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Blackfacing-Foto: Kanadas Premierminister Trudeau muss sich Rassismus-Vorwürfen stellen

Kanadas Premier unter Druck: Ein Foto von vor fast zwei Jahrzehnten ist aufgetaucht, das Justin Trudeau mit einem schwarz angemalten Gesicht zeigt. Die Verkleidung könnte der Karriere des Regierungschefs schwer zusetzen.
19.09.2019, 04:3419.09.2019, 08:38
Ein Artikel von
t-online

Der kanadische Premierminister steht unter Feuer: Das «Time Magazine» hat ein altes Foto ausgegraben, bei dem Justin Trudeau bei einer Schulgala zum Thema «Arabische Nächte» als Aladdin verkleidet ist. Der Grund für die Aufregung: Der damals 29-jährige Trudeau trägt nicht nur Turban und Robe – er hat sich auch das Gesicht und die Hände schwarz angemalt, wie das Foto aus dem Jahrbuch 2000-2001 einer einer privaten Schule, an der Trudeau unterrichtete, zeigt. 

Nach der Veröffentlichung des Bildes haben mehrere Kritiker, darunter Politiker der Opposition, Medienvertreter und Verbände dem Premier Rassismus vorgeworfen. Auch habe es Forderungen gegeben, Trudeau solle von seinem Posten als Premierminister zurücktreten, wie die «Times» berichtet.

«Es war ein grosser Fehler»

Trudeau selbst entschuldigte sich nach der Veröffentlichung des Berichts für seinen Auftritt. «Ich hätte es besser wissen müssen,» sagte der kanadische Regierungschef vor Vertretern der Presse. Damals habe er nicht gewusst, dass ein verdunkeltes Gesicht als Verkleidung rassistisch sei. «Ich bedauere das sehr und weiss nun, dass es die falsche Entscheidung war.» Er werde weiterhin gegen Rassismus in seinem Land kämpfen, so Trudeau weiter.  

Als sogenanntes Blackfacing bezeichnet man, wenn weisse Menschen ihr Gesicht schwarz anpinseln, um Schwarze darzustellen. In den USA wurde erst im Februar dieses Jahres eine solche Aktion des Politikers Ralph Northam scharf kritisiert. Auch für Justin Trudeau ist das Foto besonders peinlich, da Kanada für eine progressive Politik steht und sich für den Kampf gegen den Rassismus ausgesprochen hat. Kanadas Regierungschef kämpft zudem am 21. Oktober um seine Wiederwahl.

Verwendete Quellen:

(aj/t-online.de)

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