Nigeria

Amnesty wirft Shell und Nigeria Untätigkeit gegen Ölverseuchung vor

04.08.14, 06:27 04.08.14, 11:48

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Nigeria und dem Ölkonzern Shell vorgeworfen, bis heute so gut wie nichts gegen die schweren Umweltschäden durch die Ölförderung im Nigerdelta unternommen zu haben. Drei Jahre nachdem ein Bericht der UNO die Ölverschmutzung in der Region Ogoniland angeprangert hatte, geschehe immer noch kaum etwas.

Viele Umweltschutzorganisationen werfen den grossen Ölkonzernen vor, in Nigeria wesentlich laxer mit Schutzmassnahmen umzugehen, als beispielsweise in den USA oder Europa – was Shell bestreitet.

Amnesty erinnerte daran, dass die Ölförderung über Jahrzehnte hinweg Regierungsvertreter und Ölkonzerne reich gemacht habe, der Bevölkerung aber nichts weiteres als verseuchte Böden und Flüsse hinterliess. Im April 2013 waren Shell-Vertreter erstmals seit zwei Jahrzehnten nach Ogoniland zurückgekehrt, um eine Liste mit allen verrottenden Pipelines, Brunnen und anderen Förderanlagen zu erstellen, die das Trinkwasser und die Böden in der Region verseuchen. (kad/sda/afp)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen