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FILE - This file photo taken on June 8, 2016 provided by the Syrian Civil Defense Directorate in Liberated Province of Aleppo, which has been authenticated based on its contents and other AP reporting, shows Syrian civil defense workers, left, gather at a street which attacked by warplanes, in Aleppo, Syria. Fierce fighting and airstrikes continue in Syria's northern city of Aleppo as insurgents try to break a siege on opposition-held eastern districts in a counteroffensive to government advances. But Syria's war, now in its sixth year, is raging beyond Aleppo, claiming dozens of lives every day. (Civil Defense Directorate in Liberated Province of Aleppo via AP, File)

Aleppo ist eine der umkämpftesten Zonen in ganz Syrien.
Bild: AP/Civil Defense Directorate in Liberated Province of Aleppo

Wegen erneuten Angriffen auf Spitäler: Nur noch 35 Ärzte in ganz Aleppo im Einsatz



Durch gezielte Angriffe auf Spitäler in Aleppo wird die medizinische Versorgung in der von Regierungstruppen belagerten nordsyrischen Stadt nach UNO-Angaben immer schwieriger. Allein im Juli habe es zehn Attacken auf Gesundheitseinrichtungen gegeben.

Im Osten der Stadt, die von Rebellen gehalten wird, seien acht von zehn Kliniken sowie 13 von 28 Gesundheitsstützpunkten nur noch teilweise oder gar nicht mehr funktionsfähig, sagte der Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tarik Jasarevic, am Dienstag in Genf.

Die Stadt ist geteilt. Immer wieder liefern sich Regierungstruppen und Rebellen Gefechte. Video: reuters

Mittlerweile seien aufgrund der Flucht oder der Tötung von Medizinern in ganz Ost-Aleppo nur noch 35 Ärzte im Einsatz. Ihre Möglichkeiten, Kranken und Verletzten zu helfen, blieben weit hinter den Erfordernissen zurück.

Nach Angaben von Hilfsorganisationen gelten Angriffe auf Spitäler und Gesundheitseinrichtungen in Syrien bei den Konfliktparteien schon seit längerem als Kriegstaktik. Das humanitäre Völkerrecht verbietet derartige Attacken, die als Kriegsverbrechen eingestuft werden.

Entscheidender Kampf um Aleppo?

Mit zusätzlichen Waffen und Kämpfern rüsten sich die Konfliktparteien in Syrien für den entscheidenden Kampf um die Grossstadt Aleppo. Zur Verstärkung der Regierungstruppen seien seit Sonntagabend rund 2000 syrische, irakische und iranische Kämpfer sowie Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz in Aleppo eingetroffen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mit. Die Kämpfe hätten sich bereits intensiviert.

Hier gelang den Rebellen der Durchbruch.

Die regierungsnahe Zeitung «al-Watan» berichtete, die Regierungstruppen hätten Verstärkung bekommen, «um die Schlacht zur Rückeroberung von Gebieten zu beginnen», aus denen sie vertrieben wurden. Demnach schickte eine palästinensische Miliz Verstärkung für die Verteidigung einer Zementfabrik südlich von Aleppo. Militärflugzeuge würden die Rebellengruppen aus der Luft angreifen.

Members of al Qaeda's Nusra Front carry their weapons as they walk near al-Zahra village, north of Aleppo city, November 25, 2014. Members of al Qaeda's Nusra Front and other Sunni Islamists seized an area south of the Shi'ite Muslim village in north Syria on Sunday after clashes with pro-government fighters, opposition activists said. The insurgents advanced overnight on al-Zahra, north of Aleppo city, seizing territory to the south and also trying to take land to the east in an attempt to capture the village, the Britain-based Syrian Observatory for Human Rights said.
 Picture taken November 25, 2014. REUTERS/Hosam Katan    (SYRIA - Tags: POLITICS CIVIL UNREST CONFLICT)

Kämpfer der ehemaligen al-Nusra-Front in der Nähe von Aleppo. Bild: reuters

Dschihadisten-Verstärkung

Die Rebelleneinheiten wurden laut der Beobachtungsstelle vor allem durch Kämpfer der Fateh-al-Scham-Front, der früheren al-Nusra-Front, verstärkt. Die Dschihadistengruppe leitet das islamistische Bündnis Dschaisch al-Fateh (Armee der Eroberung), das massgeblich am Kampf um Aleppo beteiligt ist.

Zu dem Bündnis gehört auch die islamistische Miliz Ahrar al-Scham, die als eine der mächtigsten Rebellengruppen gilt. Unter den Kämpfern, die aus der Nachbarprovinz Idlib herangezogen wurden, waren laut der Beobachtungsstelle zahlreiche Uiguren aus der chinesischen Provinz Xinjiang.(leo/sda/dpa)

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