Schweiz
Wirtschaft

260 Arbeitsplätze wandern von Frauenfeld nach Osteuropa – Gewerkschaft «entsetzt»

260 Arbeitsplätze wandern von Frauenfeld nach Osteuropa – Gewerkschaft «entsetzt»

10.11.2015, 14:1510.11.2015, 14:29

Die Sia Abrasives Industries AG plant, die Schleifmittel-Konfektionierung und das zugehörige Halbfertigwarenlager von Frauenfeld an einen kostengünstigeren Standort in Osteuropa zu verlagern. Zudem wird beabsichtigt, das Fertigwarenlager für Schleifmittel gleichzeitig in das europäische Zentrallager des Bosch-Geschäftsbereichs Power Tools in Worms, Deutschland zu integrieren, teilt das Unternehmen am Dienstag mit.

Die geplanten Massnahmen seien notwendig um die Zukunft der Sia und des Standortes Frauenfeld zu sichern, heisst es in der Pressemitteilung. In Frauenfeld sind rund 720 Mitarbeiter beschäftigt. Die Vertriebssteuerung der Schleifmittel über ein internationales Netzwerk an Tochtergesellschaften und Partnerunternehmen sowie Marketing und Produktentwicklung sollen in Frauenfeld bleiben. Ausserdem würden am Standort weiterhin Schleifmittel gefertigt. Die Sia beabsichtigt, mit der Verlagerung Mitte 2016 zu beginnen und sie bis Ende 2017 abzuschliessen. Betroffen wären rund 260 Arbeitsplätze.

Arbeitswelt

Mit «grösstem Entsetzen» hat Syna die Nachricht über die von der Bosch-Gruppe angekündigten harten Abbaumassnahmen beim Schleifmittelhersteller Sia Abrasives Industries AG in Frauenfeld zur Kenntnis genommen. Schon wieder soll der schwache Euro an den geplanten Abbaumassnahmen schuld sein, schreibt die Gewerkschaft. (whr)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Zinsen auf Null, aber Hypotheken werden teurer – das sind die Gründe
Die Zinsen für Hypotheken in der Schweiz haben sich im vierten Quartal 2025 trotz des unveränderten Leitzinses von 0 Prozent verteuert.
Damit liegen sie wieder über dem Niveau vom Frühherbst. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte im Dezember den Leitzins, wie von vielen Ökonominnen und Ökonomen erwartet, unverändert belassen. Dennoch sind die Hypothekarzinen im vierten Quartal 2025 gestiegen, wie eine am Dienstag veröffentlichte Auswertung des Vergleichsportals Comparis zeigt.
Zur Story