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«Stop Palmöl»: Das Referendum gegen ein Handelsabkommen mit Indonesien steht

Das Referendum gegen ein Freihandelsabkommen der Schweiz mit Indonesien ist zusammengekommen. Unter dem Leitspruch «Stop Palmöl» haben die Gegner 61'184 gültige Unterschriften eingereicht.



Ronja Jansen, Praesidentin JUSO, spricht bei der Einreichung des Referendums

Am 22. Juni reichte das Referendumskomitee über 60'000 Unterschriften ein. Bild: keystone

Das Parlament hat am 20. Dezember 2019 einem umfassenden Wirtschaftsabkommen mit Indonesien zugestimmt. Wie die Bundeskanzlei am Donnerstag mitteilte, hat das Referendumskomitee am 22. Juni 61'719 Unterschriften Unterschriften gegen den Bundesbeschluss eingereicht, von denen 61'184 gültig waren. Das Referendum ist damit zustande gekommen und die Bevölkerung wird über das Handelsabkommen abstimmen.

«Das Freihandelsabkommen überzeugt nicht», heisst es auf der Website des Referendumskomitees. In Indonesien seien beim Anbau von Palmöl Brandrodungen, Einsätze von giftigen Pestiziden und Kinderarbeit die Regel. «Während wir in der Schweiz hinsichtlich Umweltschutz, Tierwohl und Biodiversität hohe Anforderungen stellen, widersprechen die Verhältnisse in Indonesien völlig unseren Ansprüchen.» Angestossen hat das Referendum der Genfer Bio-Winzer Willy Cretegny. Unterstütz wird er unter anderem durch die bäuerliche Organisation Uniterre und die Juso. (agl/chmedia)

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Unser Kühlschrank ist voller Palmöl

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gubbe 03.07.2020 10:19
    Highlight Highlight Meine Güte. Es ist doch nicht das Palmöl selbst, das gestoppt werden sollte. Es sind vor allem die Rodungen, dass Palmen gepflanzt werden können und die Giftspritzerei danach. Das sollte man schon auseinanderhalten können. Ob Palmöl, das heute fast überall drin ist, nicht so gesund ist, weiss ich nicht.
  • marcog 03.07.2020 09:26
    Highlight Highlight Und was ist die Alternative zu Palmöl? Ganz Sibirien abholzen und Raps anbauen?
  • h-max 02.07.2020 22:44
    Highlight Highlight Das Problem ist nur leider nicht das Palmöl per se, sondern dass die betroffenen Anbauländer keine (funktionierenden) Regulierungen haben. Palmöl KANN, verglichen mit anderen pflanzlichen Ölen, sehr viel nachhaltiger und auf verhältnismässig kleinerer Fläche angebaut werden. Die gesetzlichen Grundlagen und die dazu nötigen Efforts der Produzenten fehlen nur leider vielerorts (noch). Es wäre deshab viel sinnvoller, auf Nachhaltigkeit anstatt auf andere Pfalnzenöle, die für unsere Umwelt auch nicht besser sind, zu setzen.
    Oder was stellen sich die Verfasser des Referendums als alternative vor?
  • Guido Zeh 02.07.2020 21:54
    Highlight Highlight Sind die vor allem dagegen, weil es auch Palmöl in nicht-subventionierten Gleitmitteln hat?
  • Helvetiavia Philipp 02.07.2020 16:06
    Highlight Highlight "Stop Palmöl". Zum Glück sind die Jusos noch jung und können ein paar Jahre die Schulbank drücken. Orthographie schadet nie.
    • Liselote Meier 02.07.2020 17:12
      Highlight Highlight Nein, das Verhält sich wohl gerade umgekehrt. Wer Stopp mit einem P schreibt ist vom älteren Semester, was das Komitee auch ist. Ist kein Juso-Referendum, sie unterstützen es nur.

      Bis 1999 schrieb man Stopp mit einem P. An den Halteschilder sieht man des noch, dort steht nicht Stopp sondern Stop.
  • Shisha 02.07.2020 15:10
    Highlight Highlight Meines Wissens beinhaltet das Abkommen mit Indonesien verbindliche Regeln für die Palmölproduktion. Es wäre somit ein Fortschritt gegenüber dem heutigen Status Quo ohne solche Regelungen.
    • MarGo 02.07.2020 16:23
      Highlight Highlight Habe auch gehört, dass nur "nachhaltiges" Palmöl Zollerleichterungen bekomme. Aber nirgends finde ich, wer das prüft, welche Labels etc...
      Dass es in solchen Branchen Etikettenschwindel en masse gibt, muss einfach auch berücksichtigt werden. Siehe Kaffee, Kakao...
      Hat evtl jemand Infos dazu?
    • Liselote Meier 02.07.2020 17:55
      Highlight Highlight Auf den ersten Blick durchaus, vertieft sind die Kontrollmechanismus aber nicht wirklich da und auch sehr schwammig formuliert, was leicht zu umgehen ist.








    • Nocciolo 03.07.2020 07:25
      Highlight Highlight Das ist naiv. Schon heute gibt es Umwelt- und Sozialgesetze in Indonesien, an welche sich die meisten Unternehmen nicht halten. Zudem führen Freihandelsabkommen zu einem grösseren Handelsvolumen (ist ja das Ziel) und somit wird der Druck auf den Regenwald weiter steigern. Wenn wir die Klimakatastrophe verhindern wollen, darf es keine solche Abkommen mehr geben. Stattdessen müssen wir unseren Konsum reduzieren. Produkte welche um die halbe Welt geschifft werden und für welche Regenwald abgeholzt werden muss, müssen teurer werden, nicht billiger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 02.07.2020 15:04
    Highlight Highlight Bravo!
  • Tschowanni 02.07.2020 14:53
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