DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nordkorea hat einen – Zitat aus den Staatsmedien – «super-grossen» Raketenwerfer getestet



Nordkorea hat nach Angaben seiner Staatsmedien bei seinem jüngsten Raketentest einen besonders grossen Raketenwerfer eingesetzt. Der Test des «super-grossen» Mehrfach-Raketenwerfers sei erfolgreich verlaufen, hiess es in den Berichten vom Montag.

Von der nordkoreanischen Zeitung «Rodong Sinmun» veröffentlichte Bilder zeigten Raketen, die von einer Rampe mit sechs Abschussröhren hochschiessen und anscheinend ein Ziel auf einer Insel treffen.

This photo provided by the North Korean government shows military exercise at an undisclosed location in North Korea on Sunday, March 29, 2020. Independent journalists were not given access to cover the event depicted in this image distributed by the North Korean government. The content of this image is as provided and cannot be independently verified. Korean language watermark on image as provided by source reads:

Das Bild des «super-grossen» Mehrfach-Raketenwerfers. Bild: AP

Die Streitkräfte in Südkorea hatten am Sonntag mitgeteilt, dass Nordkorea wahrscheinlich zwei ballistische Kurzstreckenraketen getestet habe. Die Projektile seien von der Hafenstadt Wonsan aus abgefeuert worden und nahe japanischen Hoheitsgewässern ins Meer eingeschlagen. Es war bereits der vierte nordkoreanische Raketentest innerhalb eines Monats.

Anders als bei den vorherigen Raketentests hiess es in nordkoreanischen Staatsmedien diesmal aber nicht, dass Machthaber Kim Jong Un den Test persönlich beaufsichtigt habe. Die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete, Kims Berater Ri Pyong Chol habe den Test geleitet. Kim war auf den von «Rodong Sinmun» veröffentlichten Bildern des Tests nicht zu sehen.

Neue strategische Waffe angekündigt

Kim hatte zu Jahresbeginn angekündigt, sich nicht mehr an das Moratorium für Atomversuche sowie Tests von Interkontinentalraketen zu halten. Er drohte auch, dass Nordkorea bald eine «neue strategische Waffe» vorführen werde.

A man watches a TV screen showing a file image of North Korea's missile launch during a news program at the Seoul Railway Station in Seoul, South Korea, Sunday, March 29, 2020. North Korea on Sunday fired two suspected ballistic missiles into the sea, South Korea said, calling it

Ein Mann in Seoul verfolgt die Berichterstattung über den Waffentest. Bild: AP

Die Verhandlungen zwischen Pjöngjang und Washington über die atomare Abrüstung Nordkoreas liegen seit einem gescheiterten Gipfeltreffen zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump im Februar vergangenen Jahres auf Eis. Das international weitgehend isolierte Nordkorea steht wegen seines Atom- und Raketenprogramms unter strikten US- und Uno-Sanktionen. Kim hatte nach seinem Moratorium für Atom- und Raketentests vergeblich auf eine Aufhebung von Sanktionen gehofft.

«Extrem unangemessen»

Den jüngsten nordkoreanischen Raketentest bezeichneten südkoreanische Regierungsvertreter als «extrem unangemessen» angesichts der Tatsache, dass die Coronavirus-Pandemie derzeit «die ganze Welt» in Atem halte.

Nordkorea hat zum Schutz gegen das Coronavirus seine Grenzen geschlossen. Als eines von wenigen Ländern weltweit hat Nordkorea bislang keinen einzigen Corona-Fall gemeldet.

Experten gehen jedoch davon aus, dass das neuartige Virus das Land erreicht hat. Fachleute warnen, der Erreger könnte wegen des schwach entwickelten Gesundheitssystems in Nordkorea und der dort weit verbreiteten Unterernährung verheerende Folgen in dem Land haben. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Die Schweiz hatte recht»: Warum die strengen Regeln in Deutschland nicht effektiver sind

Deutschland hat weit schärfere Massnahmen als die Schweiz. Doch das Infektionsgeschehen ist gleich hoch. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Über die Bilder aus der Schweiz staunt man in Deutschland nicht schlecht: Menschen, die zusammen im Strassencafé oder in grossen Gruppen im Park sitzen. Derweil versinkt Deutschland allmählich in einer Coronadepression: Seit November sind fast überall im Land Cafés, Kinos, Theater dicht, Sport war über Monate grösstenteils nur alleine oder zu zweit erlaubt.

Schulen waren wochenlang in etlichen Bundesländern dicht oder im Wechselunterricht im Betrieb. Und der Einzelhandel darf nur dort getestete …

Artikel lesen
Link zum Artikel