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Kunstmuseum Basel zeigt Weibsbilder



Das Kunstmuseum Basel zeigt Weibsbilder: Ein Ausstellung des Kupferstichkabinetts beleuchtet das Bild der - vornehmlich nackten - Frau um 1500, was Bezüge auch zur Gegenwart erlaubt.

«Weibsbilder. Eros, Macht, Moral und Tod um 1500» lautet der volle Titel der am Donnerstag vorgestellten neuen Sonderausstellung im Kunstmuseum Basel. Rund ein Drittel der knapp 100 Exponate sind Leihgaben aus renommierten Häusern. Vorwiegend aber schöpfte das Kupferstichkabinett aus dem Reichtum seiner eigenen Bestände.

Nur dank dieser Sammlung sei eine solche Ausstellung in dieser Breite überhaupt möglich, sagten Museumsdirektor Josef Helfenstein und Kuratorin Ariane Mensger. Die Schau vereint Werke vorwiegend auf Papier etwa von Niklaus Manuel, Urs Graf, Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien, Lucas Cranach, Sebald Beham oder Lucas van Leyden.

Das Abbild einer nackten Frau war im Mittelalter nur in sehr engem Rahmen möglich, so als Eva-Darstellung. Beliebtes Sujet wurde der weibliche wie männliche Akt erst in der Renaissance. Dabei zeigte sich eine Besonderheit nördlich der Alpen, wie Ariane Mensger im Katalog zur Ausstellung festhält.

Sinnlich und erotisch

Von 1480 bis 1530 finden sich vorab in Deutschland und der Schweiz Bilder, die Frauen sinnlich und erotisch und oft nackt oder gar obszön zeigten. Dabei war die Frau verführerische Venus oder exemplarische Tugendheldin, aber auch Herrscherin über den Mann oder Hexe. Sie war schön und sinnlich, aber auch sündhaft und gefährlich.

Darin spiegelte sich laut Mensger nicht nur ein auf die Kirche zurückgehendes latent negatives Frauenbild, sondern auch eine Verschärfung sittlicher Ideale um 1500. Hintergrund war ein gesellschaftlicher Wandel, der im Erstarken des städtischen Bürgertums und der Abgrenzung zu Klerus, Adel und Bauern Ausdruck fand.

Die Ausstellung widmet sich den laut Mensger «attraktiven und gefährlichen» Frauen, nicht den - damals ebenfalls dargestellten - sittsamen und frommen. Verworfen worden seien dabei Bedenken zum Titel «Weibsbilder». Denn dieser solle nicht zuletzt auch zum Anknüpfen an Themen provozieren, die uns heute noch beschäftigten.

www.kunstmuseumbasel.ch (sda)

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