Gesellschaft & Politik
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Manche Handschuhe in den Laboratorien bleiben leer, weil die dazugehörigen Spezialisten fehlen. Keystone

Kontingente sind ausgeschöpft – Schweizer Firmen sitzen ohne Fachkräfte da

Seit letzter Woche können keine Fachkräfte von Drittstaaten mehr rekrutiert werden. Selbst die Reserve des Bundes ist ausgeschöpft. Das hat Folgen.

Daniel Ballmer / Nordwestschweiz



Gebannt blickt die Schweizer Wirtschaft heute nach Bundesbern, wo es zum grossen Showdown kommt: Erstmals berät der Nationalrat die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative (MEI).

Für hiesige Unternehmen kann das weitreichende Folgen haben. Und das ist nicht ihr einziges Problem im Rahmen der Zuwanderungsdebatte. Bereits heute machen ihnen die verschärften Regeln für Angehörige aus Drittstaaten wie den USA oder asiatischen Ländern das Leben schwer.

Konkret: Für diese hochqualifizierten Arbeitskräfte gibt es in diesem Jahr schlicht keine Aufenthaltsbewilligungen mehr. Seit letzter Woche sind die Kontingente endgültig erschöpft. Auch die Reserve des Bundes ist aufgebraucht.

Ausbildungsprogramme im Ausland

Das bleibt nicht ohne Folgen, wie das Beispiel des Wirtschaftsstandorts Basel zeigt: So musste der Pharmakonzern Novartis bereits Ausbildungsprogramme ins Ausland verlegen. Und es sei mit weiteren Problemen und Verzögerungen zu rechnen, erklärt Konzernsprecherin Sileia Urech.

Auch Roche sei auf Mitarbeiter aus Drittstaaten angewiesen, betont Sprecherin Ulrike Engels-Lange. In der Schweiz wie in Europa kann die Basler Pharma die dringend benötigten hochqualifizierten Arbeitskräfte oft schlicht nicht finden. Gegenüber der «Schweiz am Sonntag» drohte die IT-Vorzeigefirma Magnolia sogar damit, ins grenznahe Ausland abzuwandern.

In Basel-Stadt reichte es bis Februar

Aufgeschreckt durch das Ja zur SVP-Initiative hatte der Bundesrat 2014 beschlossen, die Zahl der Kontingente deutlich zu senken. So wurde die Zahl der Aufenthaltsbewilligungen von 3500 auf 2500 zusammengestrichen, bei den Kurzarbeitsbewilligungen von 5000 auf 4000.

Dabei erhält jeder Kanton Anfang Jahr ein fixes Kontingent. Daneben behält der Bund die Hälfte bei sich. Gehen bei einem Kanton die Kontingente zur Neige, kann er zusätzliche Arbeitsbewilligungen beantragen. Gerade die wichtigen Wirtschaftskantone werden jeweils schon früh beim Bund vorstellig, um Spezialisten aus der Informatikbranche, der Pharmaindustrie oder der Finanzwirtschaft rekrutieren zu können.

«Wir müssen nun schauen, wie wir uns durchhangeln.»

Christoph Brutschin, Volkswirtschaftsdirektor Basel-Stadt

Basel, Zürich und Genf ausgeschossen

Letztes Jahr reichte das noch knapp, weil die von 2014 übrig gebliebenen Kontingente übernommen werden konnten. Dieses Jahr ist das anders:

Nun aber sind auch die Kontingente des Bundes aufgebraucht. Nur bei den Kurzaufenthaltsbewilligungen gibt es noch 272 Stück – für die ganze Schweiz.

Das sei «alarmierend», sagt der Basler Regierungsrat Christoph Brutschin, der auch die Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz der Kantone präsidiert. «Wir müssen nun schauen, wie wir uns durchhangeln.» Die Firmen zeigten sich ohnehin schon länger zurückhaltend. «Aber das ist eigentlich nicht im Sinne des Wirtschaftsstandorts.»

SVP: «Strafaktion am falschen Ort»

Beunruhigt zeigt sich auch die Politik: «Der Bundesrat muss die Kontingente wieder den Bedürfnissen der Wirtschaft anpassen», so der Zürcher FDP-Nationalrat Hans-Ulrich Bigler. Für den Direktor des Schweizer Gewerbeverbands geht es um die Wettbewerbsfähigkeit hiesiger Firmen. Zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte seien so gefährdet.

«Ich erwarte, dass der Bundesrat die Kontingente wieder erhöht», sagt auch CVP-Präsident Gerhard Pfister. Und für SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz sind die Massnahmen des Bundesrats «eine Strafaktion am falschen Objekt». Die Schweiz brauche die besten Spezialisten aus aller Welt und nicht einfach eine unkontrollierte Massenzuwanderung aus der EU. Kritisch ist auch die Baselbieter SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer: «Bisher aber ist der Bundesrat stur geblieben», sagt die Präsidentin der Wirtschaftskommission.

Kontingente werden jetzt dann festgelegt

Tatsächlich: Bereits 2015 hatten die Kantone bei Justizministerin Simonetta Sommaruga angeklopft – vergeblich. Der Bundesrat argumentierte, dass eine Erhöhung der Kontingente «dem Ziel einer besseren Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials zuwiderlaufen würde». Wie jedes Jahr will er die Kontingente aber auch in diesem Herbst neu festlegen.

In seiner Antwort auf einen Vorstoss der Baselbieter CVP-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter macht der Bundesrat aber keine Anstalten, etwas ändern zu wollen. Vielmehr betont er, die Wirtschaft könne das nötige Personal ja im Inland oder der EU ohne Einschränkungen rekrutieren. «Die Firmen suchen das Personal in Drittstaaten, weil sie hier eben nicht fündig werden», kritisiert Schneider-Schneiter. Darauf müsse nun auch der Bundesrat reagieren. «Die Notwendigkeit, zu handeln, ist heute offensichtlich.»

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174Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • koks 22.09.2016 08:25
    Highlight Highlight es gibt doch genug fachkräfte, ü50, die arbeitlos sind. zu teuer? ja, liebe linke, vielleicht würdet ihr euch besser mal für die einsetzen, als immer für die interessen der wirtschaft.
    15 11 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 22.09.2016 14:20
      Highlight Highlight Was hiesse das konkret, "besser mal für die einsetzen"?
      6 2 Melden
    • Malu 81 24.09.2016 02:19
      Highlight Highlight Die sogenannten Linken sind die Einzigen die sich für Ü 50 einsetzen.
      Bei den Fachkräften handelt es sich um
      Spezialisten wie Physiker, Biologen usw.
      Für Forschung und Entwicklung, nicht um Berufsleute die beim RAF angemeldet sind. Ich kenne ein paar Betroffene.
      Viele träumen, dass Sie z. B. vom Bauelektriker durch eine Umschulung zum
      Netzwerk Spezialisten werden. Der Arbeitsmarkt wartet nicht auf Leute die
      träumen. Schreiner bleib bei deinen
      Leisten! Manuell begabte Menschen
      finden eine Beschäftigung.
      3 3 Melden
  • Schneider Alex 22.09.2016 07:17
    Highlight Highlight Ist die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland wirklich so schlimm?

    Ist es wirklich so schlimm, wenn in der Schweiz Arbeitsplätze, die überwiegend von Ausländern besetzt werden, ins Ausland verlagert werden? Das Ausland ist doch heute mehr auf Arbeitsplätze angewiesen als die Schweiz.

    14 8 Melden
    • Malu 81 25.09.2016 00:48
      Highlight Highlight Es ist schlimm, weil meist die ganze Firma wegzieht. Wenn der sogenannte Ausländer mit seinem Job verlagert wird, verlieren die Vorgesetzten, die HR Leute,
      die Finanz und Marketing Leute ihre
      Beschäftigung. Ich würde auch die unbeschwerte fröhliche Art dieser Kollegen
      vermissen. Zudem leisten sie meist mehr
      als die Schweizer Kollegen. Ich bin froh
      und dankbar, dass ich mit meinen tollen
      und motivierten Arbeitskollegen/innen
      zusammenarbeiten darf.
      1 3 Melden
  • Kramer 21.09.2016 23:03
    Highlight Highlight Mit einer Arbeitlosenquote von 3,irgenwas% herrscht praktisch Vollbeschäftigung. Wenn wir die Zuwanderung drosseln wollen, müssen wir die Wirtschaft bremsen.
    Nur Hochqualifizierte ist Witz, jeder von denen schafft niederqualifizierte Arbeitplätze (er muss essen, einkaufen, wohnen...), sollen diese Jobs nur Schweizern vorbehalten bleiben?
    13 2 Melden
  • Denk nach 21.09.2016 11:18
    Highlight Highlight Das passiert doch jedes Jahr bei Drittstaaten, oder etwa nicht? Habe schon vor 5 Jahren von diesem Problem gehört.

    Wie immer hat die Politik schnell reagiert und die Ausbildungsanforderungen in der Schweiz zum Beispiel im Gesundheitswesen und Bildung hochgeschraubt. Damit ein Pflegefachfrau oder eine Primarlehrerin einen tertiären Abschluss benötigen und der Markt mit schweizer Arbeitskräften geschwemmt werden kann \\ Ironie off
    33 2 Melden
  • DerTaran 21.09.2016 11:08
    Highlight Highlight Inder sind halt billiger als Deutsche.
    33 12 Melden
    • Kstyle 21.09.2016 18:29
      Highlight Highlight Die deutsch gehen auch wieder. Sie kamen nicht damit klar das sie alles besser wussten als wir;-). Habe den Satz aber in deutschland macht man das anders(besser). Sicher schon 100mal gehört.
      6 15 Melden
  • Stefanie16 21.09.2016 11:04
    Highlight Highlight Das läuft doch etwa wie folgt auf diesen Novartis- und Roche-Abteilungen: Sagt der amerikanische Abteilungsleiter zu seinem chinesischen Angestellten:

    "Hey man, have you got a friend from your years at University? Please tell him that we need him."

    Ist ja auch einfacher, so schafft man sich auch gleich das Sprachproblem vom Hals und schuldet sich ausserdem einen Gefallen.
    34 28 Melden
    • legis 21.09.2016 14:15
      Highlight Highlight Genau, hier bei uns in einem der genannten Unternehmen wird übrigens ausschliesslich deutsch gesprochen und solche Abmachungen gibt es, zumindest in dieser Abteilung, kaum!
      Aber toll wie du dieses Problem herunterspielst, nur damit du nicht zugeben musst, dass wir hier effektiv ein ernstzunehmendes Problem haben!
      31 3 Melden
    • Stefanie16 21.09.2016 16:22
      Highlight Highlight Wow. Ich dachte bei Novartis und Roche spricht man nur Englisch. Dann stellt ihr sicher ausschliesslich gut ausgebildete Leute von hier an. Super!
      Was genau ist denn das ernsthafte Problem? Beschreib doch mal exakt das Stellenprofil, das genau in deiner deutschsprachigen Abteilung von Roche oder Novartis fehlt.
      9 13 Melden
    • legis 21.09.2016 21:02
      Highlight Highlight Hab ich gesagt ich arbeite im HR oder wie kommst du darauf, dass ich das jetzt so exakt weiss wie du das von mir verlangst?
      9 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Str ant (Darkling) 21.09.2016 11:02
    Highlight Highlight Statt vernünftig Aus- und Weiterzubilden wird lieber gejammert.

    Wenn die Politik und Wirtschaft mehr als nur 5 Minuten in die Zukunft denken würde gäbe es schon lange funktionierende Programme um flexibel auf solche Situation zu reagieren
    46 7 Melden
    • Sumsum 21.09.2016 11:23
      Highlight Highlight Oh ja wie recht Du hast. Die momentanen Sparprogramme im Bereich Bildung, sind erschreckend.
      45 4 Melden
  • Wilhelm Dingo 21.09.2016 10:55
    Highlight Highlight Eventuell sollten anstelle von EU Servicekräften für Testaurants vermehrt Fachkräfte für kritischere Branchen rekrutiert werden.
    12 16 Melden
    • pun 21.09.2016 11:27
      Highlight Highlight Dingo! Ungenügend! Setzen...
      EU Servicekräfte müssen nicht über ein Drittstaatenkontingent einreisen. Die Drittstaatenkontingente gehen eigentlich nur an "kritischere" Branchen.
      26 3 Melden
    • Wilhelm Dingo 21.09.2016 14:31
      Highlight Highlight @pun: eben, Du hast es richtig erkannt! Was sind die logischen Schlussfolgerungen? PFZ künden und dort Zuwanderung zulassen wo es die Wirtschaft wirklich braucht.
      4 12 Melden
    • pun 21.09.2016 15:37
      Highlight Highlight Ok, ich verstehe dein Argument. Nur bringt halt die PFZ auch einen riesigen Fortschritt für alle schweizer BürgerInnen (Auslandsarbeitsaufenthalte, Studium, komplett visafreies Reisen,... etc.).
      Die logische Schlussfolgerung aus einer menschenfreundlichen Sicht wäre, das Kapital, welches für die Rekrutierung und den Braindrain anderer Staaten verantwortlich sind zu bestrafen und nicht einzelnen Menschen verbieten, mit ihren Familien zusammenzuwohnen oder dort zu arbeiten, wo sie am ehesten die Chance zur persönlichen Verwirklichung sehen. Freiheit für Menschen, Regulierung für die Wirtschaft!
      8 4 Melden
  • Fischra 21.09.2016 10:46
    Highlight Highlight Alle die an die MEI glauben müssen langsam merken dass der Fachkräftemangel nicht mit den Arbeitslosen 3,...% ausgeglichen werden kann. Ich hoffe das es zuerst die SVP Betriebe trifft und bin dann gespannt was die nach aussen Kommunizieren. Weiter ist zu sagen dass diese Fachkräfte keine Billigarbeiter sind. Nein es sind teure Facharbeiter welche auch als Privatpersonen sehr wertvoll für unsere Wirtschaft sind. Deren wegfall wird unser Wachstum sehr schnell bremsen.
    47 30 Melden
    • Midnight 21.09.2016 12:07
      Highlight Highlight Was die nach aussen kommunizieren?: Outsourcing nach Osteuropa!
      18 2 Melden
    • Richu 21.09.2016 12:22
      Highlight Highlight Fischra: Ihre Analyse zeigt, dass Sie leider nicht in der Lage sind, das Problem der Masseneinwanderung richtig zu beurteilen!

      14 14 Melden
    • Fischra 21.09.2016 22:38
      Highlight Highlight @Midnight: nach aussen heisst z.b Ihnen via Zeitung etc. was ist so schlecht an Osteuropa? Viele Gutbezahlte Jobs gibt es da und es werdenMilliarden investiert. Fast jede grosse Schweizer Firma hat eine Niederlassung da. Das sind Wachstumsmärkte. Aber vielleicht sollten Sie mal dahin gehen um sich ein Bild zu machen.
      1 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel Ivanisevic 21.09.2016 10:43
    Highlight Highlight Ich denke, dass ein absoluter fachspezialist (exkl IT) hier in der CH das erst mit 45 +- sein kann und im Ausland bereits mit 30/35. Zudem ist es oftmals für All die Bachelorabsolventen schwierig von Anfang an sich als Fachspezialist ausbilden zu lassen da die Unternehmen auch Arbeitserfahrung voraussetzen und die oftmals links liegen gelassen werden
    34 3 Melden
  • Lowend 21.09.2016 10:23
    Highlight Highlight 50,3% des Volk folgten einem falschen Führer, der ihnen das verlockende, aber auch verlogene Angebot machte, angeblich ohne Konsequenzen für sich selber, ihren Fremdenhass und die Mentalität einer Herrenrasse auszuleben und nun wo der Hass gesiegt hat und sich nun gravierende wirtschaftliche Konsequenzen aus dieser Initiative zeigen, haben die gleichen Politiker Angst davor, dem betrogenen Volk reinen Wein einzuschenken und ihnen direkt zu sagen, dass man mit dieser untauglichen trojanischen Initiative in Wahrheit die bilateralen Verträge bekämpfen und niemals die Einwanderung senken wollte.
    92 48 Melden
    • Fischra 21.09.2016 10:47
      Highlight Highlight Sehr passende Worte zu der sehr naiven MEI.
      44 28 Melden
    • Lowend 21.09.2016 13:09
      Highlight Highlight Wo verlangt die MEI eigentlich eine Senkung der Einwanderung? Laut Verfassung könnte die Kontingente auch 100'000 Zuwanderer betragen, weil die Initianden keine Zahlen genannt haben.
      Die MEI verlangt nur eine Steuerung und genau dass tut unsere Regierung mit den Drittstaatenkontingenten. Zwar rigoros, aber dadurch auch sehr effektiv, so dass halt jetzt die ersten ernsthaften Probleme auftreten.
      Schuld daran tragen die Initianden, weil sie eine derart miserablen Text zur Abstimmung brachte und natürlich die 50,3% die diesem Text aus dem Bauchgefühl heraus zustimmten.
      Selber schuld, sage ich da!
      25 18 Melden
    • opwulf 21.09.2016 15:26
      Highlight Highlight Lowend: Selten so eine dämliche Verallgemeinerung gelesen wie deine. Und das noch so viele Leute den Daumen rauf gedrückt haben ohne Worte! Faschismus gibt es anscheinend selbst sehr Links! Einfach alle in einen hässlichen Topf zu schmeissen, ohne nur annähernd empathisches Denken zu bemühen? Wo, sage mir, bist du nur einen Deut besser als all diese scheiss Rassisten die genau das Gleiche wie du machen, einfach auf die Rasse oder Herkunft bezogen? Du pflegst dein ver-/vorurteilendes Bild all derer, die nicht so sind wie du! Wenn nur gegen Nazis ok - aber allen 50.3% solches vorzuwerfen ist hässlich!
      11 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Butzdi 21.09.2016 10:15
    Highlight Highlight Die 'Fachleute' im Bankingbereich sind meist Inder aus der IT Branche die ein paar Monate hier arbeiten um dann den Job mit nach Bangalore zu nehmen. Es ist klar, dass es für richtige und nachhaltige Jobs deswegen zuwenig Plätze mehr hat. Vielleicht sollte man die Kontrollen verbessern und die Regeln dem Raubrittertum und der Offshoringgeilheit der Unternehmen entgegenzusetzen.
    38 8 Melden
  • happybeast 21.09.2016 09:34
    Highlight Highlight Die Regelung mit den dritt Staaten ist ein absoluter Quatsch. Jedoch klagen Firmen stetig aufgrund Fachkräftemangel. Aber Frage; Was unternehmen Firmen um Schweizer oder Ortsansässige zu eben diesen Fachkräften auszubilden? Mir scheint es, dass heute ein Bachelor Abgänger fast keine Chance mehr hat von Firmen ausgebildet zu werden. Es ist günstiger für Firmen, die erfahrene Kraft im Ausland zu kaufen. Wohl verstanden, nichts gegen meine lieben Expats, ich finde sie eine Bereicherung und war es ja auch schon selbst. Aber liege ich falsch mit dieser Beobachtung?
    59 6 Melden
    • FrancoL 21.09.2016 09:58
      Highlight Highlight Naja Deine Beachtung in Ehren, aber das die Arbeitskraft inkl. deren Ausbildung als eine Kostenstelle betrachtet wird und somit der Arbeitgeber nur die Gesamtkosten im Augenwinkel hat und im Ausland rekrutiert, ist nun eine alt bekannte Tatsache und wurde seit Jahrzehnten immer wieder "verniedlicht", dazu kommt auch die Arbeitsmentalität (Arbeite auch teilweise mit Expats zusammen) zugänglicher und flexibler ist als bei Einheimischen mit ähnlichen Ausbildungen.
      Dies zeigt dass man auch hier die Zeichen der Zeit schon vor Jahren BEWUSST missverstanden hat.
      17 7 Melden
    • Kyle C. 21.09.2016 10:02
      Highlight Highlight happybeast, teilsteils. Bildung ist grundsätzlich Staatsangelegenheit, ergo ein Politikum. Ich persönlich stehe aber dem lobbyverseuchten Bundesbern äusserst skeptisch gegenüber, weil Volksnähe zu oft als Nähe zum eigenen Bankkonto gedeutet wird.

      Die staatliche Förderung von akademischen Ausbildungsplätzen ist sicherlich eine verbesserungswürdige Angelegenheit. Mindestens gleich wichtig erscheint mir aber die Verbesserung von primären und sekundären Bildungsstrukturen, weil diese das Fundament für den tertiären Bildungsmarkt bilden.
      15 0 Melden
    • meerblau 21.09.2016 10:09
      Highlight Highlight Naja, meine Wahrnehmung ist recht ähnlich, bzw. dahingehend, dass die Einführung des Bologna-Systems, welches die Wirtschaft unter Druck hätte setzen sollen, elegant umgangen wird. Der Bachelor-Abschluss sollte Studenten die Möglichkeit geben, schon früh und mit Unterbrechung im Studium wichtige Berufserfahrungen zu sammeln. Nur... Einen Job ohne Master kriegst du selten. Anstatt also einen grösseren Anteil an die Ausbildung zu leisten, wurden einfach die Ansprüche hochgeschraubt. Was ja auch nicht der Sinn der Sache sein kann.
      16 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Zahnarzt 21.09.2016 09:30
    Highlight Highlight Die Firmen (Biegler und seine Kumpanen) wollen einfach Leute, die bereit sind sich selbst auszubeuten (Wenn im Vertrag 40 Stunden steht, trotzdem 60 arbeiten; flexibel sein, Freizeit am Firmenanlass verbringen, das letzte aus sich herausholen etc. etc.) darum wollen sie die PFZ nicht einschränken, weil Schweizer dazu einfach nicht mehr bereit, ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen auf dem Alter des Neoliberalismus zu opfern.
    58 5 Melden
    • FrancoL 21.09.2016 10:03
      Highlight Highlight Da gebe ich Dir teilweise recht, aber es ist wie bei allen Dingen auf dieser Welt; Der Mittelweg ist gefragt! Wenn ich bei meinen Mitarbeitern sehe was ab Donnerstagmittag für das Wochenende losgetreten wird und wie die Leistungen zB auf den Baustellen am Freitag sinken (nicht wegen der Müdigkeit) dann ist das wohl kaum der Mittelweg.
      Interessant ist, dass die geglichen Leute die sich gerne "auf das Wochenende vorbereiten", zB bei Bestellungen sich immer aufregen, dass diese am Donnerstag und Freitag schleppend verarbeitet werden. Man fordert gerne und drückt bei sich ein Auge zuzudrücken.
      11 2 Melden
    • Fabio74 21.09.2016 10:49
      Highlight Highlight Ohje mal einen Anlass auf Privatzeit nehmen zu müssen ist halt dramatisch.
      Das Problem ist eher die Unflexilität vieler Schweizer, die nicht bereit sind mal mehr zu mschen.
      Wobei 40h bezahlt 20h gratis wirds wohl nirgendwo geben
      4 14 Melden
  • Theor 21.09.2016 09:29
    Highlight Highlight Heute tut es vieleicht weh. In 10 Jahren haben wir dafür wieder einen grossen Wohlstandswachstum, weil den Unternehmen nun nichts anderes übrig bleibt, als nachhaltig in die Ausbildung der Fachkräfte in der Schweiz zu investieren, anstatt sie kostengünstig aus dem Ausland zu holen.
    46 22 Melden
    • Statler 21.09.2016 09:38
      Highlight Highlight You dreamer you...
      Die Firmen werden schon investieren, aber nicht hier, sondern im Ausland, wo es die Arbeitskräfte entweder schon gibt, oder man nicht so einen Tanz veranstaltet, wie hier in der Schweiz.
      Sprich: sie werden wegziehen.
      37 23 Melden
    • axantas 21.09.2016 09:39
      Highlight Highlight das mit dem 'im Inland ausbilden' war mein erster Gedanke. Die Eingeborenen sind jetzt ja nicht speziell doof oder ungeeignet dafür...
      23 3 Melden
    • Kyle C. 21.09.2016 09:39
      Highlight Highlight Das wäre immerhin ein positiver Effekt dieser MEI. Leider bleibt ihnen sehr wohl etwas anderes übrig, nämlich die Verlegung ihrer Standorte ins Ausland.
      18 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sapere Aude 21.09.2016 09:13
    Highlight Highlight Tja sind wohl doch nicht die pösen Linken, die die Hauptverantwortung tragen für die hohe Zuwanderung, sondern die Wirtschaft, die aufgrund des neoliberalen Paradigmas billige Fachkräfte aus dem Ausland holt. Statt den Staat kaputt zu sparen, sollte endlich in Forschung und Bildung investiert werden.
    56 11 Melden
    • RETO1 21.09.2016 09:31
      Highlight Highlight .....in Forschung und Bildung investieren ??
      machen wir längst, und nicht zu knapp
      trotzdem sollen angeblich immer noch Fachkräfte fehlen
      eine Hinterfragung wäre hier dringend
      24 6 Melden
    • Kyle C. 21.09.2016 09:44
      Highlight Highlight Reto/Zaafee, definiert mal "nicht zu knapp". Würden wir diese Diskussion hier führen, wenn dem so wäre?

      Bildung heisst mehr als zwei, drei volle Elite-Unis, die tendenziell ohnehin schon von bildungsnahen Menschen mit gewissen sozialen/ökonomischen Status besucht werden.
      9 2 Melden
    • Sapere Aude 21.09.2016 09:47
      Highlight Highlight Zaafee, sieht in den Kantonen teilweise ganz anders aus. Beispiel Kanton Aargau, zuerst über Jahren Steuern für Unternehmen und Vermögende Senken. Dann stellt man fest, dass man ein Einnahmeproblem hat und setzt ein Sparprogramm auf, die Hälfte wird in der Bildung gespart. Der Staat ist der grösste Innovationsträger, nicht die Wirtschaft, die rein renditeorientiert.
      15 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wolk 21.09.2016 09:12
    Highlight Highlight Kein Problem, es gibt hier noch genug Arbeitslose.
    23 38 Melden
    • axantas 21.09.2016 09:41
      Highlight Highlight Nein Rhabarber. das geht nicht, da hast du recht. Aaaaber der jetzige Gärtner hätte vielleicht das Zeug zum Chirurgen gehabt, hätte man ihn ausgebildet. Damals...
      22 7 Melden
    • Walter Sahli 21.09.2016 09:42
      Highlight Highlight Und das Geilste an den hiesigen Arbeitslosen ist, sie können alles! Braucht man einen hochspezialisierten IT-Fachmann, geht man auf's RAV. Die warten dort. Braucht man einen Finanzspezialisten mit tiefen Kenntnissen des amerikanischen Steuersystem, geht man auf's RAV. Da stehen die Schlange...
      9 8 Melden
    • zombie woof 21.09.2016 09:55
      Highlight Highlight Genau, und jeder Arbeitslose ist fähig und willig sich umschulen zu lassen.
      6 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mok2nd 21.09.2016 09:07
    Highlight Highlight Selber schuld. Wer sagt denn, dass nur Fachkräfte nur aus EU/EFTA kommen sollen.
    Die Unterscheidung zwischen Drittstaaten und EU/EFTA ist dumm und selber zu verantworten.
    26 3 Melden
  • max power 21.09.2016 08:59
    Highlight Highlight Da die drei erwähnten Wirtschaftskantone (oder BS,GE,ZH) allesamt die MEI ablehnten mache ich folgenden Vorschlag:
    - Innerhalb diesen Kantonen dürfen wir noch mehr Arbeitskräfte aufnehmen
    -Dafür streichen diese Kantone alle Ausgleichszahlungen an finanzschwache Kantone, die die MEI haben wollen
    74 26 Melden
  • Picker 21.09.2016 08:57
    Highlight Highlight Wenn ich richtig gegoogelt habe:
    Jahresgewinn Novartis 2015: knapp 18 Mia. US$
    Jahresgewinn Roche 2015: 17.5 Mia.

    Wie wärs, wenn man ein wenig Kohlen in die Finger nimmt und dafür sorgt, dass diese Spezialberufe respektive deren Ausbildung in der Schweiz ein wenig attraktiver werden? Wieso unterstützt man hier nicht und jammert sich einen ab?
    72 12 Melden
    • Menel 21.09.2016 09:06
      Highlight Highlight Weil die Bildung die Aufgabe des Staates ist. Dafür müssten aber mal die Steuern für Firmen und die Reichen erhöht werden, dann ist auch genug Geld für die Bildung da. Aber das ist soooo unattracktiv...
      56 19 Melden
    • hirscherl 21.09.2016 09:12
      Highlight Highlight Sorry Ihre unqualifizierte Aussage ist völlig daneben! Novartis, Roche und Co generieren bereits heute hohe Durchschnittslöhne und damit verbunden grosse Steuereinnahmen von den Aktiven bis zu den Pensionierten! Ausserdem zahlen die MA bereits heute grosse Beiträge in die Sozialwerke! Die Chemie steht im harten Konkurenzkampf weltweit und da braucht es die besten Spezialisten! Die Rechnung für diesen unseligen Rohrkrepierer MEI werden wir alle noch bezahlen! Adieu Spitzenwerkplatz Schweiz!
      26 29 Melden
    • Dubio 21.09.2016 09:13
      Highlight Highlight Und jetzt googlen sie doch mal, wie viel Novartis in Ausbildung an Universitäten und Fachhochschulen in der Schweiz investiert. Sie werden angenehm überrascht sein, denn da passiert wohl mehr als in den ganzen restlichen Wirtschaftssektoren zusammen.
      25 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 21.09.2016 08:57
    Highlight Highlight Dann sollen sie doch noch weiter an der Bildung sparen und Lehrberufe anpreisen, anstatt zu investieren.
    Was sucht denn die Schweiz? Genau, Fach- und Billigarbeitskräfte. Von beidem ist nicht genug da. Am schlimmsten siehts im IT Bereich aus, da fehlt es an allen Ecken und Enden. Bin ja mal auf eine SVP-Lösung gespannt, aber von der Seite kommt ja bekanntlich nie etwas...
    35 9 Melden
    • Kyle C. 21.09.2016 09:11
      Highlight Highlight War auch mein Gedanke. Aber das Erinnerungsvermögen scheint bei vielen zu kurz zu sein. Wie war das? Frauen an den Herd und Jugendliche in die Lehre statt an die Unis? Ja moll, sehr zeitgemäss und fortschrittlich. Dann noch diese hirnlose MEI lancieren und jetzt rumheulen. Eigenkritik? Nix da. Lieber alles auf die Sommaruga abschieben. Sie eignet sich ja bestens als Sündenbock.
      24 8 Melden
    • Posersalami 21.09.2016 09:21
      Highlight Highlight Es fehlt auch zB in der Baubranche an Fachkräften. Ich kenne jetzt nur die Situation bei Architekten und Ingenieuren, und da sucht man teilweise Monate lang und findet niemanden mit guter Qualifikation, der fliessend Deutsch spricht.
      7 2 Melden
    • MacB 21.09.2016 09:51
      Highlight Highlight @Posersalami: Fliessend deutsch wird in DE und AT gesprochen. Diese Länder sind als EU-Staaten nicht von den Kontingenten betroffen. Es geht nur um Drittstaaten!

      Gerade dein Beispiel zeigt, dass der Fachkräftemangel ein Schwindel ist.
      7 0 Melden
  • mope 21.09.2016 08:47
    Highlight Highlight Jetzt wird wieder auf hohem Niewoo gejammert.
    17 37 Melden
  • MacB 21.09.2016 08:46
    Highlight Highlight Hört doch mal auf, über fehlende Fachkräfte zu mangeln. Ich habe, gerade in grossen Unternehmen, regelmässig erlebt, wie alle über 50 mal abgesägt wurden. Zu teuer! QUalifikation hin oder her.

    Dann ist es einfach zu sagen, man braucht dringend Fachkräfte. Die Wahrheit ist, man will einfache billigere Fachkräfte.
    84 12 Melden
    • Jean de Bolle 21.09.2016 08:58
      Highlight Highlight Richtig! Meine Partnerin 49ig, 5 Jahre studiert inkl. Zusatzdiplome und 25 Jahre Erfahrung findet seit 2 Jahren keinen Job!
      33 2 Melden
    • Wolk 21.09.2016 09:15
      Highlight Highlight Ich kann dieses Gejammer nicht mehr hören. Solange noch Geld für Führungskräfte und Aktionäre da ist, kann man auch mal einem 50-jährigen eine Weiterbildung zahlen. Anstatt ihn durch eine "fachkraft" zu ersetzen.
      15 1 Melden
    • Posersalami 21.09.2016 09:23
      Highlight Highlight Nein, wir brauchen einfach gut qualifizierte Leute am richtigen Ort. Jemand mit zB. einem Doktor in Psychologie (=gute Qualifikation) kann eben nicht für Roche neue Medikamente erforschen. Jemand mit einem Master in Chemie könnte das, wohnt eben aber vielleicht im Tessin und kann / will nicht nach Basel.
      9 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefanie16 21.09.2016 08:44
    Highlight Highlight Bitte nicht so plakativ: Es muss sich um EXTREM spezialisierte Fachleute handeln, wenn man diese auch nicht in der 550-Millionen-Einwohner zählenden EU findet...

    Wir wollen einfach nicht, dass Handwerker, Büroleute, Akademiker etc. massenweise einwandern, wenn es genügend Leute hier gäbe.

    Ich bin überzeugt, dass man viele der 200'000 bis 300'000 Arbeitslose/Ausgesteuerte einsetzen könnte.

    Um das geht es. Also, bitte kein solches Geschrei.
    36 32 Melden
    • Firefly 21.09.2016 08:48
      Highlight Highlight Dann sollten wir bei der Bildung nicht sparen sondern investieren.
      44 5 Melden
    • Menel 21.09.2016 08:59
      Highlight Highlight Schon mal gesehen, was für ein Portfolio zB. Akademiker aus Deutschland haben? Davon können Schweizer Akademiker nur träumen. Aber sparen wir doch noch mehr in der Bildung und Forschung...
      15 18 Melden
    • Stefanie16 21.09.2016 08:59
      Highlight Highlight @Firefly: Ja, richtig. Zu Beispiel bei den Ausbildungsplätzen für Ärzte.

      Aber warum stellen Novartis, Roche und Co. scharenweise australische HR-Leute, angebliche Marketingprofis aus Deutschland und IT-Projektleiter aus Russland und England an??

      Das kauf ich denen einfach nicht ab. Um die geht es, nicht um den Forscher aus Spanien, der seit 20 Jahren in seinem Spezialgebiet forscht. Schöpft die Kontingente dort aus und hört mit blöden Gegränne auf.
      16 4 Melden
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  • Hierundjetzt 21.09.2016 08:43
    Highlight Highlight Als ob Kurzarbeitsbewilligungen etwas mit Einwanderungen zu tun haben tsss

    Das sind Menschen die wegen einem Projekt in die Schweiz kommen.

    Wie ein CH ABB Mitarbeiter der in den USA eine Turbine montiert.

    Aso bitte. Lächerlich nur 5000 Stk. bereitzustellen 😡
    30 0 Melden
  • koks 21.09.2016 08:34
    Highlight Highlight zuwenig fachkräfte? das heisst jetzt müssten die löhne der fachkräfte steigen. interessant finde ich, dass ausgerechnet die linke immer propaganda macht für mehr arbeitskräfte aus dem ausland, was natürlich die löhne drückt. die linke hat längst die neoliberalen paradigmen verinnerlicht.
    30 49 Melden
    • C0BR4.cH 21.09.2016 08:48
      Highlight Highlight Zu wenig Fachkräfte und deine Lösung ist die Löhne zu erhöhen? xD

      Tut dem Unternehmen bestimmt gut, kein Personal zu haben, aber die Personalkosten trotzdem zu erhöhen : D
      25 11 Melden
    • Posersalami 21.09.2016 09:28
      Highlight Highlight @koks: Die Löhne in der Schweiz sind trotz, oder auch dank, der PFZ gestiegen in den letzten Jahren wie sonst nirgends. Hören Sie bitte auf, dieses Anit-Linke neoliberale Dummsprech zu verbreiten.
      10 6 Melden
  • äti 21.09.2016 08:33
    Highlight Highlight Wo ist da das Problem? Der Landwirtschaft geht es bestens, auch ohne grosse Aufträge und selbst mit hohen Preisen. Sie läuft immer gut. Sollte es ausser der Landwirtschaft noch andere Sparten geben?
    42 11 Melden
    • Hierundjetzt 21.09.2016 08:44
      Highlight Highlight Nö. Ich arbeite auf dem Feld wie ganz Zürich auch.

      Schwänzen Sie öppe? Aaaaha!!!
      20 4 Melden
    • C0BR4.cH 21.09.2016 08:50
      Highlight Highlight Naja, der Landwirtschaft gehts teils auch nur gut wegen Subventionen, Importgesetzen und anderstweitiger Verhätschelung ; D
      22 4 Melden
    • Jay_Jay 21.09.2016 09:04
      Highlight Highlight Ich glaub', er hat das ironisch gemeint *hoff ich*
      11 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • dracului 21.09.2016 08:25
    Highlight Highlight Gibt es irgendwo eine öffentliche Statistik, welche Fachkräfte hier genau gemeint sind? Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bedarf unser Land überraschend trifft, weshalb ich mich frage, warum die Unis sich nicht mehr auf die Ausbildung der von der Wirtschaft benötigten Profile konzentrieren? Allenfalls müsste man mehr Werbung für diese Ausbildungen bei den Studis und Gymelern machen. Habe immer noch den Eindruck, dass die Schweiz zu viele Phil I.-er erzeugt und die wirklich verlangten Profile aus dem Ausland holen muss?
    27 9 Melden
    • koks 21.09.2016 08:42
      Highlight Highlight Wenn die Löhne attraktiv und hoch sind, wählen die Studierenden von selbst die Ausbildungsrichtungen, die attraktiv und zukunftsversprechend sind. Wir brauchen keine Wirtschaft, die uns Studienrichtungen aufzwingt und Arbeitsklaven herstellt. Wenn niemand diese Fächer studieren mag, sollte sich die Wirtschaft mal fragen, ob ev das Berufsfeld zu unattraktiv ist.
      23 8 Melden
    • Theor 21.09.2016 09:50
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass die Attraktivität eines Berufes immer um Jahre verschoben ist. Was heute noch bei den Studis als "hipp und attraktiv" gilt, ist in wirklichkeit in der Wirtschaft schon eine Weile ausgeschöpft.
      1 0 Melden
  • Hirnwinde 21.09.2016 08:08
    Highlight Highlight Gegenwärtig gibt es so um die 5 % Erwerbslose. Das sind rund 200'000 Personen. Gemessen an der Einwanderung (im 2015: netto ca. 90'000) ist das ein riesiges Potential.
    Die Wirtschaft könnte folglicj mit Umschulumgs- und Ausbildungsangeboten sehr viel Personal im Inland rekrutieren.
    Will sie jesoch nicht, weil es doppelt billiger ist im Ausland zu rekrutiere: die Ausbildung zahlte das Ausland, der Ausländer arbeitet billiger.
    Die Klage des Fachkräftemangels ist eine dreiste Lüge.
    40 65 Melden
    • atomschlaf 21.09.2016 08:28
      Highlight Highlight Ein gewisses Potential ist sicher vorhanden, aber es ist ein Irrglaube, dass man Menschen beliebig umschulen und ausbilden könne.
      Bei vielen fehlt schlicht der Wille, die Flexibilität oder die Intelligenz.
      35 3 Melden
    • Madison Pierce 21.09.2016 08:34
      Highlight Highlight Mehr Förder- und Umschulungsmassnahmen von Arbeitslosen sind sicher zu begrüssen, auch im Hinblick auf die Industrie 4.0.

      Aber auch mit Förderung macht man aus einem Mechaniker, der durch einen Roboter ersetzt wurde, keinen IT-Spezialisten.
      26 1 Melden
    • Beckham 21.09.2016 08:38
      Highlight Highlight Klar! Es ist ja so einfach aus Arbeitslosen Fachkräfte zu machen... Und das muss natürlich die Wirtschaft bezahlen, noch logischer! Dann kündige ich auch und lasse mich gratis zu einer (anderen) Fachkraft ausbilden, geil!
      8 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Malu 81 21.09.2016 08:06
    Highlight Highlight Langsam sollte auch der grösste MEI Befürworter merken, was für eine Grube die
    Schweiz sich selber gräbt. Die Hochtechnologie und die Pharmabranche wird Ihre Standorte
    verlagern. Vielleicht schafft GB die nötigen
    Anreize um die Firmen zu werben. Bleiben
    nur eventuelle Hürden der EU.
    27 22 Melden
    • atomschlaf 21.09.2016 08:24
      Highlight Highlight @Malu 81: Das Problem ist nicht die MEI.

      Das Problem ist, dass man nicht dem Mumm hat eine griffige Umsetzung für die MEI zu suchen und stattdessen unsinnigerweise die Drittstaatenkontingente reduziert hat, die aufgrund der beschränkten Anzahl nie das Problem waren.
      14 10 Melden
    • atomschlaf 21.09.2016 08:39
      Highlight Highlight Das Problem ist nicht die MEI.
      Das Problem ist der dilettantische Umgang damit.
      Das Problem ist, dass man nützliche Kontingente für spezialisierte Fachkräfte reduziert hat, während die schädliche PFZ ungehindert weiter läuft.
      12 8 Melden
    • Nevermind 21.09.2016 09:03
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass man den wichtigsten Handelspartner nicht unüberlegt verärgern sollte.
      Frag mal deinen Arbeitgeber was er davon hält, wenn du einen Kunden verärgerst, der für 50% des Absatzes verantwortlich ist.
      5 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • remeto 21.09.2016 07:46
    Highlight Highlight Immerhin: Das ist die beste flankierende Massnahme um die Löhne zu schützen.
    17 27 Melden
    • Posersalami 21.09.2016 07:55
      Highlight Highlight Falsch, das sind die besten Massnahmen um die Löhne und den Wohlstand auf Dauer zu senken. Was machen denn wohl all die Firmen wenn sie wissen, dass sie hier ihre Projekte nicht mehr bearbeiten können? Richtig, sie gehen ins Ausland, wo sie dann auch Steuern zahlen.
      47 17 Melden
    • DailyGuy 21.09.2016 08:17
      Highlight Highlight Naja, kurzfristig vielleicht. Langfristig ist es sehr schädlich. Wieso hat die Schweiz gute Löhne? Weil man viel Innovation hatte und gute Qualität herstellen konnte. Jetzt fehlen uns die Fachkräfte um bei der Innovation mitzuhalten. Diese Fachkräfte, welche vielleicht der Schweiz geholfen hätte, arbeiten jetzt in einem anderen Land. Somit wird die Attraktivtät des Schweizer Wirtschaftsstandorts massiv geschwächt, was unweigerlich zu Lohneinbussen und Arbeitslosigkeit führen wird. Um den Lohn zu schützen sind diese Massnahmen so hilfreich wie in die Hosen zu pickeln: Es wärmt nur kurz.
      11 1 Melden
    • atomschlaf 21.09.2016 08:44
      Highlight Highlight @DailyGuy: Es ist sogar noch schlimmer. Seit Einführung der PFZ stagniert die Arbeitsproduktivität, die vorher eigentlich dauernd anstieg.
      Offenbar ist es heute für viele Unternehmen einfacher, vergleichsweise unproduktive PFZ-Europäer zu tiefen Löhnen einzustellen statt Prozesse und Arbeitsabläufe effizienter und produktiver zu gestalten.
      Zusammen mit den von Dir beschriebenen Folgen eine langfristig verheerende Entwicklung.
      8 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • DailyGuy 21.09.2016 07:42
    Highlight Highlight Mir sind die Augen rausgefallen, weil ich meine Augen so verdreht habe. Willkommen im Populismus des 21. Jahrhundert, wo wir uns den Erfolg der letzten Jahrzehnte in zwei Jahrzehnten kaputt politisieren.
    77 6 Melden
  • Qwertz 21.09.2016 07:41
    Highlight Highlight Das ist ja lächerlich. Wir kürzen unsere Kontingente und ab September können wir keine Fachkräfte mehr aus dem Ausland holen. Was machen wir nur für einen Eindruck für Außenstehende.
    24 12 Melden
    • _helmet 21.09.2016 08:34
      Highlight Highlight @Stipps. Die nicht, aber die Firmen, die abwandern schon. Das ist genau das, was die MEI mit sich bringt.
      11 4 Melden
    • FrancoL 21.09.2016 13:16
      Highlight Highlight @Stipps; offensichtlich hast Du gut geerbt oder Du lebst von Luft und Liebe. Die meisten ob links oder rechts stehend leben von einem Lohn für eine mehr oder minder geliebte Arbeit. Wenn man dann noch die niedliche Frage zum Sozialismus stellt dann kommen wir dann richtig viel weiter. Ein Null-Kommentar ist ja auch schon was.
      0 0 Melden
  • Der Zahnarzt 21.09.2016 07:39
    Highlight Highlight Weiss jemand, um was für Fachkräfte es sich konkret handelt? Also welche Ausbildung, Qualifikation konkret? (Nicht einfach: wir brauchen Programmierer, Laboranten etc.)
    36 3 Melden
    • TheCloud 21.09.2016 07:53
      Highlight Highlight Hochqualifizierte Spezialisten. Aber keine Bange, der Auswanderungsprozess der Firmen ist in vollem Gange. Die bekommen ihre Spezialisten.
      23 18 Melden
    • Der Zahnarzt 21.09.2016 08:01
      Highlight Highlight Hat niemand konkrete Angaben?
      11 0 Melden
    • Der Zahnarzt 21.09.2016 08:35
      Highlight Highlight Ich habe jetzt kurz auf der Novartis Homepage geschaut. Es sind ca. 200 Jobs ausgeschrieben. Ich habe 5 zufällig ausgewählt und gesehen: Meist muss man Englisch können, einen Hochschulabschluss haben und ein paar Jahre Erfahrung im Beruf. Gut ist auch ein MBA etc. - Höchst Qualifizierte sind etwas anderes.
      11 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 21.09.2016 07:34
    Highlight Highlight Danke liebe svp.
    Danke allen, die zu so einem stuss ja gestimmt hatten.

    Nur ist's jetzt, wo sich die Auswirkungen zeigen, rechtsaussen verdächtig still.

    Philipp gut, fdp, drückte dies in den letzten tagen klar aus: wenn die Schweiz nicht mit Europa zusammarbeitet, können wir wieder Kartoffelfelder anbauen und als selbstversorger unsere scholle pflügen.
    79 33 Melden
    • oXiVanisher 21.09.2016 08:08
      Highlight Highlight @pamayer Jetzt ist sommaruga an allem schuld. So einfach funktioniert das. So muss man nie gerade stehen für den eigenen Bockmist.
      32 11 Melden
    • Hirnwinde 21.09.2016 08:10
      Highlight Highlight Erstens stimmt das nicht. Zweitens, was ist schlecht am Kartoffelanbau?
      11 20 Melden
    • Cityslicker 21.09.2016 08:30
      Highlight Highlight @hirnwinde: ...die Bezahlung?
      14 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hypnos 21.09.2016 07:34
    Highlight Highlight Wenn es um flüchtlinge und menschenleben geht will man die einwanderung beschränken. Aber wenn die grossen firmen schreien, dass sie megr fachkräfte benötigen, soll man die regeln gleich lockern
    39 14 Melden
    • atomschlaf 21.09.2016 08:04
      Highlight Highlight Wer will die Armutsmigration aus Afrika und Arabien beschränken? Mir sind bisher keine ernsthaften Bestrebungen für Massnahmen wie z.B. einer Obergrenze nach österreichischem Vorbild bekannt.
      Bis weit ins bürgerliche Lager lautet das Mantra immer noch, man müsse jedes Asylgesuch prüfen (was derzeit leider noch der Rechtslage entspricht) und ich sehe auch keine ernsthaften Bestrebungen, dies zu ändern und auch bei den vorläufig Aufgenommenen wird die Bremse nicht angezogen.
      11 15 Melden
    • Posersalami 21.09.2016 15:16
      Highlight Highlight Ich hoffe doch wirklich sehr, dass auch in Zukunft jeder Asylantrag geprüft wird. Alles andere wäre krass Rechtswidrig.
      Was tut das bürgerliche Lager eigentlich dafür, dass die Armut zB in Afrika zurück geht?
      1 0 Melden

Hansjörg Wyss erklärt seine Milliardenspende: «Trumps Umweltpolitik ist eine Katastrophe» 

Der in den USA lebende Schweizer Unternehmer Hansjörg Wyss hat eine Milliarde Dollar für den Umweltschutz gespendet. Im Interview erklärt er, warum er sich engagiert, weshalb er die Selbstbestimmungsinitiative der SVP ablehnt und wieso er nicht mehr ans WEF reist.

Er sorgte diese Woche weltweit für Schlagzeilen: Der Berner Milliardär Hansjörg Wyss schrieb in der «New York Times», dass wir den Planeten retten müssen – und er deswegen eine Milliarde Dollar für den Umweltschutz spendet. Was treibt einen Menschen an, der Milliarden für gute Zwecke ausgibt?

Herr Wyss, was gab den Ausschlag, gerade jetzt so viel Geld für die Umwelt bereitzustellen?

Hansjörg Wyss: Das war eine gemeinsame Idee von meiner Stiftung, der gemeinnützige Organisation «The Nature …

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