DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Hauptverdächtiger von Dallas identifiziert: Der 25-Jährige «hasste Weisse» und wollte Polizisten töten

08.07.2016, 05:3308.07.2016, 18:00

Was wir wissen: 

  • Nach dem gewaltsamen Tod an zwei Schwarzen kommt es in Dallas zu einer friedlichen Demonstration gegen Polizeigewalt.
  • Um 20:45 Uhr Ortszeit eröffnen vier Angreifer das Feuer auf Polizisten.
  • Fünf Polizisten kommen dabei ums Leben, sieben weitere werden teils lebensbedrohlich verletzt. Ebenfalls angeschossen werden zwei Zivilisten.
  • Ein Verdächtiger verschanzte sich in einem Parkhaus in der Innenstadt und drohte mit Bombenanschlägen. Er wurde durch einen Bombenroboter der Polizei getötet. Zuvor bekannte er, Weisse zu hassen, besonders Polizisten.
  • Drei weitere Verdächtige, darunter eine Frau, befinden sich in Polizeigewahrsam.

Liveticker: Demonstration in Dallas

Schicke uns deinen Input
Unterstützung für die Polizisten
In Dallas versammeln sich die Menschen, um ihre Unterstützung für die Polizisten kundzutun, die durch die Schiesserei ums Leben kamen:

Schütze war Afghanistan-Veteran
Von März 2009 bis April 2015 war der mutmaßliche Schütze von Dallas Soldat der US-Armee, wie ein Sprecher der US-Streitkräfte mitteilte. Von November 2013 bis Juli 2014 soll Micah J. im Afghanistan gedient haben.
17:08
Schütze von Dallas ist identifiziert
Der Schütze von Dallas ist laut Medienberichten identifiziert. Es soll sich um den 25-jährigen Micah Johnson aus Dallas handeln. Der Mann habe keine kriminelle Vergangenheit und keine bekannten Verbindungen zu terroristischen Gruppen.

15:31
Homegrown
Es gebe keine Hinweise auf internationale Verbindungen der Verdächtigen. Dies sagte ein ungenannter US-Regierungsvertreter gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
14:55
Ende der Pressekonferenz
Zusammenfassung:

- Über Identität, Motive und Anzahl der Täter ist weiterhin nichts bekannt. Bürgermeister Rwalings stellte weitere Informationen in Aussicht. Doch während einer laufenden Untersuchung sei er zurückhaltend.

- Hingegen ist bekannt, was der verschanzte Verdächtige sagte: Er hasse Weisse und sei wütend über die Ereignisse in Lousiana und Minnesota.

- Der verschanzte Verdächtige starb nicht durch Sebstmord, sondern eine Bombe der Polizei. Die Verhandlungen mit ihm seien gescheitert und es sei zu einem Feuergefecht gekommen.
14:54
Keine «Militarisierung» der Polizei
Auf die Frage, ob er seine Leute besser beschützen muss, sagt Polizeichef Brown, er lehne eine «Militarisierung» seiner Polizei ab. «Wir werden nicht zulassen, dass irgendein Feigling unsere Demokratie zerstört.»
14:51
Unklar wieviele Verdächtige
Der Polizeichef will nicht bestätigen, dass es vier Verdächtige gab/gibt. «Darüber wollen wir sie [allenfalls weitere Verdächtige] im Ungewissen lassen.»
14:47
Gute Nachrichten
Den schwer verletzten Polizisten gehe es besser.
14:45
Auch ein Schwarzer unter den Opfern
Bürgermeister Rwalings: «Unter den gefallenen Polizisten befindet sich auch ein Schwarzer.»
14:42
Verdächtiger sagte, er «hasse» weisse Menschen
«Der Verdächtige sagte, er war wütend wegen den neuesten Morden an Schwarzen. Er hasse weisse Menschen und wolle sie töten. Er gehöre nicht einer bestimmten Gruppierung an und handle allein.»
14:40
Kein Selbstmord
David Brown, Polizeichef von Dallas: «Wir versuchten über mehrere Stunden, mit dem verschanzten Verdächtigen zu verhandeln. Es funktionierte nicht und wir hatten keine andere Wahl, als unseren Bombenroboter hineinzuschicken und eine Ladung zu detonieren. Der Verdächtige starb nicht durch seine eigene Hand, sondern druch diese Bombe.»
14:38
Pressekonferenz beginnt
Ich habe schlechte Nachrichten für euch Journalisten, sagt Bürgermeister Rawlings zu Beginn der Pressekonferenz. Er werde keine Informationen über die Identität der Verdächtigen herausgeben.
14:18
Hier werden die Verletzten behandelt – und die Toten abgeholt
Die Leiche eines verstorbenen Polizisten wird aus dem Baylor Scott & White Hospital gebracht, umringt von Polizisten und Spitalmitarbeitern.
epa05414821 Dallas police officers and hospital staff form a line around the emergency entrance to Baylor Scott&White Hospital as a police officer's body is taken from the facility in Dallas, Texas, USA, 08 July 2016. Police report that five officers have died as a result of their injuries as it appeared that snipers shot on police from elevated positions during a protest rally in Dallas on 07 July.  EPA/RALPH LAUER
Bild: RALPH LAUER/EPA/KEYSTONE
13:47
Auch zwei Zivilisten verletzt
Laut Aussagen des Bürgermeisters von Dallas, Mike Rawlings, sind insgesamt 12 Polizisten und zwei Zivilisten in dem Anschlag angeschossen worden. Er bestätigt zudem offiziell, dass der vierte Verdächtige, der sich in der Innenstadt verschanzt hatte, tot ist. Zuvor hatte die Polizei versucht, ihn aus dem Gebäude «herauszubomben».
12:14
Nächste Infos von offizieller Stelle in zwei Stunden
Für 7.30 Ortszeit (14.30 mitteleuropäische Zeit) ist die nächste Medienkonferenz der Polizei von Dallas anberaumt.
11:26
Obama spricht aus Warschau über Dallas
US-Präsident Barack Obama hat sich vom Nato-Gipfel aus Warschau über die Tragödie in Dallas geäussert. Er werde mehr dazu sagen, wenn die Fakten klar sind, so Obama. Es ein gezielter Angriff auf Beamte gewesen. Er sprach von einer «bösartigen, kalkulierten und verabscheuungswürdigen» Tat. Die Polizisten hätten Menschen beschützt, als sie angegriffen worden seien, äusserte sich Obama in einer ersten Reaktion. «Dieser Tag zeigt, was sie für uns tun.»
10:04
Wurden gar zwei Verdächtige in dem Parkhaus getötet?
10:02
Fälschlich verdächtigter Demonstrant äussert sich gegenüber den Medien
Der erste Verdächtige, dessen Bild zu Beginn die Runde machte und später von der Polizei freigelassen wurde, lebt nun in Angst: «Ich bekomme Todesdrohungen».
9:55
Vierter Verdächtiger nahm sich offenbar das Leben


9:52
«Bürgerkrieg»: Aufmacher der rechtslastigen «New York Post»
9:37
Vierter Verdächtiger offenbar ausser Gefecht
9:23
Identität von Todesopfer
Bei einem der fünft getöteten Polizisten handelt es sich um einen Sicherheitsbeamten des Öffentlichen Nahverkehrs von Dallas (DART). Seine drei ebenfalls verletzten Kollegen sollen sich ausser Lebensgefahr befinden.
9:18
Wann kehrt Obama zurück?
US-Präsident Obama befindet sich derzeit am Nato-Gipfel in Polen und wird über die Geschehnisse in Dallas informiert. Es ist nicht ausgeschlossen, dass er bald die Heimreise antreten wird.
epa05414398 Air Force One with US President Barack Obama on board lands at Okecie Airport in Warsaw, Poland, 08 July 2016. Obama arrived for the NATO summit which takes place on 08 and 09 July in Warsaw. About 2,000 delegates, including 18 state heads, 21 prime ministers, 41 foreign ministers and 39 defense ministers will take part in the summit, which is expected to decide about military reinforcements on North Atlantic Treaty Organization (NATO) territory in Central-East Europe.  EPA/JACEK TURCZYK POLAND OUT
Bild: EPA/PAP
9:05
Die Situation im Innern des El Centro College
9:01
Lauter Knall
Möglicherweise hat die Erstürmung des Parkhauses bereits begonnen. Augenzeugen berichten von einem lauten Knall, der offenbar von einer Blendgranate stammt, die von der Polizei abgefeuert wurde.
8:54
Polizeigewerkschaft: Fünfter Polizist gestorben
Aus dem Tweet geht nicht hevor, ob der Beamte im Spital verstarb oder bei der Erstürmung des Parkhauses erschossen wurde, wo sich einer der Verdächtigen verschanzt hält.

8:51
Demonstranten rennen um ihr Leben
8:47
Alles hatte friedlich begonnen
8:33
Geschichtsträchtiger Tatort
Das Parkhaus, in dem sich einer der Verdächtigen verschanzt hat, gehört zum El Centro College in der Innenstadt von Dallas. Dieses befindet sich wenige Gehminuten von der Dealey Plaza entfernt, wo am 22. November 1963 John F. Kennedy erschossen wurde.
8:17
Video: Hier fallen die ersten Schüsse
8:16
Offenbar keiner der Schützen
Bei einem in den frühen Morgenstunden von der Polizei zirkulierten Bild eines bewaffneten Verdächtigen handelt es sich offenbar um einen Demonstranten.
epa05414347 A handout picture released by the Dallas Police Department shows a possible suspect in the shooting of multiple police officers during a protest in Dallas, Texas, USA, 07 July 2016. According to officials, four police officers were killed and several others were wounded as it appeared that two snipers shot the police from elevated positions during a protest rally in Dallas on 07 July.  EPA/DALLAS POLICE DEPARTMENT/HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES
Bild: EPA/DALLAS POLICE DEPARTMENT
Wie aus diesem Video hervorgeht, hat er sich der Polizei gestellt und seine Waffe abgegeben. Er soll befragt und inzwischen wieder freigelassen worden sein.
8:11
Video zeigt Erschiessung eines Polizisten
Ein Video ist aufgetaucht, das offenbar die Erschiessung von einem der Polizisten zeigt. Es wurde von einem Passanten aus relativ grosser Entfernung aufgenommen und einem lokalen TV-Sender übergeben (Ansehen auf eigene Verantwortung).
7:44
Erstürmung der Garage könnte unmittelbar bevorstehen
Damit endet die kurze Medieninformation (Aufzeichnung auf Periscope). Bürgermeister Mike Rawlings sagt, er und Polizeichef Brown müssten jetzt ins Spital gehen und «harte Entscheidungen treffen». Damit dürften Pläne für eine Erstürmung der Garage gemeint sein, in der sich ein Verdächtiger verschanzt hält.
7:41
Mike Rawlings, Bürgermeister von Dallas: «Es ist ein herzbrechender Morgen, diese vier Polizisten zu verlieren.»
7:38
Gibt es noch mehr Verdächtige?
David Brown, Polizeichef von Dallas: «Wir können derzeit nicht sicher sein, dass wir alle Verdächtigen gefasst haben.» Drei befänden sich in der Gewalt der Polizei, ein Vierter hat sich in einem Parkaus verschanzt und liefert sich eine Schiesserei mit der Polizei. Er behaupte, Bomben in der Garage und im Stadtzentrum von Dallas platziert zu haben und dass noch mehr Polizisten sterben werden.
7:37
Polizei von Dallas informiert (Livestream)
7:35
Flugverkehr über Dallas eingeschränkt
Die US-Zivilluftfahrtbehörde schränkt den Flugraum über Dallas ein. Was das für den internationalen Flughafen von Dallas Fort Worth, einen der grössten der Welt, bedeutet, ist unklar.


Aktuelle Flugbewegungen über Dallas (00.34 Ortszeit)
7:25
Verdächtige Tasche in schwarzem Mercedes
Die Polizei von Dallas informiert per Twitter, dass einer ihrer Beamten eine Person beobachtet hat, wie sie eine Tasche in Tarnfarben in den Koferraum eines schwarzen Mercedes warf und dann unter hoher Geschwindigkeit davonfuhr. Das Fahrzeug sei inzwischen gestoppt worden und die beiden Insassen werden befragt.
6:46
Update
In Dallas sind während eines Protestmarsches gegen Polizeigewalt am Donnerstagabend vier Beamte erschossen worden. Dies teilte die Polizei der texanischen Stadt auf Twitter mit. Insgesamt seien elf Polizisten beschossen worden, sagte Polizeichef David Brown.

Die Polizei geht von zwei Scharfschützen aus. Die Polizei bat die Öffentlichkeit um Hilfe bei der Suche nach Verdächtigen und veröffentlichte das Foto eines Mannes. Er soll sich gestellt haben. Ein zweiter Verdächtiger sei festgenommen worden, twitterte die Polizei.

Die Verdächtigen hatten gedroht, eine Bombe zu legen, berichtete der Sender CNN unter Berufung auf die Polizei. Die Schützen hatten es vermutlich gezielt auf Polizisten abgesehen, so der Sender.

Die Polizei forderte die Bürger auf, das Stadtzentrum von Dallas zu meiden, der öffentliche Verkehr wurde unterbrochen, berichtete die «Dallas Morning News.»
6:36
Täter stellt sich – Opferzahl steigt
Einer der beiden Täter hat sich angeblich der Polizei gestellt, wie diverse Medien berichten. Derweil steigt die Zahl der toten Polizisten auf vier.
6:32
Chaotische Szenen in Dallas
6:18
Bombendrohung
Offenbar haben die Attentäter damit gedroht, in der Innensadt Bomben versteckt zu haben. Dies teilt der Polizeichef von Dallas mit.

Der Protestmarsch wurde durch die Todesfälle Philando Castile und Alton Sterling ausgelöst. Die beiden Afroamerikaner waren in den vergangenen beiden Tagen durch Polizeikugeln ums Leben gekommen:

  • Philando Castile, 32, starb in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Minnesota, nachdem ein Polizist bei einer Fahrzeugkontrolle auf ihn geschossen hatte. Die Freundin des Opfers hatte den Vorfall gefilmt und live via Facebook übertragen.
  • Alton Sterling, 37, starb etwa 48 Stunden zuvor im Bundesstaat Louisiana: Zwei Polizisten hatten ihn auf einem Parkplatz zu Boden gezwungen und aus nächster Nähe erschossen.

Handy-Videos beider Ereignisse verbreiteten sich rasch im Internet, sie wurden hunderttausende Male angesehen und geteilt. In mehreren Städten kam es zu Protesten unter dem Motto «Black Lives Matter».

US-Präsident Barack Obama sprach angesichts der Polizeigewalt von einem «ernsthaften Problem». Kurz nach seiner Landung in Warschau sagte er: «Wir erleben so etwas viel zu oft.» Jeder Amerikaner solle die Wut, die Frustration und die Trauer anerkennen, die so viele Amerikaner fühlen - «Gefühle, die in friedlichen Protesten und Mahnwachen ihren Ausdruck finden. Michelle und ich teilen diese Gefühle

Der Gouverneur des Bundesstaates Minnesota, Mark Dayton, schrieb in der «Washington Post» über den Fall Castile: «Wäre das passiert, wenn die Insassen weiss gewesen wären? Ich denke nicht. Niemand sollte in Minnesota wegen eines defekten Rücklichts erschossen werden.»

(cma/aar/AP/Reuters/sda/afp/dpa/spon)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

USA kehren in den UN-Menschenrechtsrat zurück

Nach ihrem Rückzug unter Präsident Donald Trump werden die USA wieder Teil des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen. Die Vereinigten Staaten wurden am Donnerstag von der UN-Vollversammlung in New York in das 47-köpfige Gremium mit Sitz in Genf gewählt. Auch 17 weitere Länder werden für die Zeit von 2022 bis Ende 2024 Teil des Rates sein - darunter Indien, Argentinien und Luxemburg sowie die für ihre Menschenrechtslage kritisierten Länder Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und …

Artikel lesen
Link zum Artikel