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Eishockey-WM: Schweizer Nati trifft zum Auftakt auf die USA – im Ticker

Switzerland's Pius Suter, right, celebrates after scoring during the 2026 IIHF Men's Ice Hockey World Championship preliminary round group A game between United States and Switzerland, at th ...
Pius Suter lancierte die Heim-WM mit dem 1:0 gegen die USA nach wenigen Minuten.Bild: keystone

Die Hockey-Nati bezwingt die USA zum Auftakt der Heim-WM: «Das beflügelt uns»

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft startet mit einem 3:1-Sieg gegen den Titelverteidiger USA in die Heim-WM. In Zürich sorgen Pius Suter, Sven Andrighetto und Sven Jäger für den optimalen Auftakt.
15.05.2026, 19:1115.05.2026, 23:03

Die Schweizer lancieren die Titelkämpfe zuhause in Zürich-Altstetten optimal. Schon vor Spielbeginn war die Stimmung im mit 10'000 Fans ausverkauften Stadion prächtig, und dann startete das Team von Chefcoach Jan Cadieux perfekt in die Neuauflage des letztjährigen Finals. Aus den ersten drei Schüssen resultierten zwei Tore zu einer frühen 2:0-Führung. Diese gaben die Schweizer nicht mehr aus der Hand.

«Es ist mega speziell. Die Energie und Unterstützung der Fans ist etwas, das ich selten erlebt hatte. Das beflügelt uns.»
Sven Andrighetto

Nach 123 Sekunden setzte Pius Suter, bis vor sechs Jahren auf der anderen Seite der Stadt im Hallenstadion zuhause, energisch nach und stocherte den Puck zum 1:0 über die Linie. In der 12. Minute erwischte ZSC-Stürmer Sven Andrighetto den US-Goalie Joseph Woll in der nahen Ecke. Die Effizienz und Konsequenz der Schweizer beeindruckte, damit war eine allfällige Anfangsnervosität schnell verflogen.

Jäger mit der Erlösung

Erst im dritten Drittel und vor allem nach dem Anschlusstreffer ging die Ordnung etwas verloren, wurde man etwas zu passiv. Ken Jäger von der starken vierten Linie beruhigte die Nerven mit dem 3:1 dreieinhalb Minuten vor Schluss.

Das sehr junge amerikanische Team, bei dem aus dem letztjährigen Weltmeisterteam nur zwei und vom Olympia-Goldteam kein Spieler auf dem Eis standen, tat sich äusserst schwer, zu gefährlichen Abschlüssen zu kommen. Und wenn doch einmal, war Leonardo Genoni, der MVP der letzten WM in Dänemark und Schweden, die gewohnt sichere Bank.

«Es war eine unglaubliche Stimmung. Danke an alle Fans, sie haben uns getragen, als wir auch mal schwierigere Phasen hatten. Wir reden seit Tagen über die Intensität. Dass wir rauskommen und alles geben wollen. Wir haben gesehen, dass das von Anfang an der Fall war. Wir haben die Nervosität ablegen und unser Spiel durchziehen können.»
Jan Cadieux

Chancen zu wenig genutzt

Wenn sie sich etwas vorwerfen mussten, dann, dass sie den Sack nicht früher zumachten. Nico Hischier und Nino Niederreiter gleich zweimal hatten im zweiten und zu Beginn des dritten Drittels beste Chancen auf das 3:0. Stattdessen verkürzte Boston-Stürmer Alex Steeves gut elf Minuten auf 1:2 und leitete damit die aus Schweizer Sicht heikelste Phase.

Es war für Genoni der erste Gegentreffer in der regulären Spielzeit eines WM-Spiels seit der Vorrunde im letzten Jahr. In vier Partien hintereinander hatte er sich einzig in der Verlängerung des Finals bezwingen lassen. Er wehrte insgesamt 20 Schüsse ab und wurde zum besten Spieler gewählt.

«Der Sieg gibt ein gutes Gefühl. Wir haben übers Ganze einen guten Match gezeigt. Sie waren offensiv stark, da waren wir gefordert. Aber ich habe das Gefühl, wir haben es gut gemacht. Im 2. Drittel haben wir vielleicht den Puck manchmal etwas zu leicht weggegeben. Beim 3:1 bringt Knak den Puck aufs Goal, dann passieren gute Sachen. Ich hatte schon vor dem Spiel Hühnerhaut, das macht Spass.»
Ken Jäger

Nach dem geglückten Auftakt geht es für die Schweizer gleich am Samstagabend (20.20 Uhr) gegen Lettland weiter. Für die Osteuropäer ist es das erste Spiel dieser WM.

Switzerland's goaltender Leonardo Genoni during the 2026 IIHF Men's Ice Hockey World Championship preliminary round group A game between United States and Switzerland, at the Swiss Life Aren ...
Leonardo Genoni zeigte zum WM-Auftakt eine bärenstarke Leistung.Bild: keystone

USA - Schweiz 1:3 (0:2, 0:0, 1:1)
Zürich. - 10'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Björk/Ondracek (SWE/CZE), Gibbs/Rampir (CAN)/Rampir.
Tore: 3. Suter (Andrighetto, Moser) 0:1. 12. Andrighetto (Malgin, Suter) 0:2. 49. Steeves (Lindgren, Borgen) 1:2. 57. Jäger (Knak, Kukan) 1:3.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die USA, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
USA: Woll; Faulk, Lohrei; Borgen, Lindgren; Clifton, Kaiser; Ufko; Leonard, Coronato, Plante; Howard, Novak, Moore; Olivier, Sasson, Steeves; Cotter, Lafferty, Hagens; Nelson.
Schweiz: Genoni; Egli, Josi; Kukan, Marti; Moser, Berni; Jung; Riat, Jäger, Knak; Meier, Hischier, Rochette; Bertschy, Thürkauf, Niederreiter; Suter, Malgin, Andrighetto; Biasca.
Bemerkungen: Schweiz ohne Berra (krank), Frick, Baechler (beide nicht gemeldet) und Aeschlimann (Ersatzgoalie). Timeout USA (60.).
Schüsse: USA 20 (5-7-8); Schweiz 20 (9-3-8).
Powerplay-Ausbeute: USA 0/1; Schweiz 0/1.
(abu/sda)

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Die beliebtesten Kommentare
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Dubox
15.05.2026 22:24registriert Dezember 2015
Mich stört, dass die Powerbreaks immer wieder durch Eishockey unterbrochen werden.
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Wamm
15.05.2026 22:26registriert Dezember 2020
Sorry, aber jetzt übertreiben sie es mit der Werbung. 🤮
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Eidi
15.05.2026 20:55registriert Oktober 2018
Das war eines der besten Drittel welches ich bisher von der Nati gesehen habe! Jeder motiviert bis in die Zehenspitzen. So muss das, lets go!
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73
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