Sport
Leichtathletik

Olympia 2020: Sprint-Staffel steht mit Schweizer Rekord in den Final

From left, Salome Kora, Ajla Del Ponte, Mujinga Kambundji, and Riccarda Dietsche of Switzerland react after the finish line of the women's athletics 4x100m relay heat at the 2020 Tokyo Summer Oly ...
Salome Kora, Ajla Del Ponte, Mujinga Kambundji und Riccarda Dietsche stehen im Olympia-Final.Bild: keystone

Sprint-Staffel mit Schweizer Rekord in den Final: «Wir dürfen von einer Medaille träumen»

Die Schweizer 4x100-m-Staffel der Frauen überzeugt im Vorlauf mit der Schweizer Rekordzeit von 42,05 Sekunden – trotz auf Sicherheit bedachter Wechsel.
05.08.2021, 04:3105.08.2021, 12:48

Riccarda Dietsche, Ajla Del Ponte, Mujinga Kambundji und Salomé Kora verbesserten den Schweizer Rekord von 2019, aufgestellt an den Weltmeisterschaften in Doha, um 13 Hundertstel. Das Quartett erzielte den viertbesten Wert, unmittelbar vor der Ersatz-Equipe von Jamaika (42,15). Ausser Reichweite lag Grossbritannien (41,55). Die USA in 41,90 Sekunden und eher überraschend Deutschland (42,00) waren ebenfalls vor der Schweiz klassiert.

«Wir wussten, dass die Top 3 in der Serie auch mit Sicherheits-Wechsel möglich sind. Das nahm mir den Druck weg, machte die Aufgabe einfacher», sagte Riccarda Dietsche. Die Ostschweizerin stand erstmals an einem Grossanlass im Einsatz – an den World Relays und der Team-EM hingegen war sie schon mit dem Quartett auf der Bahn gestanden.

«Wir haben gar noch nicht viel Risiko genommen bei den Übergaben.»
Salomé Kora

Riccarda Dietsche übernimmt nun den ersten Part. Noch in Doha war Ajla Del Ponte aus den Startblöcken geschossen. «Dank meiner Entwicklung im Jahr 2020 und meiner verbesserten Präzision bei der Stabübergabe bin ich auf Position 2 wertvoller», erklärte die Tessinerin.

«Wir dürfen sicher von einer Medaille träumen, wir haben ein gutes Niveau. Wir können uns im Final von morgen nochmals steigern.»
Mujinga Kambundji

Der Wechsel der Olympia-Fünften auf die Olympia-Sechste klappte vorzüglich. Mujinga Kambundji bestritt bereits ihren siebenten Einsatz in Tokio. Der Halbfinal-Verzicht zwecks Schonung kam für sie nicht in Frage. «Ich wollte laufen. Auch ein Sicherheits-Wechsel gibt Aufschlüsse. Wir wissen nun, wie gross die Marge ist. Wäre ich nicht gelaufen, würden wir im Final mit einer grösseren Unsicherheit an den Start gehen», betonte die Bernerin.

Salomé Kora brachte den Schweizer Rekord ins Ziel. «Wenn wir alle noch ein bisschen schneller laufen und die Wechsel noch rascher vollziehen, dann liegt im Maximum eine halbe Sekunde drin», meint die St.Gallerin.

Die Ausgangslage vor dem Final ist identisch mit jener an der WM 2019 in Doha, als die Schweiz hinter Jamaika, Grossbritannien und den USA den 4. Platz belegte, das fünftklassierte Deutschland aber in Schach hielt. Nur mit einem Top-Lauf kann die Truppe von Raphaël Monachon die grossen drei bedrängen – und womöglich ist für die Medaille doch ein Ausscheiden einer Top-Nation von Nöten. Und Deutschland muss bezwungen werden. «Unser Vorteil sind die guten Wechsel. Wir spüren einander und müssen auch nicht abbremsen, wenn es knapp werden sollte», sagte Mujinga Kambundji. (abu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio
1 / 96
Die besten Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio
Eintauchen und geniessen! Eindrückliche, besondere und schöne Bilder der Olympischen Spiele 2020 in Tokio.
quelle: keystone / martin meissner
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Geburtsblind und Marathon-Läuferin? Das geht!
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Duell der Schweizer Verteidiger geht an Roman Josi
Die Nashville Predators mit Captain Roman Josi gewinnen das Duell gegen die Tampa Bay Lightning mit Janis Moser mit 5:4 im Penaltyschiessen. Im Fokus standen indessen nicht die Schweizer.
Der Russe Nikita Kutscherow, der Starstürmer von Tampa Bay, hatte am Freitag bekannt gemacht, dass er bei Tampa Bay seinen im Sommer auslaufenden Acht-Jahres-Vertrag nicht mehr verlängern wird und stattdessen transferiert werden möchte. Die Organisation der TB Lightning antwortete mit einem Statement, dass sie Kutscherow, den wertvollsten Spieler der Liga der letzten Saison, nicht zu transferieren gedenken.
Zur Story