Hundedompteur trat in Europa-Park-Show auf – jetzt muss er seine Tiere abgeben
Der Fall gelangte im Dezember 2025 ans Licht. Die Tierschutzorganisation Peta veröffentlichte Aufnahmen, die zeigen, wie der Halter einer Hündin den Mund zu hält und sie mit einem Seil schlägt. Die Hunde wirkten ängstlich und wurden laut der Lahrer Zeitung teilweise in zu kleinen und kalten Käfigen gehalten. Ausserdem hätten nicht alle Tiere Zugang zu Wasser gehabt.
Beim Dompteur soll es sich um einen in Deutschland bekannten Hundetrainer handeln. Peta erstattete daraufhin Anzeige. Eine Kontrolle der Amtstierärzte deckte schliesslich weitere Mängel auf. Gemäss der Tierschutzorganisation drohte der Mann während der Kontrolle einem Hund mit den Worten: «Wenn du nicht ruhig bist, bekommst du wieder was auf den Arsch.»
Hundehalter ist geständig
Die zwölf Hunde wurden im Januar schliesslich beschlagnahmt. Die Behörden ordneten daraufhin den Verkauf der Tiere an – sie sollten schnellstmöglich ein neues Zuhause finden. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid nun, der Mann erhält die Hunde nicht zurück.
Laut der «Lahrer Zeitung» gestand der Mann die Schläge. In seinen Augen seien sie aber eine angemessene Trainingsmethode. Das zeige, dass es ihm an «Sachkunde als Hundehalter» fehle, urteilten die Amtstierärzte. Der Gerichtsbeschluss ist noch nicht rechtskräftig.
Der Europa-Park reagiert
Der Europa-Park hatte nach der Publikation der Aufnahmen reagiert und die Hundeshow aus dem Programm gestrichen. Ausserdem erklärten die Verantwortlichen, künftig mehr auf Artistik setzen zu wollen, wie es in einer Mitteilung von Peta heisst.
Die Tierschutzorganisation fordert hingegen ein komplettes Verbot von Tiernummern im Freizeitpark. «Der Fall zeigt auch, dass kein Tier in eine Zirkusshow gehört. Der Europapark darf sich nicht länger von schönen Worten der Tiertrainer blenden lassen und muss Dressuren endlich aus seinen Shows verbannen», wird Peta-Biologin Yvonne Würz in der Mitteilung zitiert. (vro)
