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Ukraine setzt auf Rüstungsindustrie als Wirtschaftsfaktor

Ukraine setzt auf Rüstungsindustrie als Wirtschaftsfaktor

06.06.2026, 18:5406.06.2026, 18:54
Workers inspect Flamingo missiles a Fire Point's secret factory in Ukraine on Thursday, Aug. 14, 2025. (AP Photo/Efrem Lukatsky)
Ukraine Drone Factory
Arbeiter inspizieren frisch fertiggestellte Flamingo-Raketen in Kiew. (Archivbild, 2025)Bild: keystone

Die Ukraine sieht ihre Rüstungsindustrie als eine dauerhafte Quelle wirtschaftlicher Stärke. Das kriegsversehrte Land hofft noch im Juni auf den Erhalt erster Gelder aus einem Kredit der Europäischen Union über 90 Milliarden Euro, die auch für Rüstungszwecke verwendet werden sollen.

«Die Nachfrage, die wir in der Ukraine geschaffen haben, hat einen Wirtschaftszweig hervorgebracht, der nun praktisch boomt. Daher ist er ein sehr wichtiger Teil unserer Zukunft», sagte Finanzminister Serhij Martschenko auf dem Jahrestreffen der Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) in Riga.

Entscheidend sei nun, die Industrie zu stärken, ihr Entwicklungskapazitäten zu verschaffen und das militärische Potenzial für einen breiteren Markt zu öffnen. Dazu stehe die Ukraine vor der Entscheidung, die Ausfuhr von Militärgütern zu ermöglichen.

Durch den Ausbau und die Nutzung des Potenzials könnten nach Angaben von Martschenko nicht nur weitere Fortschritte bei militärischer Ausrüstung und Waffen erzielt werden. «Ich glaube, diese Entwicklungen können dazu beitragen, ein natürliches ziviles Umfeld nach dem Krieg zu schaffen. Denn ein Teil der Produktion, die wir derzeit für militärische Zwecke verwenden, kann auch für zivile Zwecke genutzt werden», sagte der ukrainische Finanzminister.

Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion – und gilt im fünften Jahr des Abwehrkampfes als ein weltweit führendes Land im Drohnenkampf. Gleichzeitig hofft die Regierung in Kiew noch im Juni auf den Erhalt erster Gelder aus einem Kredit der Europäischen Union über 90 Milliarden Euro, die auch für Rüstungszwecke verwendet werden sollen. Angesichts des andauernden Krieges sei es ziemlich problematisch und schwierig, Privatinvestoren zu gewinnen, sagte Martschenko. (sda/dpa)

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