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SBB und europäische Partner stellen neuste internationale Züge vor

23.11.2019, 12:0024.11.2019, 16:07

Gemeinsam haben SBB, DB, SNCF, TGV Lyria und Trenitalia am Samstag in Zürich ihre neusten Züge für den internationalen Verkehr vorgestellt. Die Kapazitäten auf den wichtigsten Achsen aus der Schweiz und aus den Nachbarländern in die Schweiz werden deutlich ausgebaut.

Die Deutsche Bahn (DB), die französischen Staatsbahnen SNCF und die italienische Staatsbahn Trenitalia bauen gemeinsam mit den SBB das Angebot im internationalen Bahnverkehr weiter aus. Die Partnerbahnen wollen damit der Entwicklung und der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz und der gestiegenen Nachfrage Rechnung tragen, wie es in einer Medienmitteilung hiess.

Die vier europäischen Partner hätten das gemeinsame Ziel, die Zahl der Personenverkehrsverbindungen zu erhöhen und die Reisezeit zu verkürzen. Gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wollten die SBB zudem den Nachtzugverkehr von und nach der Schweiz weiterentwickeln.

Im Verkehr nach Deutschland reisen die Kunden von Chur und Zürich bereits ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 mit dem ICE 4, der neusten Generation der Hochgeschwindigkeitszüge der DB. Diese ersetzen die seit rund dreissig Jahren im Einsatz stehenden ICE-Züge der ersten Generation. Der ICE 4 bietet den Reisenden kostenloses WLAN, mit dem ICE Portal ein On-Bord-Unterhaltungsportal sowie in der 1. Klasse einen Service am Platz und Gratiszeitungen an.

Kapazität um 20 Prozent erhöht

Mit der neuen Flotte könne die Kapazität gegenüber dem bisherigen ICE 1 um 20 Prozent erhöht werden, heisst es in der Mitteilung. Der ICE 4 überzeuge mit viel Platz für Gepäck, einem Bordrestaurant sowie einem grosszügigen Familien- und Kleinkindbereich, Reisende mit Mobilitätseinschränkungen profitierten von der barrierefreien Gestaltung.

Ebenfalls bereits ab Dezember 2019 setzt TGV Lyria auf den Strecken von Zürich, Lausanne und Genf nach Paris komplett erneuerte TGV-Doppelstockzüge ein. Die heute zwischen der Schweiz und Frankreich verkehrenden einstöckigen Züge von TGV Lyria werden zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 ersetzt und das Angebot ausgebaut.

Mit der neuen TGV-Flotte mit 15 zweistöckigen Zügen erhöht die Tochtergesellschaft von SNCF und SBB das Platzangebot um 4500 auf täglich 18'000 Sitzplätze. Allen Fahrgästen stehen kostenloses WLAN und ein Bordportal zur Verfügung. In der Klasse «Business 1ère» profitieren die Reisenden unter anderem von einem Verpflegungsangebot mit einem warmen Gericht, das am Platz serviert wird.

Erstmals geschlechtergetrennte Toiletten

Auf der Gotthardachse wird ab Dezember 2019 der neue internationale Fernverkehrszug Giruno der SBB nach Lugano/Chiasso verkehren, und ab Frühling 2020 erfolgt ein schrittweiser Einsatz bis Mailand. Auch der Giruno bietet den Reisenden kostenloses WLAN an. Der Giruno ist der erste internationale Fernverkehrszug der SBB mit Niederflureinstieg für Italien, die Schweiz und Deutschland. Der Giruno ist zudem der erste Zug der SBB mit geschlechtergetrennten Toiletten.

Zugfahrt mit der Sicht aus dem Cockpit

Video: srf

Die SBB und Trenitalia werden ab 2021 – nach der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels – neben Mailand und Venedig auch weitere Verbindungen nach Italien anbieten. Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels werden die Fahrzeiten nach Italien deutlich verkürzt. Nach Paris verkehren die doppelstöckigen Züge von TGV Lyria (507 Sitzplätze in Einzelkompositionen, 1024 Sitzplätze in Doppelkompositionen) ab Zürich täglich sechs Mal im Zweistundentakt in beiden Richtungen.

TGV Lyria bietet täglich auch auf der Strecke Lausanne-Paris sechs Verbindungen in beiden Richtungen und auf der Strecke Genf-Paris acht Verbindungen in beiden Richtungen. Nach Deutschland verkehren die mit 830 Sitzplätzen ausgestatteten ICE 4 täglich sieben Mal ab Zürich nach Frankfurt und nach Hamburg, insgesamt gibt es über 40 tägliche Direktverbindungen pro Richtung zwischen der Schweiz und Deutschland.

Schneller nach München

Für 2021 ist zudem der Ausbau des Angebots nach München auf sechs Zugpaare täglich und eine Reisezeitverkürzung gegenüber heute um bis zu einer Stunde auf dreieinhalb Stunden geplant.

Mit einem Ausbau der Verfügbarkeit von internationalen Sparbilletten ab der Schweiz soll Bahnreisen auch preislich attraktiver werden, wie es weiter hiess. Der Online-Vertrieb der SBB für internationale Billette werde aktuell grundlegend überarbeitet, um die Suche und Buchung von Sparpreisen zu vereinfachen und kundenfreundlicher zu gestalten. (aeg/sda)

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20 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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twentynine
23.11.2019 12:38registriert März 2015
Geschlechtergetrennte Toiletten als positive Neuerung? Das erscheint mir eher als eine anachronistische Lösung eines «Problems», das für 100 Jahre nie ein Problem war. Als Mann kann es mir ja recht sein, Männer verbringen weniger Zeit in der Toilette und hinterlassen in der Regel kein Schlachtfeld wie in einer Frauentoilette (hatte vor Jahren das «Vergnügen» Toiletten zu reinigen in einem Gastrobetrieb; ich weiss, wovon ich spreche); trotzdem finde ich geschlechtergetrennte Toiletten überflüssig; mir grauts bereits vor der Diskussion, wenn eine Transperson die «falsche» Toilette benutzt.
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MrJS
23.11.2019 12:43registriert November 2015
Geschlechtergetrennte Toiletten als Innovation... In Zeiten der Gleichstellung von Mann und Frau und der Berücksichtigung aller Geschlechter eher ein Rückschritt als Fortschritt...
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Nocciolo
23.11.2019 15:36registriert November 2014
Warum sind da nur Nachtzüge nach Norden und Osten vorhanden/geplant? Warum keine Nachtzüge nach Spanien und Süditalien?
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