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National League: HCD-Topverdiener verzichten auf einen Viertel ihres Lohns

Davos' Andres Ambuehl, links, gegen Zuerichs Tim Berni, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Davos und den ZSC Lions, am Dienstag, 7. Januar 2020, im Eisstadion  ...
Andres Ambühl und Co. stimmten einem Lohnverzicht zu.Bild: KEYSTONE

HCD-Topverdiener verzichten auf einen Viertel ihres Lohns

15.09.2020, 14:5915.09.2020, 16:58

Die Coronavirus-Krise sorgt weiterhin für Unsicherheit im Schweizer Spitzensport. Während im Fussball die meisten Klubs ab Oktober mit normalem Zuschaueraufkommen rechnen können, wird den Eishockey-Vereinen tiefer ins Fleisch geschnitten. Die ZSC Lions können als einziger Klub tatsächlich zwei Drittel ihres Stadions auslasten. Alle anderen Arenen werden wohl nur rund zur Hälfte gefüllt.

Das und die damit verbundene verringerte Konsumation in den Stadien wird dazu führen, dass bei gleichbleibenden Löhnen wohl viele Teams einen noch grösseren Verlust schreiben würden.

Dieses Problem hat nun der HC Davos konkret angepackt. Wie die «Südostschweiz» schreibt, haben sich die Grossverdiener bei den Bündnern zu einem Lohnverzicht bereit erklärt. Dem Bericht zufolge reduzieren alle Angestellte mit einem Jahreslohn über 148'000 Franken ihr Salär um 25 Prozent. «Wir haben den Spielern die finanzielle Situation erklärt und mögliche Szenarien aufgezeigt», erklärte Sportchef Raeto Raffainer.

Was macht Joe Thornton?

Zudem haben die Davoser seit dem Frühling kaum mehr neues Personal eingestellt. Einziger Zuzug war der des Finnen Teemu Turunen, der den in die KHL abgewanderten Mattias Tedenby ersetzt. Auch Philipp Kuraschew und Mirco Müller, die beide bis zum Saisonstart in Nordamerika eine temporäre Arbeitsstelle in der Schweiz suchten, hätten bei den Bündnern angefragt. Doch Davos lehnte ab. «Klar willst du als Sportchef solche Transfers machen, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet. In der jetzigen Situation wäre das aber nicht verantwortbar», sagte Raffainer.

Der 18-jährige Stürmer Simon Knak wird die Saison dagegen mit den Bündnern beginnen. Der Klotener hofft, im Oktober gedraftet zu werden und dürfte noch eine weitere Saison in der kanadischen Juniorenliga WHL verbringen, sobald dort wieder gespielt wird.

Joe Thornton, ehemaliger Spieler des HC Davos und NHL-Spieler, aufgenommen im Training, am Mittwoch, 5. August 2020, in der Trainingshalle in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Joe Thornton trainiert derzeit mit dem HC Davos.Bild: keystone

Noch unklar ist dagegen die Situation von Joe Thornton. Der 41-jährige NHL-Center bestreitet auch dieses Jahr die Saisonvorbereitung mit Davos. Weil er mittlerweile einen Schweizer Pass besitzt, könnte er auch die Saison mit den Bündnern beginnen, ohne eine Import-Lizenz aufzubrauchen. Laut Sportchef Raffainer habe es bislang aber noch keine konkreten Gespräche gegeben. (abu)

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