Forschung
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In this June 2019 photo made available by NASA, astronaut Christina Koch poses for a portrait inside of the vestibule between a SpaceX Dragon cargo craft and the Harmony module of the International Space Station. Still fresh from space, NASA's new record-setting astronaut says that aside from sore muscles and feelings of off-balance, she's readjusting well to gravity after nearly 11 months in space. Koch met with reporters on Wednesday, Feb. 12, 2020, six days after returning from the International Space Station. Her 328-day mission was the longest ever by a woman. (NASA via AP)

Die Astronautin Christina Koch: Der Tourismus erobert das All. Bild: AP

SpaceX will vier Touristen so tief ins All bringen wie nie zuvor – aber der Preis ...



Das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX von Elon Musk will im Rahmen einer Firmenpartnerschaft vier Touristen so weit ins All schicken wie nie zuvor. SpaceX schloss einen Kooperationsvertrag mit dem US-Weltraumtourismus-Anbieter Space Adventures ab, um die Touristen bis spätestens zum Jahr 2022 ins All und wieder zurück zu befördern.

Die Kosten für den Ausflug ins All könnten höher als 100 Millionen Dollar liegen, wie Space-Adventures-Chef Tom Shelley am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Dafür will Space Adventures auch neue Massstäbe bei der Reichweite setzen. Ziel der Reise ins All sei es, dass sich die Touristen zwei bis drei Mal weiter von der Erde entfernen als die internationale Weltraumstation ISS, sagte Shelley. Die ISS befindet sich etwa 400 Kilometer von der Erdoberfläche entfernt. Wie lange der Ausflug dauern soll, hänge von den Wünschen der Kunden ab.

FILE - In this Thursday, May 29, 2014 file photo, Elon Musk, left, CEO and CTO of SpaceX, talks with invited guests inside a mockup of the SpaceX Dragon V2 spacecraft at the headquarters in Hawthorne, Calif. The capsule was named for

Elon Musk, Chef von SpaceX (l.), mit Gästen in einer Dragon V2. archivBild: AP

Die Touristen sollen mit der Raumkapsel «Crew Dragon» von SpaceX ins All fliegen. Diese war ursprünglich entwickelt worden, um Astronauten zur ISS zu transportieren.

Ein Raumschiff, zwei Varianten

Die Dragon 2 oder auch Dragon V2 genannt (Dragon Version 2) ist ein wiederverwendbares Raumschiff des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX und das zweite Modell der Dragon-Serie. Es werden zwei Varianten des Raumschiffs gebaut: 1. Die Crew Dragon, welche zukünftig Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) transportieren soll, und 2. die Cargo Dragon 2 für Fracht. Als Trägerrakete dient die Falcon 9. (Quelle: wikipedia.de)

Der Komfort in der Kapsel ist jedoch begrenzt: Auf nur neun Quadratmetern gibt es keine separaten Räume um zu schlafen oder auf die Toilette zu gehen. Bevor es los geht, müssen sich die künftigen Weltraumtouristen zudem einem Training in den USA unterziehen.

Sicher ist: Es wird ein teurer Spass

Unklar blieb zunächst, wie viel Interessenten für die Reise bezahlen müssen. «Es ist nicht billig», sagte Shelley. Die Kosten für den Start der Rakete Falcon 9, mit der die Kapsel in den Weltraum gebracht wird, belaufen sich auf rund 62 Millionen Dollar. Zudem muss der Bau einer neuen «Crew Dragon»-Kapsel finanziert werden. Shelley bezeichnete die Einschätzung als «korrekt», dass sich die Gesamtkosten für die Reise auf mehr als 100 Millionen Dollar belaufen könnten.

Musks neuer Partner Space Adventures hatte bereits zwischen 2001 und 2009 acht Touristen mit russischen Sojus-Raketen zur ISS gebracht. Der erste Weltraumtourist, Dennis Tito, zahlte damals 20 Millionen Dollar. Space Adventures will auch diese Reiseangebote nun wieder aufnehmen und ab 2021 erneut Touristen mit russischen Raketen zur ISS fliegen.

Der Tourismus erobert das All

Dabei gibt es zusehends Konkurrenz bei privaten Reisen ins All. Das Weltraumunternehmen Virgin Galactic des britischen Milliardärs Richard Branson sowie Blue Origin des US-Milliardärs Jeff Bezos wollen ebenfalls an den Start gehen. Sie planen jedoch nur Reisehöhen von bis zu 100 Kilometern über der Erdoberfläche.

Voraussichtlich 2023 will SpaceX ausserdem den ersten Weltraumtouristen in einen Orbit um den Mond schicken. Ausgewählt dafür wurde der japanische Milliardär Yusaku Maezawa, der auf seine Reise mehrere Künstlern aus aller Welt mitnehmen will. Und eine neue Lebenspartnerin: Mit seiner ungewöhnlichen Kontaktanzeige machte der Milliardär jüngst von sich reden.

(dsc/sda/afp)

Ein Schleudersitz für Astronauten

Der erste kommerzielle Flug der Rakete von SpaceX geglückt

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    Alle Leser-Kommentare
  • Smile@me 21.02.2020 05:09
    Highlight Highlight Meine 100 Mio geb ich erst für solch einen Kurztrip aus, wenn es im Raumschiff Einzelzimmer mit privatem Bad und Aussicht ins All gibt. Deshalb ist es ok, wenn das vorher noch etwas weiterentwickelt wird.
    Interessant wird es doch auch erst, wenn man andere Planeten erreichen kann. Ich komm in hundert Jahren nochmals. Bis dahin können wir uns vielleicht beamen. Meine 100 Mio leg ich inzwischen als Crypto-Anlage an. Im nächsten Leben sind das dann 100 Mia. Das wird gut reichen.. ;-)
  • Cotten91 20.02.2020 01:08
    Highlight Highlight "Soweit wie nie zuvor, 3 mal weiter als die ISS weg ist. Schon mal vom Mond gehört? Der ist weiter weg als 3x ISS, aber der Laie wirds schon glauben.
    • DerHans 20.02.2020 06:51
      Highlight Highlight Ja 3 mal weiter als Weltraum-Touristen je waren. Laut meiner Erkenntnis waren keine Touristen auf dem Mond.
      Aber geht es um Musk oder eines seiner Unternehmen im Artikel, muss immer was Negatives gefunden und drauflos geschrieben werden.
    • Ueli_DeSchwert 20.02.2020 07:08
      Highlight Highlight Welcher Weltraumtourist wurde denn schon auf den Mond geschossen? :)
    • Back in Time 20.02.2020 08:46
      Highlight Highlight Auf dem Mond waren aber bisher noch keine Touristen, nur Astronauten.
  • wolge 19.02.2020 22:42
    Highlight Highlight Na da vergeht mir doch die Flugscham glatt...
  • Süffu 19.02.2020 22:28
    Highlight Highlight Wieviele Teslas müssen über welche Dauer mit grüner Energie betrieben werden, um den CO2-Ausgleich für einen dieser Flüge zu schaffen?
    • zeromg 21.02.2020 12:57
      Highlight Highlight 26 Teslas an einem Freitag mit Rückenwind. Sorry, oder war dies nicht sarkastisch gemeint?
  • TheDoctor 19.02.2020 20:33
    Highlight Highlight Also erstens: Ich würde gerne sofort mitfliegen. Mir fehlen nur ungefähr 100 Millionen Dollar.

    Zweitens: Weiter als jemals zuvor? Das ist schnell geschafft, immerhin hat SpaceX noch niemanden is All gebracht. Das war in den USA zuletzt Virgin Galactic. Ist die Rede von Touristen? Die waren auf der ISS und ich glaube auch bei Space Shuttle Missionen dabei. Menschen waren aber schon deutlich weiter weg: Auf dem Mond. Noch weiter: Hinter dem Mond.

    • Team Insomnia 20.02.2020 06:32
      Highlight Highlight Kannst dich trösten, mir fehlen auch ungefähr 98 Millionen 😋.
    • WID 20.02.2020 06:56
      Highlight Highlight @TheDoctor: von denen, die ganz weit weg sind haben wir recht viele!
  • Scrat 19.02.2020 19:51
    Highlight Highlight Wenn Weltraum-Tourismus salonfähig wird, dann darf ich wohl in Zukunft die wenigen Male, die ich unterwegs bin, ohne Bedenken mit meinem SUV rumkurven. 🤷🏼‍♂️
  • lilie 19.02.2020 18:30
    Highlight Highlight Klar, dekandenter und ökologisch höchst fragwürdiger Luxus.

    Andererseits hab ich ein gewisses Verständnis, dass jemand, den 100 Millionen nicht juckt, sich sowas nicht entgehen lassen will.

    Wie wärs daher mit einem Kompromiss: Jeder, der sich den Weltallspass gönnen will, muss mindestens das Doppelte an ein ökologisches Projekt spenden.

    So hätte die Erde wenigstens auch noch was davon.
    • Pümpernüssler 19.02.2020 23:19
      Highlight Highlight Das sollte jeder Bootsbesitzer auch tun.
    • bcZcity 20.02.2020 10:55
      Highlight Highlight Das Geld geht immerhin in die Forschung und Entwicklung von Weltraum Technologie. Und egal wie gut wir der Erde schauen, sie wird nicht für immer sein. Spätestens wenn die Sonne nicht mehr mag ist Schluss....wenn wir es wieder erwarten so lange überleben.

      Sollte es die Menschheit irgendwann in einer weit, weit, sehr weit entfernten Zukunft einmal schaffen sich ausserhalb dieses Sonnensystems anzusiedeln, dann waren das hier und jetzt noch immer die Anfänge.

      Wenn ich sehe was Personen mit zu viel Geld in Politik und Militär stecken, dann lieber das kleine Häufchen in den Weltraum!

    • lilie 20.02.2020 11:51
      Highlight Highlight @bcz: Die Weltraumforschung und allfällige Besiedlung ist nicht aufzuhalten, da bin ich überzeugt.

      Einen anderen Planeten aber besiedeln zu wollen, weil es unsere Erde irgendwann vielleicht nicht mehr gibt, finde ich als Argument etwas an den Haaren herbeigezogen, denn jede Gefahr, die unserer Erde droht, droht mindestens auch einem anderen Planeten.

      Die grosse Chance der (potentiellen) Weltraumbesiedlung sehe ich eher in der Entwicklung neuer Technologien und Techniken, insbesondere unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • jamesjames 19.02.2020 18:28
    Highlight Highlight für ein Insta Foto lohnt sich das ganze noch...
  • Imfall 19.02.2020 18:18
    Highlight Highlight man könnte ein crowdfunding aufziehen, um trump auf den Mond zu schiessen... one way natürlich 😁
    • DrDeath 19.02.2020 20:18
      Highlight Highlight Trump auf den Mond schiessen wäre erstaunlich billig. Die grössten Kosten treten hauptsächlich bei der weichen Landung und der Rückkehr auf.
    • lilie 20.02.2020 18:05
      Highlight Highlight @Imfall: Bin auch dafür! Wenn man ihm weismachen könnte, dass er als Diktator-auf-Lebenszeit der Space Army auf dem Mond residieren darf, wird er bestimmt freiwillig zustimmen! 😁

      (Es wäre sogar noch ein Aufstieg für ihn - von hinter dem Mond nach auf dem Mond, mehr kann man bei ihm ja nicht an Entwicklung erwarten 🙄🤪).
    • Smörebröd 20.02.2020 23:40
      Highlight Highlight @DrDeath: Von Rückkehr ist nicht die Rede. Die weiche Landung ist auch überflüssig. Den Aufwand für die Landung würde ich auch nicht treiben. Eine nicht lenkbare Mission in die Unendlichkeit des Alls wäre schon voll ok. 😁
    Weitere Antworten anzeigen
  • Forest 19.02.2020 17:50
    Highlight Highlight Mol, mol sehr ökologisch einzelne Personen ins All zu schiessen...
    • Ludwig van 19.02.2020 20:06
      Highlight Highlight Kommt auf den Treibstoff an. Wasserstoff kann sehr ökologisch hergestellt werden, beispielsweise mit Solarenergie.
  • Magos 19.02.2020 16:55
    Highlight Highlight Wer über 100 Millionen rumliegen hat und nicht weiss was damit anfangen, sollte prinzipiell ins All geschossen werden.
    • bebby 19.02.2020 20:40
      Highlight Highlight Der erste Mann, der dort hinfliegt, macht sich damit unsterblich. Um das geht es doch.
      Früher hat man dafür Krieg geführt.
    • Mber 20.02.2020 05:33
      Highlight Highlight Am liebsten aber noch weiter. Pluto wäre doch noch eine Reise wert. Da waren noch nie Menschen.
  • Useurbrain 19.02.2020 16:48
    Highlight Highlight Kann man wählen welche reichen Deppen man auf den Mond schiessen will? Schade...

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