DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ein Vertreter der Swiss National League stellt den Pokal auf einen Tisch vor dem zweiten Playoff Finalspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und den ZSC Lions, am Dienstag, 15. April 2014, in der Kolping Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Der Kampf um den Pokal sollte am 7. März mit den Playoffs so richtig starten. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Starten die Playoffs erst am 17. März und dafür im Modus «Best of 5» statt «Best of 7»?

Die Qualifikation wird mit Geisterpartien zu Ende gespielt. Am Montag entscheiden die Klubs das weitere Vorgehen. Eine mögliche Lösung: Der Playoff-Start wird hinausgeschoben.



Die Einnahmeverluste aus den zwei letzten «Geisterrunden» sind verkraftbar. Der SC Bern hat für diesen Fall sogar eine Versicherung abgeschlossen. SCB-Manager Marc Lüthi schränkt allerdings ein: «Wir können eine Schadensumme anmelden. Aber die wird bei weitem nicht reichen, um den Einnahmeausfall beim Spiel gegen Gottéron zu decken.»

Portrait vom CEO des SC Bern, Marc Luethi, am Montag, 13. August 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

SCB-Manager Marc Lüthi hat eine Versicherung abgeschlossen. Bild: KEYSTONE

Wie jene entschädigt werden, die bereits ein Ticket für die Spiele von heute und morgen Abend gekauft haben, ist noch offen. Marc Lüthi sagt, es gebe mehrere Optionen. Von Geld zurück bis zur Möglichkeit, mit der gekauften Eintrittskarte nächste Saison bis Ende Dezember ein Qualifikationsspiel zu besuchen. «Wir haben uns noch nicht entschieden, wie wir vorgehen, und wir wollen abklären, wie es andere Klubs handhaben.»

Wie weiter? Bis zum 15. März sind nur Geisterspiele möglich. Geplant ist der Playoff-Start am nächsten Samstag, 7. März. Am Montag treffen sich die Klubvertreter zu einer ausserordentlichen Liga-Versammlung, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Klar ist: Entweder können jeweils alle Partien einer Playoff-Runde gespielt werden – oder keine. Die Verschiebung von einzelnen Spielen wäre in der Qualifikation machbar. Während der Playoffs nicht mehr.

Folgende Lösungen werden diskutiert: Der Playoffstart wird um zehn Tage auf den ersten möglichen Termin nach dem 15. März verschoben. Etwa auf den Dienstag, 17. März. Nach aktuellem Spielplan ist das 7. Finalspiel auf den 23. April terminiert, die 7. Partie der Liga-Qualifikation auf den 24. April. Die WM in Zürich und Lausanne beginnt am 8. Mai.

Beginnen die Playoffs zehn Tage später, wird die Zeit mit einem «Vollprogramm» zu knapp. Denkbar ist deshalb eine Verkürzung der Serien von Best of Seven auf Best of Five. Oder zumindest des Halbfinals oder Finals. Im Sinne der Ausgeglichenheit der Liga wäre es besser, die Viertelfinals über die volle Länge zu spielen und allenfalls den Halbfinal und den Final zu kürzen.

Zugs Sven Senteler, Zugs Yannick Zehnder, Zugs Torhueter Leonardo Genoni und Zuerichs Reto Schaeppi, von links, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem EV Zug, am Sonntag, 5. Januar 2020 im Hallenstadion in Zuerich. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Zug und der ZSC sind derzeit punktgleich an der Spitze der National League. Bild: KEYSTONE

Heikler ist die Situation in der Swiss League. Weil hier die Playoffs bereits begonnen haben. Die Viertelfinals werden noch in Geisterspielen beendet. Offen ist nun, ob mit den Halbfinals bis nach dem 15. März zugewartet wird. Auch dieser Entscheid wird Sache der Liga-Versammlung sein.

Was ist, wenn im Extremfall der Rest der Meisterschaft ausfällt? Diesen Fall hatten wir bis heute noch nie: 1940 fiel die gesamte Meisterschaft wegen der Mobilmachung (2. Weltkrieg) aus.

Kann die Meisterschaft nicht zu Ende gespielt werden, kann der Qualifikations-Sieger zum Meister ausgerufen werden. Auf jeden Fall sollten die Klotener jetzt schon hockeypolitisch aktiv werden und den Vorschlag vorbereiten, am grünen Tisch aufzusteigen. Als Qualifikationssieger würden sie ja bei einem Abbruch der Meisterschaft um die Chance gebracht, um den Aufstieg zu spielen. Also sollten sie aufsteigen dürfen.

ZUM ABTIEG DES EHC KLOTEN IN DIE SWISS LEAGUE, NACH 56 JAHREN IN DER HOECHSTEN SPIELKLASSE, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Die Fans der Kloten Flyers feiern den Sieg ihres Teams in der Verlaengerung im fuenften Eishockey Playoff Viertelfinalspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und den ZSC Lions, am Dienstag, 8. Maerz 2011, in der Kolping Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Jubeln die Fans des EHC Kloten bald über den Aufstieg? Bild: KEYSTONE

Dann würde die nächste Qualifikation halt mit 13 Teams gespielt und mit Notrecht könnte eine Modusänderung durchgebracht werden, die für das Frühjahr 2021 einen definitiven Absteiger vorsieht (der Verlierer der Playouts) und der Sieger der Playouts müsste die Liga-Qualifikation bestreiten. Eine Qualifikation mit 13 Teams ist organisatorisch überhaupt kein Problem – lediglich Spielplanchef Willi Vögtlin wird in seinem Büro leise fluchen, weil er die Spieldatenpläne für die nächste Saison, die er schon fertig hat, neu überarbeiten muss. Aber das ist ihm zuzumuten.

watson Eishockey auf Instagram

Selfies an den schönsten Stränden von Lombok bis Honolulu, Fotos von Quinoa-Avocado-Salaten und vegane Randen-Lauch-Smoothies – das alles findest du bei uns garantiert nicht. Dafür haben wir die besten Videos, spannendsten News und witzigsten Sprüche rund ums Eishockey.

Folge uns hier auf Instagram.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Spiele in leeren Fussball- und Eishockey-Stadien

Hier kannst du auf einem gefrorenen See toben

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

Chris McSorley vor dem Amtsantritt beim SC Bern

Die Verhandlungen zwischen SCB-Manager und -Mitbesitzer Marc Lüthi (59) und Chris McSorley (58) stehen vor dem Abschluss. Noch vor Mitte Februar soll der charismatische Kanadier seine Arbeit beim SC Bern aufnehmen. Nicht nur als Sportchef.

Die Gewährsleute aus dem Inneren des grössten Hockeyunternehmens im Land melden: Marc Lüthi und Chris McSorley haben sich in den wesentlichen Punkten (Salär, Aufgabenbereich) geeinigt. Wenn die beiden erfolgreichsten und charismatischsten Hockey-Macher der letzten 20 Jahre tatsächlich zusammenspannen, dann wird die Liga gerockt.

Der SCB-Chef hat inzwischen den Handlungsbedarf in der Sportabteilung erkannt. Aus den innersten SCB-Machtzirkeln wird berichtet: Chris McSorley wird neuer Sportchef und …

Artikel lesen
Link zum Artikel