Justiz
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ZUR MELDUNG, DASS DER REKORD-JACKPOT IM SCHWEIZER LOTTO GEKNACKT WURDE, STELLEN WIR IHNEN AM SAMSTAG, 17. DEZEMBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Ein Mann fuellt einen Lottoschein von Swisslos aus, aufgenommen am Freitag, 16. Dezember 2016, in Rorschach. Der Jackpot liegt derzeit bei einer Rekordsumme von 70 Millionen Franken. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Ein Thurgauer kreuzte beim Lotto genau die richtigen Zahlen an – doch dann verzockte er sich. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

Lottomillionär will wegen der Steuern nach Schwyz flüchten – doch der Plan geht schief



Ein Lottomillionär aus dem Thurgau kann mit seinem Umzug in den Kanton Schwyz keine Steuern sparen. Er muss für das Jahr 2015 seine Steuern am früheren Wohnsitz bezahlen, wie das Bundesgericht entschieden hat.

Nachdem der Mann im Januar 2015 eine Million Franken im Lotto gewonnen hatte, meldete er sich in seiner Wohngemeinde ab und in einer steuergünstigen Gemeinde im Kanton Schwyz an. Der heute 61-Jährige hatte bei seinen Eltern gewohnt, weil seine Firma pleite gegangen war.

Wie bereits das Thurgauer Verwaltungsgericht nimmt das Bundesgericht dem Lottomillionär nicht ab, dass er im Kanton Schwyz tatsächlich einen neuen Wohn- und damit Steuersitz begründet hatte. Er hatte sich dort als Untermieter bei einer guten Freundin angemeldet.

Das Bundesgericht schreibt dazu in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil, die Vorinstanz habe «in diesem Zusammenhang zu Recht erwogen, es mute aussergewöhnlich an, dass ein Lottomillionär mit Jahrgang 1958 sich mit einem Zimmer in WG-ähnlichen Verhältnissen begnüge».

Auch die weiteren Argumente, mit denen der Mann die Begründung seines Wohnsitzes im Kanton Schwyz belegen wollte, hält das Bundesgericht für unglaubhaft. So führte er zwei Freunde auf, mit denen er sehr engen Kontakt habe und den geplanten Kauf eines Hauses. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Platin 28.03.2019 15:24
    Highlight Highlight Kommt jetzt im Bericht nicht vollständig rüber, aber es ist immernoch zulässig den Wohnsitz zu wechseln und dort für den Gweinn bestuert zu werden. Solange es keine Steuerumgehung ist. Der Herr hat es leider so aussehen lassen.
    Wer am neuen Ort wohnt und lebt hat nichts zu befürchten.
  • 45rpm 28.03.2019 14:59
    Highlight Highlight Wie viel hätte er denn gespart?
    Eine Million ist für einen Umzug zu wenig. Nach Abzug der Verrechnungssteuer bleibt nicht viel übrig und ein Haus in Schwyz wird natürlich nicht für eine Million zu haben sein.
    • Oh Dae-su 28.03.2019 16:33
      Highlight Highlight Ein Lottogewinn wird als normales Einkommen versteuert.
      Wäre er z.B. von Frauenfeld nach Schwyz gezogen, hätte er etwa 40000 Franken Steuern sparen können. Kann man also durchaus in Erwägung ziehen.
      Zudem reicht es eine kleine Wohnung in Schwyz zu mieten, ein Hauskauf ist definitiv nicht nötig.
    • 45rpm 28.03.2019 17:09
      Highlight Highlight Well, bis anhin hatte er ja bei seinen Eltern gewohnt. Und weil er ja pleite war, es ist wohl anzunehmen, dass er gratis wohnte.

      Ich habe mal bei Immoscout geschaut und die günstigste Wohnung, eine 2.5Z für 1200 CHF gefunden, exkl. Nebenkosten. Das wäre im Jahr 14400 CHF zuzüglich Nebenkosten gewesen.
      Nach 3 Jahren wären die eingesparten 40000 erreicht.
      Langfristig wäre es ihm günstiger gekommen, seinen Eltern den Zimmeranteil zu bezahlen. Ich gehe davon aus, dass er alles durchgerechnet hat und zum Ergebnis gekommen ist, dass ein Umzug nach Schwyz sich in real nicht lohnt.
    • Oh Dae-su 28.03.2019 19:25
      Highlight Highlight Er muss ja nicht in Schwyz bleiben. Hat er die Steuern bezahlt, kann er an und für sich wieder zurückziehen.
      Er muss halt einfach irgendwie glaubhaft machen können, dass sein Lebensmittelpunkt zum damaligen Zeitpunkt wirklich in Schwyz war.
      Wäre die Frau z.B. seine Lebenspartnerin und nicht einfach eine gute Freundin gewesen, wäre er mit der Untermiete wohl eher durchgekommen.
  • DavyK 28.03.2019 14:56
    Highlight Highlight Wer mit einer Million ein Haus kauft ist nicht ganz bei Sinnen. Wenn er sonst kein Einkommen hat, ist die Million so ganz schnell wider weg. Ich würde mit nur einer Million eine gemütliche Stelle suchen und viel reisen und auch einen grossen Teil anlegen, dann hat man ausgesorgt...
  • Alphonse Graf Zwickmühle 28.03.2019 13:58
    Highlight Highlight Er wird's schon verkraften.

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