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Eishockey-WM: Schweiz schlägt Lettland und überzeugt an der Heim-WM

From left: Switzerland's Christian Marti, Switzerland's Dean Kukan, Switzerland's Damien Riat, Switzerland's Simon Knak and Switzerland's Ken Jager celebrate after scoring the ...
Die Schweizer überzeugen im zweiten Gruppenspiel gegen Lettland.Bild: keystone

Die Nati überzeugt gegen Lettland – nächster Sieg an der Heim-WM

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft nimmt an der Heim-WM auch die zweite Hürde. Sie bezwingt Lettland in Zürich nach einer Geduldsprobe 4:2 und weist nach dem Start-Wochenende das Punktemaximum aus.
16.05.2026, 19:0016.05.2026, 23:08

Zwei Spiele, sechs Punkte und eine Welle der Euphorie: Einen besseren Start ins Heimturnier hätten sich die Schweizer kaum wünschen können. 24 Stunden nach dem 3:1 zum Auftakt gegen Titelverteidiger USA lieferte das Team von Trainer Jan Cadieux gegen die frischen Letten in deren Startspiel mit einem Arbeitssieg die Bestätigung.

Das Duell mit dem überraschenden WM-Dritten von 2023, der an diesem Turnier ohne Verstärkungen aus der NHL auskommen muss, entwickelte sich für die Schweizer zu einer Geduldsprobe. Während sie gegen die Amerikaner mit zwei Treffern aus den ersten drei Abschlüssen früh die Weichen auf Sieg gestellt hatten, mussten sie sich diesmal lange gedulden.

Chancenwucher und Meiers erlösendes Tor

Nach einem harzigen Beginn mit einer frühen Strafe gegen Ken Jäger steigerten sich die Schweizer von Minute zu Minute, spielten den Gegner mit Tempo-Hockey schwindlig und erarbeiteten sich zahlreiche hochkarätige Chancen. Doch Lettlands Goalie Kristers Gudlevskis wuchs über sich hinaus und brachte die Schweizer immer wieder zur Verzweiflung. Mit jeder ausgelassenen Möglichkeit - wie einem Lattenschuss von Nino Niederreiter kurz vor der ersten Pause - stieg auch die Nervosität in der mit 10'000 Zuschauern erneut ausverkauften und stimmungsvollen Arena in Zürich-Altstetten.

Zehn Sekunden nach Spielhälfte fiel schliesslich das längst fällige 1:0. Timo Meier traf mit dem 31. Schweizer Abschluss und erlöste die Heimfans. Der Stürmer der New Jersey Devils verwertete einen herrlichen Querpass seines Klubkollegen Nico Hischier.

Die Führung hielt allerdings nicht lange. Keine zwei Minuten später bezwang ZSC-Stürmer Rudolfs Balcers Sandro Aeschlimann in dessen zweitem WM-Spiel mit einem platzierten Abschluss zum 1:1.

Starke Reaktion nach dem Ausgleich

Noch vor der zweiten Pause brachte Damien Riat die Schweiz im Powerplay wieder in Führung. Ein Grossteil des Treffers gehörte Sven Andrighetto, der in dieser Situation Ruhe und Übersicht bewies und seinen besser positionierten Sturmkollegen perfekt in Szene setzte.

Diesmal liessen sich die Schweizer die Führung nicht mehr nehmen. 59 Sekunden nach Beginn des letzten Drittels gelang Dean Kukan das beruhigende 3:1.

Für die definitive Entscheidung sorgte sieben Minuten vor dem Ende Damien Riat, der mit seinem zweiten Treffer des Abends zum Doppeltorschützen avancierte. Kurz vor Schluss traf Balcers zum 2:4 im Powerplay auch noch ein zweites Mal.

Als nächster Prüfstein wartet nach einem Ruhetag am Montagabend (20.20 Uhr) Erzrivale Deutschland, ein Gegner, den die Schweizer in den letzten zwei Jahren auf dem Weg in den WM-Final besiegt haben.

Schweiz - Lettland 4:2 (0:0, 2:1, 2:1)
Zürich. - 10'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Gour/Hronsky (CAN/SVK), Durmis/Ondracek (SVK/CZE).
Tore: 31. Meier (Hischier, Rochette) 1:0. 32. Balcers (Smirnovs, Vilmanis) 1:1. 38. Riat (Andrighetto, Malgin/Ausschluss Freibergs) 2:1. 41. Kukan (Marti, Meier) 3:1. 53. Riat (Knak, Kukan) 4:1. 60. (59:46) Balcers (Vilmanis, Egle/Ausschluss Kukan) 4:2.-
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 4 mal 2 Minuten gegen Lettland.
Schweiz: Aeschlimann; Egli, Josi; Kukan, Marti; Moser, Berni; Jung; Riat, Jäger, Knak; Meier, Hischier, Rochette; Bertschy, Thürkauf, Niederreiter; Suter, Malgin, Andrighetto; Biasca.
Lettland: Gudlevskis; Cibulskis, Smits; Zile, Freibergs; Mamcics, Bindulis; Tumanovs, Andzans; Balcers, Smirnovs, Vilmanis; Andersons, Batna, Dzierkals; Murnieks, Egle, Lapinskis; Buncis, Prohorenkovs, Skrastins.
Bemerkungen: Schweiz ohne Berra (krank), Frick, Baechler (beide nicht gemeldet) und Genoni (Ersatzgoalie). - 19. Lattenschuss Niederreiter. - 55. Tor von Vilmanis aberkannt (Offside).
Schüsse: Schweiz 43 (12-22-9); Lettland 23 (6-5-12).
Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/3; Lettland 1/4. (car/sda)

Die Tabelle:

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Die Reife eines Titelanwärters beim 4:2 gegen Lettland
Die helvetischen Hockey-Festspiele in Zürich gehen weiter. Mit hohem Unterhaltungswert. Der Pflichtsieg (4:2) gegen Lettland ist ein Sturmlauf, gewürzt mit ein wenig Drama, einem Happy End und dem Bestehen einer Zwischenprüfung auf dem Weg zu höheren Zielen.
Wenn Sandro Aeschlimann ins Tor darf, dann wird der Sieg erwartet. Dann droht keine Gefahr. Dann scheint alles klar. Gegen Lettland, gegen eine Mannschaft mit lediglich einem NHL-Profi im Aufgebot und mit einer Nummer 2 aus der höchsten deutschen Liga im Tor, ist die Frage nicht: Wer gewinnt? Sondern nur: Wie hoch gewinnt die Schweiz? Mit zwei, drei oder vielleicht gar fünf oder sechs Toren. An Ende werden es vier sein.
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