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260 Arbeitsplätze wandern von Frauenfeld nach Osteuropa – Gewerkschaft «entsetzt»



Die Sia Abrasives Industries AG plant, die Schleifmittel-Konfektionierung und das zugehörige Halbfertigwarenlager von Frauenfeld an einen kostengünstigeren Standort in Osteuropa zu verlagern. Zudem wird beabsichtigt, das Fertigwarenlager für Schleifmittel gleichzeitig in das europäische Zentrallager des Bosch-Geschäftsbereichs Power Tools in Worms, Deutschland zu integrieren, teilt das Unternehmen am Dienstag mit.

Die geplanten Massnahmen seien notwendig um die Zukunft der Sia und des Standortes Frauenfeld zu sichern, heisst es in der Pressemitteilung. In Frauenfeld sind rund 720 Mitarbeiter beschäftigt. Die Vertriebssteuerung der Schleifmittel über ein internationales Netzwerk an Tochtergesellschaften und Partnerunternehmen sowie Marketing und Produktentwicklung sollen in Frauenfeld bleiben. Ausserdem würden am Standort weiterhin Schleifmittel gefertigt. Die Sia beabsichtigt, mit der Verlagerung Mitte 2016 zu beginnen und sie bis Ende 2017 abzuschliessen. Betroffen wären rund 260 Arbeitsplätze.

Mit «grösstem Entsetzen» hat Syna die Nachricht über die von der Bosch-Gruppe angekündigten harten Abbaumassnahmen beim Schleifmittelhersteller Sia Abrasives Industries AG in Frauenfeld zur Kenntnis genommen. Schon wieder soll der schwache Euro an den geplanten Abbaumassnahmen schuld sein, schreibt die Gewerkschaft. (whr)

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