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ABD0102_20180429 - GRAZ - ÖSTERREICH: Lukas Spendlhofer (Graz) und Giorgi Kvilitaia (Rapid) während der tipico Bundesliga- Begegnung zwischen SK Puntigamer Sturm Graz und SK Rapid Wien am Sonntag, 29. April 2018, in Graz. - FOTO: APA/ERWIN SCHERIAU

Einen Schritt voraus: Der geplante Super-League-Modus wird in Österreich bereits seit einer Saison angewendet. Bild: APA/APA

Neuer Super-League-Modus – so hitzig wurde nach der Premiere in Österreich diskutiert

Die Swiss Football League strebt für die Super League eine Modusänderung an. Die höchste Schweizer Fussball-Liga soll ab der Saison 2021/22 nach österreichischem Vorbild von zehn auf zwölf Teams aufgestockt werden. Im Nachbarland wurde nach der ersten Saison ein positives Fazit gezogen – doch es gab auch Kritik.



Die Swiss Football League plant die grosse Liga-Revolution: Ab der Saison 2021/22 soll in einem komplett neuen Modus gespielt werden. Bereits am 22. November 2019 stimmen die 20 SFL-Klubs der Super- und Challenge League darüber ab. Und so sieht der neue Modus aus.

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In der Qualifikation spielt jeder gegen jeden – einmal auswärts, einmal zuhause. bild: screenshot youtube

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Vor der Finalrunde und der Platzierungsrunde mit je 10 Spielen werden die Punkte geteilt. bild: screenshot youtube

Es ist der gleiche Modus, der im letzten Jahr auch in Österreich eingeführt worden ist. Folgende Vorteile erhofft man sich dadurch: Es soll deutlich mehr Spannung und mehr Entscheidungen geben: Zunächst wird am Strich um die Teilnahme an der Finalrunde gekämpft, danach um Meistertitel, Europacup-Plätze, Barrage und Abstieg. Ausserdem soll die Liga dank dem neuen Modus wieder qualitativ besser werden. Aber ist das wirklich so?

Wagen wir doch einen Blick nach Österreich. Dort zogen die 12 Erstliga-Klubs Mitte Juni ein erstes Fazit über die vor einem Jahr eingeführte Liga-Reform. Das Resultat: Die 12 Bundesligisten entschieden einstimmig, am neuen Modus festzuhalten.

ABD0374_20190526 - SALZBURG - OESTERREICH: Spieler des FC Red Bull Salzburg jubeln mit dem Meisterteller waehrend der Meisterfeier in der tipico Bundesliga Saison 2018/19 am Sonntag, 26. Mai 2019 in Salzburg. (KEYSTONE/APA/EXPA/JFK

Trotz neuem Modus: In Österreich wurde Red Bull Salzburg zum sechsten Mal in Serie Meister. Bild: APA

Ganz ohne kritische Stimmen lief die Modus-Beibehaltung in Österreich aber dennoch nicht ab. Sturm Graz forderte die Liga beispielsweise dazu auf, die schon während der Saison heftig diskutierte Punktehalbierung doch noch einmal zu überdenken. Zwar wurde die Liga dadurch spannender, auf der anderen Seite bleibt das Prozedere sportlich fragwürdig.

Auch viele Trainer kritisierten den neuen Modus. Sie beklagten sich über weniger Fairness wegen der Punkteteilung, ein zu dichtes Programm am Saisonende und die Einführung einer Zweiklassen-Gesellschaft. Ausserdem komme es früh in der Saison zu grossem Druck, der sich negativ auf die Dauer der Trainer-Engagements sowie das Spielniveau auswirke.

«Ich bin kein grosser Freund vom Playoff-System und noch weniger von der Punkteteilung», sagte Sturm-Graz-Trainer Nestor El Maestro stellvertretend für viele seiner Kollegen. «Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass wenn auf der Welt schon etwas Erfolgreiches und Geiles existiert, dann sollte man sich daran orientieren und nicht etwas neu erfinden. Da, wo wir alle gerne hinschielen, in die ganz grossen Ligen, da gibt es keine Playoffs und keine Punkteteilung. Wo haben wir das Playoff-System? In kleinen, unerfolgreichen Ligen.»

epa07740635 Sturm Graz coach Nestor El Maestro during the UEFA Europa League qualifying match between FK Haugesund and Sturm Graz at Haugesund Stadium, Norway, 25 July 2019.  EPA/Jan Kare Ness  NORWAY OUT

Sturm-Trainer El Maestro kritisiert am neuen Modus vor allem die unfaire Punkteteilung. Bild: EPA

Bundesliga-Boss höchst zufrieden

Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer zog dagegen ein durchwegs positives Fazit aus der Premieren-Saison mit dem neuen Modus. «Unsere Erwartungen sind übertroffen worden», erklärte er bereits Anfang Juni. Die Zuschauerzahlen sowie die Qualität der Spiele seien leicht gestiegen – gemäss Daten von Statistikanbieter Opta insbesondere nach der Punkteteilung. «Man kann sehen, dass wir sportlich massiv nach vorne gekommen sind.»

Die Kritik an der Punkteteilung wiegelte Ebenbauer ab. «Wir haben das Hauptziel erreicht, nämlich Spannung pur von Anfang bis Ende. Durch die Punkteteilung ist einfach viel mehr Storytelling dahinter.» Die Medien könnten mehr Geschichten erzählen, dadurch werde das Interesse der Fans gefestigt. Dass die Intensität gestiegen ist, das bestreite niemand. «Aber das war ja eben das Ziel, dass man mehr Spannung macht.» Dass diese auf Kosten der 100-prozentigen Fairness geht, nimmt man in Österreich wohl oder übel in Kauf.

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Christian Ebenbauer glaubt, dass das Hauptziel der Liga-Reform – mehr Spannung – erreicht wurde. bild: screenshot youtube

Vor- und Nachteile werden in der Schweiz dieselben sein. Die 20 Super- und Challenge-League-Klubs müssen genau abwägen, wie sie am 22. November entscheiden werden. Bei der SFL gibt man sich zuversichtlich. «Ich gehe davon aus, dass der neue Modus durchkommen wird», erklärte CEO Claudius Schäfer gegenüber dem SRF.

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    Alle Leser-Kommentare
  • 54er 22.08.2019 12:03
    Highlight Highlight Finde ich eine gute Idee 🙌

    Endlich mal was neues und nicht schon im Winter wissen welche zwei Teams den Titel unter sich ausmachen.

    Und die Aussage man soll sich an den grossen richtigen finde ich sehr gewagt.. man muss einsehen dass man niemals an Spanien ider England ran kommt sondern für sich selbst den besten Weg und den besten Modus finden.
  • dave1771 22.08.2019 07:57
    Highlight Highlight Peinlich sowas nur schon zu diskutieren
    • 54er 22.08.2019 11:58
      Highlight Highlight Und wieso ?
  • Mynamesjeff 21.08.2019 18:25
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach sollten wir dieses System ebenfalls testen. Wenn die Liga weiterhin früh entschieden wird geht doch die ganze Spannung verloren. Und dass der Cup platz erkämpft werden muss, gibt richtig spannende Duelle was uns erst gerade wieder das Barrage Spiel zwischen Aarau - Xamax gezeigt hat.
    • dave1771 22.08.2019 07:59
      Highlight Highlight Ja aber nun einzelne Mannschaften zu bestrafen (YB und Basel) weil diese gut und weil alle anderen schlecht arbeiten, ist einfach nicht fair!
    • Pümpernüssler 22.08.2019 15:03
      Highlight Highlight weil sie ihr geld ja durch den sport bekommen haben 🤣👍 erfolgreich ist in der schweiz der club mit dem dicksten portemonaie. als letzter normaler verein holte sich der FCZ den Meisterpokal.
  • Admir Stöckli 21.08.2019 18:21
    Highlight Highlight Sorry, aber wenn einer mit dem sensationellen Siegertyp-Namen Nestor El Maestro dagegen ist, bin ich es ebenfalls! 😂
  • Hoopsie 21.08.2019 18:16
    Highlight Highlight Für mich eine Totgeburt:

    Es wird weniger Runden geben, sprich statt wie heute 36 sind es neu nur 32. Jedes Team verliert 2 Heimspiele (ca. 10% weniger Ticketeinnahmen und Catering). TV Geld wird kaum mehr kommen, wenn weniger Runden anstehen, dafür muss diese Geld durch 12, statt durch 10 geteilt werden.
    Und die Spieler werden teurer, weil das Angebot zwar gleich bleibt, aber die Nachfrage grösser.

    Bin mal gespannt, ob nochmal ein TV Anbieter bereit ist, soviel für die Rechte zu bezahlen. Denn mit diesem Preiskampf verlieren Teleclub und MySports Millionen.
    • Bettmümpfeli 22.08.2019 14:59
      Highlight Highlight Sehe ich jetzt gar nicht so. Wenn die Meisterschaft wieder spannender ist, gehen auch mehr Fans ins Stadion, das gibt Mehreinnahmen.
      Auch für die TV-Anbieter hat der neue Modus Vorteile, wie im Artikel erläutert wird. Dass sich die beiden Anbieter um die TV-Rechte prügeln hat nichts mit dem Modus zu tun und es widerspricht deiner Vermutung, denn wenn es für die Abieter so uninteressant wäre, würden sie sich nicht mehr drum kämpfen.
      Die Nachfrage nach Spielern bleibt in etwa gleich, da ja keine neuen Teams erfunden werden.
  • jaähä 21.08.2019 18:04
    Highlight Highlight Klar zieht der Liga Präsident ein positives Fazit, ihm geht es ja um Spannung, Zuschauerzahlen und schlussendlich Geld. Das ist etwa so wie wenn economie suisse ein positives Fazit aus geringerem Arbeiterschutzes ziehen würde. Um die Problematik zu erkennen ist aber eine moralische Sicht auf das ganze Notwendig. Wie kann denn tatsächlich jemand der den Fussball liebt eine Punktehalbierung unterstützen?
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 21.08.2019 18:43
      Highlight Highlight Und im Eishockey gehen die Punkte vor den Playoffs sogar ganz verloren. Undenkbar dass das sportlich und spannend ist...
      😂
    • jaähä 21.08.2019 20:26
      Highlight Highlight Im Eishockey hat das zumindest tradition, die über das ganze jahr gesehen beste mannschaft wird da nicht zwangsläufig meister. Im Fussball aber war genau das das schöne an der meisterschaft, es ist immer verdient. Mit punktehalbierung könnte ein Team dank einem starken frühling meister werden, auch wenn ein anderes über die gesamte saison besser war.
    • Sverige 22.08.2019 09:04
      Highlight Highlight Was hat Tradition mit der Wahrheit zu tun? Beim Eishockey klappt das ja auch, dann klappt das auch im Fussball. Nur weil es einen Trainer in Österreich mit einem unsäglichen Namen gibt, heisst das nicht dass es schlecht ist. In der MLS gibt es sogar richtige Playoffs, in Belgien ist das Niveau mit der Finalrunde gestiegen. Verstehe die Aufregung nicht. Ich hoffe der Modus kommt, dadurch steigert sich die Zuschauerzahlen und das spielerische Niveau. Da bin ich ganz sicher.
  • fczzsc 21.08.2019 17:24
    Highlight Highlight Ein zweischneidiges Schwert; sicher interessanter Modus, aber das ohnehin schon tiefe Niveau wird durch die Aufstockung noch mehr verwässert.
    Definitiv keine Europa Exploits mehr...
    • DelliSiech 21.08.2019 18:05
      Highlight Highlight Die Holländer und Portugiesen haben eine Liga mit 18 Teams und die Belgier eine mit 16 Mannschaften.
      In all diesen Ligen gibt es auch schwächere Teams, trotzdem sind die Spitzenklubs konkurrenzfähig und die Länder bringen viele gute Spieler hervor.
      Die Schweiz hat durchaus Potenzial gar für eine Liga mit 14-16 Teams.
      Mit nur 10 Teams verschenkt man einiges an Potenzial!
    • Sverige 22.08.2019 09:05
      Highlight Highlight In Belgien gibt es bei einer Liga von 16 Teams, richtig, auch eine Finalrunde für die ersten Sechs.
  • ldk 21.08.2019 17:21
    Highlight Highlight Oh.. Playoff. Herrje, geht Hockeylen.
  • glass9876 21.08.2019 17:13
    Highlight Highlight "wenn auf der Welt schon etwas Erfolgreiches und Geiles existiert, dann sollte man sich daran orientieren"

    Es kann nicht jeder Sport so geil sein wie Eishockey!
    • din Vater 21.08.2019 17:49
      Highlight Highlight Ähä, 50 sportlich relativ belanglose Runden sind sicher geil.
    • Der müde Joe 21.08.2019 18:10
      Highlight Highlight Ja Fussball-Modus ist super spannend, wenn man nach Saisonhälfte schon weiss wer Meister wird.😴
  • niedce 21.08.2019 16:41
    Highlight Highlight 16 teams in der SL wären ideal
    • Shabaqa 21.08.2019 17:31
      Highlight Highlight Richtig! Und in der ersten Saison nach der Umstellung zunächst 5 aus der Schweiz, 5 aus Österreich, 4 aus Kroatien und 2 aus Slowenien.
    • Roblock 21.08.2019 19:34
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung. Die Jetzigen plus GC, Lausanne, Aarau, Winterthur plus jeweils 2 kleinere Abstiegskandidaten à la Bellinzona, Yverdon, Schaffhausen, Kriens. Wäre meiner Meinung nach attraktiver.
  • Snowy 21.08.2019 16:40
    Highlight Highlight Endlich mal wieder was positives vom Fussballverband!

    Also zurück zum Spielmodus der 90-er.
    Findi guet.

    Bitte gleich auch noch die Bezeichnung "Nati A" und "Nati B" wiedereinführen.

    Danggschön.
  • dirtyharry 21.08.2019 16:35
    Highlight Highlight Gute Nachrichten für FCZ und GC...
  • Silverblue 21.08.2019 16:29
    Highlight Highlight Super Sache. Also ich begrüsse die Modusänderung.
  • mrgoku 21.08.2019 16:27
    Highlight Highlight will man das wie in Österreich machen weil LASK locker vom hocker den FCB penetriert hat?
    • Sandro Lightwood 21.08.2019 16:35
      Highlight Highlight Hältst du die SFL für derart effizient? 😉
  • Stadtmensch91 21.08.2019 16:22
    Highlight Highlight Punkte halbieren hat was von "Das letzte Tor entscheidet" von früher vom Pausenhof.
    • Freilos 21.08.2019 18:40
      Highlight Highlight So kann man es sehen, oder eben so wie in den Play Offs, die letzten Spiele entscheiden.

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