Zürich
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Da bringt auch ein gutes Teleskop nicht viel: Eine lichtverschmutzte Stadt. Bild: shutterstock

Zürcher Kantonsrätinnen wollen Sterne sehen



Der Kanton Zürich strahle zu hell - finden Parlamentarierinnen von SP, GLP und CVP. Sie fordern vom Regierungsrat rechtliche Grundlagen, damit wieder vermehrt dunkle Landschaften geschaffen werden. So seien auch die Sterne wieder besser zu sehen.

Die nächtliche Beleuchtung hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Der Grossraum Zürich strahlt besonders hell, auch über den Kanton hinaus. In der ganzen Schweiz ist nicht einmal mehr ein Fünftel der Fläche in der Nacht wirklich dunkel.

Die künstliche Aufhellung wird mittlerweile als Lichtverschmutzung bezeichnet und ist eine anerkannte Form der Umweltverschmutzung, wie etwa Luft- oder Gewässerverschmutzung. Das nächtliche Licht wirkt sich negativ auf Menschen, Tiere und Pflanzen aus, weil es die Ruheperioden und das Wachstum beeinflussen kann.

Dunkelheit ist im Kanton Zürich bisher nicht gesetzlich geregelt. Auch im kantonalen Richtplan findet sich das Thema nicht.

Kantonsrätinnen von SP, GLP und CVP fordern nun vom Regierungsrat, dass dieser eine gesetzliche Grundlage für mehr Finsternis ausarbeitet. Der Kantonsrat wird in einer seiner kommenden Sitzungen darüber diskutieren, ob die Motion an die Regierung überwiesen wird. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Simih 21.11.2019 18:57
    Highlight Highlight Recht haben sie. Es wird Zeit, dass wir und endlich mehr in die Umwelt integrieren. Schlafprobleme, Wachstumsstörungen bei Pflanzen, Verhaltensstörungen bei Tieren, um ein paar Beispiele zu nennen die durch das Zuviel an Licht ausgelöst werden. Die Hälfte würde reichen.
    Ich hoffe schwer, dass da etwas geht!
  • Rethinking 21.11.2019 16:06
    Highlight Highlight Sehr gut. Ich schlage folgendes vor:

    - Zwischen 23:00 und 7:00 Uhr müssen Schaufensterbeleuchtungen, beleuchtete Werbeschilder und Firmenlogos sowie Werbedisplays ausgeschaltet werden

    - Der Lichtradius von Strassen- und Platzbeleuchtungen (Parkplatz, Unternehmensgelände etc.) wird auf ein Minimum reduziert. Ausserdem schalten sie sich nur noch ein, wenn sich jemand/etwas nähert

    - Beleuchtungen von Privatgebäuden (Hauseingang, Einfahrt etc) müssen mit Bewegungsmelder ausgestattet sein. sie dürfen nicht konstant eingeschaltet sein

    - Es wird nur noch warmweisses Licht verwendet
  • w'ever 21.11.2019 09:50
    Highlight Highlight gute sache!
  • D(r)ummer 21.11.2019 09:39
    Highlight Highlight Sehr schön zu hören, dass das mal angegangen wird.

    Man könnte schön Strom sparen und auch ein Teleskop wieder ordentlich nutzen (ohne Kunstlichtfilter).
    Jede zweite Laterne und Werbetafeln für 8h abschalten (da müssen halt die Gemeinden die Sicherheit im dunkeln abklären) wäre ein Anfang.

    Aber ja, Städte habe auch in 150km Entfernung noch einen Einfluss auf die Lichtverschmutzung am Horizont. Es muss also gesamtschweizerisch etwas getan werden.

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