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Eine Hochzeit, Drohungen, Kehrtwenden – Trumps Iran-Theater in fünf Akten

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Eine Hochzeit, Drohungen, Kehrtwenden – Trumps Iran-Theater in fünf Akten

Erst standen die Zeichen auf Krieg, jetzt braucht der amerikanische Präsident wieder mehr Zeit – was sein Sohn mit dem Hin und Her in den Iran-Friedensverhandlungen zu tun hat.
25.05.2026, 20:3025.05.2026, 20:30
Renzo Ruf
Renzo Ruf
President Donald Trump speaks at Rockland Community College, Friday, May 22, 2026, in Suffern, N.Y. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump
Der amerikanische Präsident Donald Trump während eines Auftrittes am Freitag in New York.Bild: keystone

Der amerikanische Präsident hat das lange Wochenende in den USA dazu genutzt, in den Friedensverhandlungen mit dem Iran neue Akzente zu setzen. Ein Blick auf die dramatischen Ereignisse des vergangenen Wochenendes und die neuerlichen Kehrtwenden von Donald Trump.

Die Hochzeit

Eigentlich hätte Trump am Wochenende an der Hochzeit seines ältesten Sohnes teilnehmen wollen. Der 48 Jahre alte Donald Junior heiratete am Samstag seine neue Flamme Bettina Anderson (39) auf einer privaten karibischen Insel. Der stolze Vater des Bräutigams allerdings sagte, der Zeitpunkt für einen präsidialen Ausflug auf die Bahamas sei wohl ungünstig. Also schrieb Trump auf dem Internetdienst Truth Social: «Ich halte es für wichtig, während dieser bedeutenden Zeitspanne in Washington im Weissen Haus zu bleiben.»

PALM BEACH, FLORIDA - MARCH 15: (L-R) Donald Trump Jr. and Bettina Anderson attend amfAR Palm Beach Gala on March 15, 2025 in Palm Beach, Florida. (Photo by Ryan Emberley/amfAR/Getty Images for amfAR)
Donald Trump Junior und Bettina Anderson im März an einer Gala in Palm Beach, Florida.Bild: Getty Images North America

Und weil der Präsident plötzlich Zeit hatte, versammelte er seine sicherheitspolitischen Berater um sich, um über die nächsten Schritte im Iran-Krieg zu diskutieren. Dies sorgte für Verunsicherung, weil Beobachter Angst hatten, Trump plane nun einen neuen Angriff auf den Iran?

Die Eskalation

Der Waffenstillstand, in den die USA und der Iran Anfang April eingewilligt hatten, galt zuletzt als brüchig. Trump schien die Geduld mit dem Regime in Teheran zu verlieren, das nicht ernsthaft über einen dauerhaften Frieden verhandeln wolle. Er drohte deshalb erneut mit der Wiederaufnahme der Kampfhandlungen.

Die gute Nachricht

Doch dann folgte die nächste Kehrtwende, die Trump standesgemäss auf Truth Social bekanntgab. Am Samstagnachmittag schrieb er: Ein Friedensabkommen sei weitgehend ausgehandelt worden, und sämtliche Details könnten schon bald veröffentlicht werden. Der gewöhnlich gut informierte Axios-Journalist Barak Ravid veröffentlichte wenige Stunden später einzelne Punkte des Abkommens. Demnach würde nach der Unterzeichnung einer Grundsatzvereinbarung eine Frist von mindestens 60 Tagen beginnen, während der die Verhandlungsparteien über die Zukunft des iranischen Nuklearprogramms sprechen wollten. Die Strasse von Hormus aber würde umgehend wieder für den Schiffsverkehr geöffnet, und zwar auch für iranische Öltanker. Auch seien die USA bereit, über ein Ende der Sanktionen gegen den Iran zu sprechen.

Die Kritik

Hardliner in Washington und Jerusalem reagierten enttäuscht über diese Eckpunkte. So sagte der republikanische Senator Ted Cruz in einer ersten Reaktion auf X, es wäre ein «katastrophaler Fehler», wenn Trump das Regime im Iran finanziell belohnen würde.

Trump reagierte auf diese Kritik so wie er häufig auf Kritik reagiert: Zum einen wies er die Skeptiker in Schranken. Sie hätten keine Ahnung von der brillanten Verhandlungsarbeit, die er gerade leiste. Er jedenfalls werde nur dann einen Deal mit dem Iran abschliessen, wenn dieser «grossartig und sinnvoll» sei. Zum andern aber trat der Präsident auch auf die Bremse. Nachdem es zuerst geheissen hatte, Trump werde den Iran-Deal vielleicht noch am Sonntag publik machen, sagten seine Sprecher plötzlich, die Verhandlungen könnten noch einige Tage andauern. Die Gespräche über die Zukunft des Nuklearprogramms seien derart komplex, sagte Aussenminister Marco Rubio am Sonntag, «das kann man nicht in 72 Stunden auf einem Bierdeckel machen».

Keine Katastrophe?

Nebst den bekannten Stolpersteinen scheint Trump in letzter Minute noch eine neue Forderung gestellt zu haben, die einen Friedensdeal verzögern konnte. Der amerikanische Präsident fordert nun nämlich, dass sämtliche Golfstaaten sowie Pakistan die Existenz von Israel anerkennen und diplomatische Beziehungen mit dem jüdischen Staat aufnehmen – dabei erwähnte er ausdrücklich auch den Iran. «Wow, das wäre wirklich etwas Besonderes», schrieb Trump am Montag auf Truth Social.

In der Tat. Ein Verhandlungsteam aus dem Iran traf derweil am Montag in Katar ein, wo die nächste Gesprächsrunde stattfinden soll. Ein Sprecher des Regimes sagte, dass Teheran nicht mit sich über das Nuklearprogramm reden lasse. (aargauerzeitung.ch)

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quelle: keystone / maya levin
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Trump zur Zerstörung im Iran
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34 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Trio_Duo
25.05.2026 20:33registriert Februar 2025
Hier seht ihr wohin Rechte Politik führt!
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Mentos
25.05.2026 20:37registriert Mai 2020
Egal, was bei den Verhandlungen mit dem Iran tatsächlich herauskommt, Trump wird es als die größte Sensation der Weltgeschichte preisen. Ein absolut „historischer“ Deal, selbst wenn überhaupt nichts dabei herauskommt. In seiner Vorstellung ist alles, was er anfasst, der phänomenalste Goldstandard aller Zeiten.
Realitätscheck: Sein Deal wird definitiv schlechter sein als der, den Obama damals mit dem Iran abgeschlossen hat.
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Nairda
25.05.2026 20:53registriert Oktober 2025
DT weiss ja am nächsten Tag schon nicht mehr was er abgemacht, gesagt hat...
Dieses "Theater" wird sich noch ewig hinziehen.
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