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Diebe erbeuten 3-Millionen-Gemälde – dumm nur, dass die Polizei sie austrickste 😂

14.03.2019, 07:57
Die Kreuzigungs-Szene von Pieter Brueghel dem Jüngeren.
Die Kreuzigungs-Szene von Pieter Brueghel dem Jüngeren.
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Die italienische Polizei hat den Diebstahl eines kostbaren Gemäldes von Pieter Brueghel dem Jüngeren (1564-1637/38) aus einer Kirche mithilfe eines Tricks vereitelt. Zwar ergatterten die Diebe am Mittwoch ein Bild – dabei handelte es sich aber lediglich um eine Kopie des berühmten Werks.

Dies sagte der Bürgermeister des Ortes Castelnuovo Magra, Daniele Montebello, der Nachrichtenagentur Ansa. Die Polizei habe von dem bevorstehenden Raub bereits vor mehr als einem Monat erfahren und das Gemälde in der Kirche Santa Maria Maddalena in der ligurischen Gemeinde durch eine Kopie ersetzt. Zudem seien Überwachungskameras installiert worden. Die Diebe seien allerdings noch auf freiem Fuss.

Zunächst war gemeldet worden, ein Gemälde des flämischen Altmeisters von unschätzbaren Wert sei gestohlen worden. Erst später sei über die Falle für die Diebe informiert worden.

Am Mittwoch hatten zwei Personen die Kopie aus der Kirche gestohlen. Sie hatten offenbar nicht gemerkt, dass es sich dabei nicht um das Original handelte. Das Gemälde - eine Kreuzigungsszene - war bereits einmal im Jahr 1981 gestohlen, allerdings nach wenigen Monaten wiedergefunden worden.

Nicht der erste Vorfall

Der Kommune zufolge handelt es sich bei dem Bild um eine Kopie der berühmten «Kreuztragung Christi» von Brueghels Vater Pieter Bruegel dem Älteren (um 1525/30-1569).

Brueghel der Jüngere hatte mehrfach Kopien und Variationen von Werken seines Vaters angefertigt. Das Original von 1564 wird im Kunsthistorischen Museum in Wien ausgestellt. Die flämische Malerdynastie Brueghel brachte im 16. und 17. Jahrhundert zahlreiche Meister hervor, ihr Schaffen war prägend für die europäische Kunstgeschichte.

Aus der Kirche Santa Maria Maddalena war 1979 bereits einmal ein wertvolles Gemälde gestohlen worden: Damals handelte es sich um ein Werk, das Anthonis van Dyck oder seiner genuesischen Werkstatt zugeschrieben wird. Auch dieses Gemälde wurde wieder entdeckt. (sda/dpa)

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