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Deutschland

Hundeshow im Europa-Park: Halter muss Hunde wegen Misshandlung abgeben

Hundedompteur trat in Europa-Park-Show auf – jetzt muss er seine Tiere abgeben

Ein Mann ist mit seinen zwölf Hunden in einer Zirkusshow des Europa-Parks aufgetreten. Die Tierschutzorganisation Peta veröffentlichte daraufhin Aufnahmen, die zeigen, wie die Tiere misshandelt werden. Nun hat ein Gericht entschieden, dass der Halter die Tiere dauerhaft abgeben muss.
08.05.2026, 10:1508.05.2026, 11:25

Der Fall gelangte im Dezember 2025 ans Licht. Die Tierschutzorganisation Peta veröffentlichte Aufnahmen, die zeigen, wie der Halter einer Hündin den Mund zu hält und sie mit einem Seil schlägt. Die Hunde wirkten ängstlich und wurden laut der Lahrer Zeitung teilweise in zu kleinen und kalten Käfigen gehalten. Ausserdem hätten nicht alle Tiere Zugang zu Wasser gehabt.

Hunde Misshandlung Europa-Park
Die Aufnahmen zeigen, wie der Mann die Tiere einschüchtert.Bild: Instagram/petadeutschland

Beim Dompteur soll es sich um einen in Deutschland bekannten Hundetrainer handeln. Peta erstattete daraufhin Anzeige. Eine Kontrolle der Amtstierärzte deckte schliesslich weitere Mängel auf. Gemäss der Tierschutzorganisation drohte der Mann während der Kontrolle einem Hund mit den Worten: «Wenn du nicht ruhig bist, bekommst du wieder was auf den Arsch.»

Hunde Misshandlung Europa-Park
Die Aufnahmen von Peta zeigen auch eine Misshandlung durch Schläge mit einem Seil.Bild: Instagram/petadeutschland

Hundehalter ist geständig

Die zwölf Hunde wurden im Januar schliesslich beschlagnahmt. Die Behörden ordneten daraufhin den Verkauf der Tiere an – sie sollten schnellstmöglich ein neues Zuhause finden. Das Oberverwaltungsgericht bestätigte diesen Entscheid nun, der Mann erhält die Hunde nicht zurück.

Laut der «Lahrer Zeitung» gestand der Mann die Schläge. In seinen Augen seien sie aber eine angemessene Trainingsmethode. Das zeige, dass es ihm an «Sachkunde als Hundehalter» fehle, urteilten die Amtstierärzte. Der Gerichtsbeschluss ist noch nicht rechtskräftig.

Hunde Misshandlung Europa-Park
Die Hunde üben im Video einen Show-Trick, während sie gleichzeitig eingeschüchtert werden.Bild: Instagram/petadeutschland

Der Europa-Park reagiert

Der Europa-Park hatte nach der Publikation der Aufnahmen reagiert und die Hundeshow aus dem Programm gestrichen. Ausserdem erklärten die Verantwortlichen, künftig mehr auf Artistik setzen zu wollen, wie es in einer Mitteilung von Peta heisst.

Die Tierschutzorganisation fordert hingegen ein komplettes Verbot von Tiernummern im Freizeitpark. «Der Fall zeigt auch, dass kein Tier in eine Zirkusshow gehört. Der Europapark darf sich nicht länger von schönen Worten der Tiertrainer blenden lassen und muss Dressuren endlich aus seinen Shows verbannen», wird Peta-Biologin Yvonne Würz in der Mitteilung zitiert. (vro)

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26 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Spektralist
08.05.2026 11:30registriert August 2025
Der muss lebenslanges, überprüftes und registriertes Halteverbot für sämtliche Tierarten bekommen!
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Broccoli
08.05.2026 11:36registriert August 2016
Sehr gute News. Trotzdem: es braucht immer unsäglich lange bis missbrauchte Tiere beschlagnahmt werden,ob aus Tiershows oder von Privat. Tiershows sind eh das Letzte,keine dieser Shows ist ohne Tierleid möglich. Ob mit körperlicher Qual oder psychischem Druck: die Tiere leben in Dauerangst; nein,sie überleben! Wenigstens hat hier der Tierschutz gegriffen! Es gäbe unheimlich viel zu tun,würde der Tierschutz überall wirklich durchgreifen, was leider nicht der Fall ist. Auch bei uns in der CH, mit dem „besten TSchG“. Auch hier leider meist nur toter Buchstabe.
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