsetzung: Eine der Moschee-Besucherinnen erhält ein womöglich illegales Geschäfts-Angebot von ihrem Bruder und will dieses mit ihrem Anwalt besprechen. Über eine Wanze in der Handtasche hört der NDB dieses Gespräch zufällig mit. Das Geschäft scheint für den NDB von Interesse – er darf die Tonaufnahmen des Gesprächs in einer Datenbank speichern, heimlich Computer und Wohnung des Bruders durchsuchen und dabei gefundene Dokumente den Strafverfolgungsbehörden übergeben, damit der Bruder zur Befragung vorgeladen wird. Richtig oder falsch?
THEMENBILD ZU SDA TEXT SOFORTHILFEGESUCHE FUERSORGLICHE ZWANGSMASSNAHMEN --- Ein Mann sucht Akten in einem Aktenschrank in Zuerich, am 29. September 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)
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Richtig.
Falsch.
10.Richtig oder falsch? Stimmt es, dass (neben dem VBS-Chef und dem Sicherheitsrat des Bundesrates) gesetzlicher Ebene ein einzelner Richter die Überwachungsmassnahmen anordnet?
Aussenaufnahme des Bundesverwaltungsgerichtes in St. Gallen, aufgenommen am 5. Juli 2012. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
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Falsch. Es bestimt ein richterliches Gremium.
Richtig, ob grünes Licht gegeben wird, entscheidet (auf richterlicher Ebene) einzelne Person.
11.Der NDB darf in Computer einbrechen, ohne dass der Betroffene das merkt. Er steigt dazu über Sicherheitslücken (beispielsweise bei Google) ein. Wo liegt das Problem?
A man types on a computer keyboard in Warsaw in this February 28, 2013 illustration file picture.  High-level Chinese hackers recently tried to break into a key Canadian computer system, forcing Ottawa to isolate it from the main government network, a senior official said on July 29, 2014. REUTERS/Kacper Pempel/Files (POLAND - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY)
X02307
Die Sicherheit ist auf beiden Seiten lückenhaft. Der Geheimdienst macht sich also im Gegenzug angreifbar.
In der Endkonsequenz macht dieses Vorgehen das Internet weniger sicher, weil Sicherheitslücken nicht mehr gemeldet, sondern an Geheimdienste verkauft werden.
12.Das neue NDG trägt laut dem Text in der Abstimmungsbroschüre zum Schutz der Freiheitsrechte der Bevölkerung bei und erhöht die Sicherheit der Schweizerinnen und Schweizer. Richtig oder falsch?
Bundesrat Guy Parmelin praesentiert den sicherheitspolitischen Berichtder Schweiz am Mittwoch, 24. August 2016, in Bern. Bundesrat Parmelin spricht wie folgt zur veraenderten Sicherheitslage:
KEYSTONE
Richtig.
Falsch.

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88
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88Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hinkypunk 28.09.2016 09:44
    Highlight Highlight Ich freue mich schon wenn der Bumerang auf diese rechten Bewachungsbefürworter zurückkommt.

    Was man von den rechten Hetzer im Internet liest ist nicht mehr feierlich. Hoffentlich greift da der Staat dann hart durch.
  • rodolofo 28.09.2016 07:36
    Highlight Highlight Aber ich gebe folgendes zu Bedenken:
    Wer seine Privatsphäre schützt, macht sich ganz besonders verdächtig!
    Toooing! Daaas Schreckkmümpfeliiii!
    Tuuuiiiiiuuu tuhuwiiiii, tuhuwihiuuhuuwiiuu tuhuwiiii, tuhuwihiuuuhuuuwiiii...
  • http://bit.ly/2mQDTjX 27.09.2016 12:48
    Highlight Highlight An anderen Orten schützt der Staat die Privatsphäre seiner Bürger. In der Schweiz müssen Bürger ihre Privatsphäre sogar vor dem Staat schützen.

    https://www.datenschutz-hamburg.de/news/detail/article/anordnung-gegen-massendatenabgleich-zwischen-whatsapp-und-facebook.html
  • Mnemonic 27.09.2016 09:59
    Highlight Highlight Ach Watson, wenn es bloss SO einfach wäre. Aber Systeme wie Trusted Solaris etc. Sind dem normalen User einfach (noch?) nicht zuzumuten...
  • DailyGuy 27.09.2016 09:34
    Highlight Highlight Menschenrechte? Pha! Da nehmen wir doch die Initiative der SVP an und dann steht sowieso unsere Verfassung über allem andere! Das machen ja sonst nicht nur machtgeile Despoten.
  • Shin Kami 27.09.2016 08:38
    Highlight Highlight Tja wisst ihr wo die grösste IT-Sicherheitslücke der Schweiz sitzt? Richtig, bei unserem Möchtegern Geheimdienst. Und jetzt ratet mal was passiert, wenn der plötzlich viel mehr über uns weiss. Richtig, Ausverkauf für gewisse andere Länder...
  • Ezi 27.09.2016 07:03
    Highlight Highlight Ich habe wohl ein total langweiliges Leben, ich finde auch beim intensiven brainstormen gar nichts in meinen Mails und SMS, dass die Aufmerksamkeit vom Staat erregen könnte. Bin schon ein bitzeli neidisch auf alle hier, die jetzt Panik haben und sofort ein Mail-Verschlüsselungsprogramm brauchen. Vermutlich wird der Verkaufsschlager vom Winter 2016 und 2017 die Tarnkappe sein. Hilft auch um sich vor potentiellen Schnüfflern zu schützen.
    • Randy Orton 27.09.2016 08:31
      Highlight Highlight Ich finde es wenier problematisch, dass meine Mails etc. mitgelesen werden könnten vom Staat (so war es ja bisher). Was mir Sorgen macht, ist die immense Datenmenge die nun verarbeitet und zwischengespeichert werden muss. Ich denke nicht, dass unsere Regierung dies so sicher handhabt, dass Niemand mit schlechten Absichten an diese Daten kommen könnte, zumal ein grosser Teil via Server in Polen geht und nicht in der Schweiz bleibt. Wir machen uns mit dem neuen NDG nur angreiffbarer.
    • Hernani Marques 27.09.2016 08:42
      Highlight Highlight Sagens wirs mal mit den mutmasslichen Worten von Kardinal Richelieu:

      "Gebt mit sechs Zeilen von der Hand des ehrlichsten Mannes, so werde ich etwas finden, um ihn an den Galgen zu bringen."

      Du bist vielleicht nicht eben der geborene Erpresser oder Strafverfolger, um das Flair dafür zu haben, was man gegen dich verwenden kann.

      Manchmal reicht es, dass du (mit deinem Handy) am falschen Ort zur falschen Zeit bist, damit du dran bist.

      Ich empfehle dir jetzt aber nicht, dass du deine SMS & Mails für uns alle ins Netz stellst: sonst gelingt es noch jemandem, etwas Belastendes zu finden.
    • You will not be able to use your remote control. 27.09.2016 13:41
      Highlight Highlight Zur Ergänzung: Wenn es dich nicht betrifft, heisst das nicht, dass niemand betroffen ist. Ausserdem bist du indirekt betroffen, du kannst das einfach nicht einschätzen.
  • Matrixx 27.09.2016 06:17
    Highlight Highlight Marco ist Lehrling. Er muss eine Arbeit schreiben. Ägyptische Myrhologie interessiert ihn. Marco durchforstet das Internet nach Infos zur ägyptischen Göttin Isis.
    Irgendwo schlägt ein PC Alarm, wegem dem Keywort ISIS. Marco wird sogleich ins Visier genommen. Auf seiner Facebookseite findet die Ermittler seine Freunde. Moslems wie Mohammed, Ahmed etc...

    Jetzt hat Marco ein Problem...
  • Timä 27.09.2016 01:14
    Highlight Highlight Was mich stört, dass alle so ein riesen Drama um diese Abstimmung machen, aber jeder Whatsapp benutzt und denen ohne zögern alle Rechte freiwillig gibt.
    Ich verstehe den Frust, aber irgendwie Verhältnismässig ist das ganze ja wirklich nicht mehr.
    • Hernani Marques 27.09.2016 08:57
      Highlight Highlight Whatsapp und die Installation eines Trojaners auf deinem Handys sind aber doch zwei verschiedene Kategorien.

      Das eine installierst du meistens sehr bewusst, wenn der Abend nicht gerade üppig lange war, das andere kriegst du einfach geheim verpasst.

      Ganz nebenbei hebeln Trojaner auch gerne Sicherheitsmechanismen des Systems aus, was Unsicherheit schürt.

      Zuletzt versenkt der Staat Steuergelder in Mafia-Märkten für nicht-öffentliche Sicherheitslücken. Er infiziert damit unsere Computer, Handys und Server: der Bund wird zur Virenschleuder, gibt aber vor unsere Sicherheit erhöhen zu wollen.
    • Dubio 27.09.2016 09:51
      Highlight Highlight Ist schon mal jemand von Whatsapp oder Facebook in Untersuchungshaft gesetzt worden? Ah nicht? Beim NDG Geschnüffle kann Dir aber genau das passieren. Insofern ist das grössere Geschrei um das NDG absolut gerechtfertigt.
    • road¦runner 27.09.2016 12:46
      Highlight Highlight Dann überlegt dir bitte Mal, wie Du persönlich kommunizierst: Schickst Du brisante Informationen dem Anwalt per WhatsApp? Kommuniziert ihr in der Firma über WhatsApp? Bewirbst Du dich per WhatsApp? Der Inhalt ist ein komplett anderer je nach Kanal, und genau das ist das Problem...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Timä 27.09.2016 01:06
    Highlight Highlight Wie ich mich schütze? Gar nicht ist vielleicht die beste Lösung, einmal im Radar sehen sie alles und wissen, ich bin ein einfacher füdlibürger und dann hab ich Ruhe und bekomme keine Wanzen. Wenn ihr das ganze Verschlüsslungs Zeugs holt, seht ihr erst recht aus als hättet ihr was zu verbergen und verhindert nur, dass man eure Penis Bilder nicht anschauen kann.
    Macht Popo bilder und schreibt unten 'ArschBOMBE' dann muss irgend ein Löli euer allerwertesten anschauen ;)

    Kreativ müssen wir sein, nicht ängstlich :D
    • Hernani Marques 27.09.2016 08:48
      Highlight Highlight Wenn alle schon fast unbemerkt verschlüsseln, was zum Ziel werden muss (das Internet wurde mit einem Vertrauensvorschuss aufgebaut; das wurde missbraucht), dann müsste das als Verdachtsmoment wegfallen.

      Wenn man das als Verdachtsmoment aufbaut, dann sollte man auch Briefpost verdächtigen, die verschlossen ist.

      Im Übrigen können ab dem 1. September 2017 Anschlagspläne noch immer problemfrei per Briefpost verschickt werden: kein NDB oder Geheimdienst der Welt wird hier etwas verhindern.

      Da hat man wohl die Kosten gescheut, ins Gesetz zu kippen, alle Briefpost vom Militär öffnen zu lassen.
  • max power 27.09.2016 00:15
    Highlight Highlight Das funktioniert so einfach und sicher?! Wenn ich mich das Totsch-lag Argument der bürgerlichen Gegner jeder "Anti-Waffen"-Iniative erinnere: Damit bestraft man alle ehrlichen Bürger. DIe Kriminellen werden weiterhin diese Gesetze umgehen. - JA was denkt ihr denn? Professielle kriminelle Organsiationen aka "die dicken Fische" werden diese Technologien nicht nutzen?
  • dzxdx 26.09.2016 22:51
    Highlight Highlight Die Schweizer zerstören ihre Demokratie und merken es nicht einmal. Da kann man nur noch den Kopf schütteln.
  • dzxdx 26.09.2016 22:47
    Highlight Highlight Die Überwachung wird nur dazu führen, dass sich wahre Verbrecher wieder mit Stift und Papier verständigen werden.
    • Menel 27.09.2016 07:41
      Highlight Highlight Nein, in heutiger Zeit treffen sie sich in MMOs und kritzeln sich Nachrichten an zB. virtuelle Hauswände.
    • Hernani Marques 27.09.2016 09:07
      Highlight Highlight Alles das: in der Schweiz wird Briefpost weder vom Dienst ÜPF noch vom NDB systematisch geöffnet. Das macht auch das Militär in dem Fall nicht für den NDB.

      Am politischen Willen (man hat ja alles offen zu legen) liegts nicht, sondern daran, dass es kostet.

      Tote Briefkästen gibts auch.

      Und ganz passabel sind persönliche Treffen ohne Handy, etwa im Garten oder Wald: man kann ja den Eindruck erwecken lassen, der Akku sei ausgegangen.

      Praktisch allen determinierten Irren wird es locker gelingen, an allgemein zugängliche Orten ein Massaker anzurichten. Auch ohne speziellen Waffen.
    • Conflux 27.09.2016 10:29
      Highlight Highlight oh ich bin beeindruckt. Stammt die Idee von dir oder hast du das irgendwo gelesen? Die Idee hört sich erstmal bescheuert an, aber ist tatsächlich die wohl mit Abstand sicherste Art der Kommunikation. Sowas kann keine Überwachung der Welt herausfinden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dzxdx 26.09.2016 22:45
    Highlight Highlight Arme Schweizer stimmen gegen ihre eigenen Interessen, Medien Manipulation machts möglich. Wenn die Stasi Fasch....en uns alle überwachen wollen, müssen wir halt cleverer sein. Keine Smartphones, keine internen Festplatten mehr, nur noch Live Systeme wie Tails, kein Facebook, kein Skype mehr. Mikrophon und Lautsprecher werden aus Handy ausgebaut
    • Hirnwinde 26.09.2016 23:35
      Highlight Highlight Linux liefert harte Nüsse: Live-USB-Stick mit verschlüsselter root und home partiton und Intrusion detection auf der boot partition.
      Dann noch immer auf sich tragen.
      Weniger paranoid: dito mit interner HD. Optional in beiden Fällen: Bootvorgang so konfigurieren, dass er mit einem oder mehreren bestimmtem USB-Sticks entriegelt werden muss. Diese USB-Sticks sind sozuagen die Hausschlüssel zum Rechner. Keiner kann hier in meiner Abwesenheit Schadsoftware installieren oder Daten stehlen.
  • simiimi 26.09.2016 22:30
    Highlight Highlight Nicht zu vergessen ist in dieser Aufzählung auch noch der gute alte Aluhut. Ansonsten ist man vor Guy Parmelins Schergen auch im Schlaf nicht sicher
    • You will not be able to use your remote control. 27.09.2016 13:34
      Highlight Highlight <*))))><
  • supermario1 26.09.2016 22:20
    Highlight Highlight Hm... immerhin sieht mich Guy Parmelin immerhin nicht live, da die Kamera auf meinem Labtop bedeckt ist.. Immerhin kann man so noch in Unterhosen von zu Hause aus arbeiten...
  • fax 26.09.2016 22:11
    Highlight Highlight Hej, es gibt leute die überwacht werden sollten. Oder hab ich was verpasst? Dafür brauchts die besten instrumente. James Bond mit Wasserpistole? Geht nicht. Wer seine "ich komm dann später"-sms verschlüsseln will.. Bitteschön, ist aber Blödsinn. Hej Watson: komm mal runter..bis zum nächsten Skandal ist ja alles gut.
  • MikoGee 26.09.2016 21:58
    Highlight Highlight Darf man jetzt den ignoranten Wählern die Kosten eines Jahresabos von Hide my Ass in Rechnung stellen?
  • demokrit 26.09.2016 21:48
    Highlight Highlight Für Mails gibt es mit ein bisschen mehr Vertrauen noch die anwenderfreundlichen Lösungen:

    protonmail.ch (Schweiz/USA)
    tutanota.de (Deutschland)
    • Conflux 27.09.2016 10:32
      Highlight Highlight Protonmail hab ich auch und finds super. Aber ist halt so eine Sache, wenn der Gegenüber kein Protonmail hat. Dann sind die Nachrichten zwar auf deinem Konto verschlüsselt, aber die Antwort Mails des Gegenübers offen gespeichert.
    • demokrit 27.09.2016 12:14
      Highlight Highlight Ja, ich kenne nicht einmal jemanden, der es auch verwendet. Bei mir war es eine Ablösung von Gmail und erfüllt insofern schon einmal seinen Zweck.
  • wasylon 26.09.2016 21:36
    Highlight Highlight Interessant auch die unterschiedliche Berichterstattung von Watson zu staatlichen Institutionen mit viel Macht. NDB=Böse / KESB=Gut
    • supermario1 26.09.2016 22:35
      Highlight Highlight Beim NDG wünschte sich vernutlich jeder mehr Kompetenzen zugunsten des Staates. Die Frage war nur, wie weit darf der Staat gehen. Offenbahr ist das ja ein sehr starkes Vertrauensvotum oder die Antwort auf die (subjektive) Bedrohungslage. Wir werden sehen.. Hinter jedem Staat stecken schlussendlich nur Menschen. Da wir alle den Staat repräsentieren, wissen wir dass es auch ein paar schwarze Schafe (Nationalitätsunabhängig ;) darunter gibt. Bleibt zu hoffen, dass das Kontrollorgan des ND seine Arbeit macht...
  • wasylon 26.09.2016 21:03
    Highlight Highlight Was nur 34.5% Ablehnung trotz Watson's lustigem Quiz. Wie konnte das denn passieren?😉
  • URSS 26.09.2016 20:51
    Highlight Highlight Wer nichts zu verbergen hat, der braucht sich auch nicht zu fürchten...
    Ausser...
    Du verwendest zum Jux Wörter wie B....., IS.., Te.... Usw
    Und schon bist du im Raster.
    Und wenn du drinn bist, ist es enorm schwer das zu berichtigen.
    Siehe den Fall aus Deutschland wo ein Professor Unschuldig in die " Fänge" des BND geraten ist und unter Terrorverdacht geriet.
    Es kann JEDEN treffen. Auch Unschuldige...
  • 7immi 26.09.2016 20:19
    Highlight Highlight ... und gleichzeitig nutzt man chrome, android, google als suchmaschine, eine smartwatch, die herzschlag usw. überträgt, hat ein 4- stelliges w-lan passwort, etc.

    Mir kommt das ganze etwa so vor:

    -Name: Kevin
    -Nachname: Geheim
    -Alter: Geheim
    -e-mail: kevinmeier1985@superschlau.cc

    (sorry an alle kevins)

    dem geheimdienst gehts um die nationale sicherheit. denen ist es scheissegal, ob wir mal eine affäre haben oder nach dem klo nicht die hände waschen. deren interessensgruppe ist eine ganz andere liga. mir kommt das ganze ein bisschen wie verschwärungstheoretiker vor.
    • Hirnwinde 26.09.2016 20:44
      Highlight Highlight Google einmal "Fichenaffäre".
      Übereifrige Schnüffelämter hatten wir schon einmal.
    • Hernani Marques 26.09.2016 20:52
      Highlight Highlight Ja, das mag alles sein: es ist aber nicht gerade eben en vogue in der Schweiz Einkünfte, Vermögen, Schulden, Passwörter, Krankheiten, Sexualkontakte, Strafregisterauszüge, ganze Mailboxen oder SMS/IM-Threads in Timelines zu posten oder auf Smart-Watches zu speichern. Auch wenn das geht.

      Es herrscht eine erhöhte Offenheit vor, vieles preis zu geben, aber wo's dann ganz intim, düster oder auch einfach mal peinlich & gefährlich wird, ist Schluss.

      Oftmals wissen die Menschen nicht, was gesammelt wird & verhalten sich suboptimal: viele würdens bestimmt lassen, wenn sie's bloss überblickten.
    • Hernani Marques 26.09.2016 21:17
      Highlight Highlight Noch ein Zusatz wegen dem mit der nationalen Sicherheit: das ist verkürzt. Es geht vorderhändig um innere und äussere Sicherheit, Terrorismus usw., womit es als Angstpaket auch beim Volk durchkommt.

      Hintergründig aber wissen wir von den umliegenden Staaten (etwa: Deutschland), dass unser privates Leben Tauschware & harte Währung ist. Unser Privatleben, die Geschäftsgeheimnisse & allerlei amtliche Dokumente werden verstaatlicht; zentral beim Bund gespeichert.

      Alles das weckt Begehrlichkeiten für Strafverfolgungsbehörden als auch Erpressern, ausländischen Geheimdiensten & privaten Firmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hirnwinde 26.09.2016 19:10
    Highlight Highlight Linux bietet an meisten Schutz vor Spionage. Man muss sich da aber reinknien.
  • Tropfnase 26.09.2016 18:26
    Highlight Highlight Netzwerk Cams bei nicht Gebrauch mit Postit abdecken.
  • Wake-Up 26.09.2016 18:25
    Highlight Highlight Bin ich der Einzige, der sich schon die ganze Zeit fragt, was die Watson-Redakteure alles zu verbergen haben? 😉
    • Gringoooo 26.09.2016 18:34
      Highlight Highlight Leider verstehen Sie wohl nicht den Punkt der Sache. Jeder, der noch damit argumentiert "ich habe ja nichts zu befürchten" hat wohl die Tragweite der Thematik nicht eingesehen.
      Watson klärt eher auf.
      Ausserdem - wie die Geschichte zeigt - haben Journalisten (welche oft als kritischer Gegenspieler des Staates agieren) oft etwas zu befürchten.
    • User01 26.09.2016 18:40
      Highlight Highlight Ja.
    • Luca Brasi 26.09.2016 18:47
      Highlight Highlight Nein, auch ich bin mir sicher, dass Frau Wild etwas zu verbergen hat, da sie so vehement gegen das Gesetz gekämpft hat und nun Umgehungsmethoden vorstellt. Die Schlapphüte werden Sie im Auge behalten, Frau Wild. ;D
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  • Gringoooo 26.09.2016 18:21
    Highlight Highlight "Es bleibt allerdings die Frage [...] ob Gerichte dich dazu zwingen können, ein Gerät zu entsperren."

    Wenn dies passieren sollte, wird die Schweiz zum Unrechtsstaat (spätestens). Dies würde nämlich eine Abkehr des Grundsatzes bedeuten, dass keiner bei seiner Überführung Hilfe leisten müsste (sodann auch jegliche unwahre Angabe [bspw. Abstreiten eine Tat begangen zu haben] an sich eine weitere Strafe nach sich ziehen könnte).
    Ich glaube jedoch, dass dies nie und nimmer passieren wird. Falls doch, wäre ich zu tiefst erschüttert.
    • Gringoooo 26.09.2016 18:31
      Highlight Highlight Gedankenanstoss; hätte jemand in dieser Situation wirklich etwas zu befürchten, könnte er sich ja weigern. Was wäre dann die Strafe darauf? Wohl das kleinere Übel, oder unrechtsstaatliche Mittel?
    • Hirnwinde 26.09.2016 18:53
      Highlight Highlight In GB ist das schon so. Wer sich in GB während eines Ermittlungsverfahrens weigert seinen Rechner zu entschlüsseln kann deswegen zu einer Haftstrafe verurteilt werden.
      Das widerspricht zwar dem Bürgerrecht sich nicht selbst belasten zu müssen, aber das wird ignoriert.
    • leonidaswarmegahappy 26.09.2016 19:07
      Highlight Highlight Ist dann nicht einfach so, dass sie dir die Möglichkeit geben dein Gerät zu entschlüsseln und wenn nicht bist du halt dein Handy los..?
    Weitere Antworten anzeigen
  • You will not be able to use your remote control. 26.09.2016 18:20
    Highlight Highlight > Gegen Wanzen und Trojaner ist kaum etwas auszurichten

    Abgesehen von Wanzen:
    Regelmässig updaten hilft, allerdings würde es viel mehr helfen, wenn die Schweiz Sicherheitslücken nicht geheim halten würde.

    Der Förster lässt auch nicht morsche Bäume stehen, weil womöglich mal ein Verbrecher unten durch spaziert und der Polizist den Baum dann einfach auf den Verbrecher werfen kann.

    Es ist wirklich genau so absurd, wie es tönt.
    • Hernani Marques 26.09.2016 20:40
      Highlight Highlight Es ist nötig, dass in freie und offene Software und Hardware investiert wird, und diese Systeme Code-Audits unterzogen werden: nur so kann menschenmöglich sichergestellt werden, dass Sicherheitsrisiken minimiert sind und keine Hintertüren in Soft- oder Hardware eingebaut sind.

      Was Schadsoftware betrifft, ob sie jetzt privater oder staatlicher Urheberschaft ist, hilft nur die schamlose Offenlegung.

      Bei Eigenentwicklungen vom Bund kann das den Steuerzahler jedes Mal mehrere CHF 100'000 kosten: das aber wissen die Befürworter von BÜPF & NDG in Partei, Staat & Volk sicher zu verantworten.
  • Hierundjetzt 26.09.2016 18:07
    Highlight Highlight Liebe Frau Wild von der Theorie gehen wir nun in die Praxis. Was nützt mir ein PGP für meine privaten E-Mails wenn ich mich als Mitarbeiter X von der Firma Y zu erkennen gebe, wenn ich FB, Insta oder Youtube habe? Was nützt mir ach so tolle Privatsphäre, wenn ich Sie mit einem (1) Like auf Ihr Partyfoto vor der gesamten Welt blosstellen kann?

    Und auch wenn Sie sich hermetisch abschotten, Ihre Kollegen schotten Sie nicht mit ab. Ich kann sie somit gepflegt indirekt "ausspionieren"

    Zudem: das mit der Privatsphäre ist seit 2008 (Start FB) passé.

    • Matthias Studer 26.09.2016 18:48
      Highlight Highlight Nur da kann ich entscheiden, welche Daten ich ins Netz stelle. Wo ich ein Like plaziere.
      Das eine ist bewusst, das andere ist Privat. Oder muss ich, wenn ich ein Foto veröffentliche, gleich alle veröffentlichen?
      Dieses Argument, sorry, ist idiotisch.
    • You will not be able to use your remote control. 26.09.2016 19:18
      Highlight Highlight Ich wiederhole:

      'Ich bin zu blöd um meine Privatsphäre zu schützen, darum seid ihr auch alle zu blöd dazu. Und weil sich darum niemand total schützen kann, ist es sinnlos sich über die Privatsphäre Gedanken zu machen.'

      Bravo! Dein Punktestand liegt nun bei -759.
    • azoui 26.09.2016 20:21
      Highlight Highlight @hierund... hast du schon mal versucht fb insta und anderes einfach weg zu lassen. Nur mal testweise für einen monat.
      Ich habe es überlebt, seit mehreren jahren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • C0BR4.cH 26.09.2016 18:07
    Highlight Highlight WhatsApp: Sagt war, sie nutzen die Technologie von Signal, da es aber seinen Sourcecode nicht offen hat, weiss man es nicht genau bzw. könnte eine Backdoor eingebaut sein.

    Threema: Durch das BÜPF ist die App (theoretisch) so gut wie tot. Da sie verpflichtet werden Daten leserlich zu sammeln über 12 Monate. Siehe: https://www.watson.ch/!515544117

    BitLocker: Ein absolutes No-Go! Benutzt lieber weiterhin TrueCrypt oder VeraCrypt.

    TrueCrypt: https://truecrypt.ch/downloads/
    VeraCrypt: https://veracrypt.codeplex.com/
    • TheMan 26.09.2016 19:08
      Highlight Highlight Nur kann Threema angeblich keine Daten sammeln. Nach Threema, hat der Sender und der Absender je einen Teil des Codes für die Entschlüsselung einer Nachricht. Threema hat angeblich keinen Code um in eine Nachricht zu kommen. Da sie weder den Code des Absenders noch den des Senders kennt. Ob das stimmt was Threema sagt, sei dahingestellt.
    • anon 26.09.2016 19:11
      Highlight Highlight Gebe dir grundsätzlich recht, Signal bleibt aber eine gute Alternative. Vor allem auch weil es Open-Source ist und die builds reproducible sind. Von Threema warte ich noch auf ein Statement zum BÜPF.. :-)
    • azoui 26.09.2016 20:25
      Highlight Highlight @TheMan, es ist genau so, wie du es schreibst, "threema hat angeblich...".
      Und solange threema nicht Open Source ist, glaub ich das den Jungs dort nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dini_muetter 26.09.2016 17:49
    Highlight Highlight Vorneweg, mein Nickname rührt daher das sachliche Kommentare die auf argumentativer ebene Artikel wie diese fachlich auseinander genommen haben, nie freigeschaltet wurden. Wahrscheinlich zum Schutze der Artikelschreiber. Anonym surfen ist kinderleicht, aber bestimmt nicht über Tor... Heise.de lesen hilft manchmal. Es wurde mal ein Blackhat Vortrag angekündigt, der im letzten Moment abgesagt wurde, in welchem gezeigt werden sollte wie man, mit gerade mal 2-3k Aufwand Leute im Tor Netzwerk deanonymisieren kann. Einen Monat später waren "plötzlich" 50% mehr Tor Nodes da... von wem wohl?!
    • The Destiny // Team Telegram 26.09.2016 19:27
      Highlight Highlight War wohl das DARPA, Tor ist doch ein riesen Honeypot.
  • Tooto 26.09.2016 17:44
    Highlight Highlight Hehehe. Habt ihr das Titelbild von meinem Kommentar stibizt? :)
    • Daria Wild 26.09.2016 18:14
      Highlight Highlight Jajaja. Bildunterschrift vergessen gegangen. User-Input, okay? Merci gäll :).
    • Tooto 26.09.2016 19:39
      Highlight Highlight Au jetzt habe ich auf den Blitz statt Herz gedrückt.
      Null Problemo, ich habs ja auch irgendwo her ;)
  • leu84 26.09.2016 17:38
    Highlight Highlight Die Kompetenz in Sachen Informatik ist beim Bund so oder so sehr gross 😂. Bis ein System funktioniert wird es 2100 oder die schweizerische Eidgenossenschaft ist Pleite.

    Andere Frage. Was darf man tun, wenn ich ein Wanzenverteiler in meiner Wohnung erwische?
    • _kokolorix 26.09.2016 18:00
      Highlight Highlight Was tut man mit Wanzen? Man erschlägt sie!
    • Gringoooo 26.09.2016 18:17
      Highlight Highlight Kommt darauf an was Sie meinen mit 'tun'.
      Ab diesem Moment wissen Sie ja, dass Sie überwacht werden, da machts auch keinen Sinn mehr und die können abzotteln.
      Wenn die Frage jedoch in Richtung Notwehr (gegen die Eindringlinge) geht, sage ich ihnen, dass Sie am besten garnichts tun. Zum einen ist das Notwehrrecht (vor allem gegen Hausfriedensbruch) in der Schweiz stark kastriert, zum andern kann man die Notwehr gegen Polizeiliche gewalt in keimem Fall geltend machen (bedingt natürlich, dass die Eindringlinge sich als deren Angehörige zu erkennen geben).
      Am besten: Polizei rufen 🤕
    • mope 26.09.2016 18:22
      Highlight Highlight Erwischen wäre das Beste. Da hätte mein Zahnarzt sehr viel Freude dran.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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